Langhaarnetzwerk

Wir sagen "ja" zu langem Haar.
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BeitragVerfasst: 24.05.2011, 18:57 
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Hallo ihr lieben,

ich hab in der Pflegesektion nach einer Leave-in Lösung für meine zweijährige Tochter gefragt, da kämmen nun nicht unbedingt ihre Lieblingsbeschäftigung ist.

Für mich überraschend schlugen mir dort (auch schon sehr früh) aber auch Antworten wie "sie sollte selber entscheiden dürfen ob sie ihre Haare lang behält oder nicht" entgegen.


Bevor das dort zur entgültigen Diskussion ausartet möchte ich einfach hier an passenderer Stelle mal die Frage in den Raum werfen:


Wie steht ihr zu langen Haaren bei (kleinen) Kindern?


Meiner Meinung nach entscheidet bis zu einem gewissen Alter nunmal Mama wie das Kind die Haare trägt, weil die Kindern noch garnicht in der Lage sind solche (langfristigen) Entscheidungen zu fällen. Klar, ist die Zieperei beim kämmen ärgerlich - meiner meinung nach aber auch schon für Kleinkinder aushaltbar und noch dazu denke ich das das 5 Minuten stillsitzen zum Kämmen und Zöpfe machen auch gut schult.

Wir sind da allerdings auch in einer gewissen Sonderposition, denn bis vor ein paar Tagen hatte meine Tochter Haare bis zum Po (dann kam ein Kaugummiunfall ... wo sie im übrigen Rotz und Wasser geheult hat als ich dann die Schere holte) - und das mit etwas über 2 Jahren. Da war der Aufwand natürlich noch etwas höher. Aber ich denke - da es ja MEIN aufwand ist ist es auch MEINE Entscheidung wie mein Kind ihre haare trägt.


Was meint ihr dazu?

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1b F ii
80cm SSS, irgendwieblond,
1. Schritt: ~95cm (irgendwo Po)
2. Schritt: ~110cm (Unterkante Po)
Ziel: klassiche Länge mit gesunden Spitzen
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Zuletzt geändert von Víla am 03.07.2018, 14:00, insgesamt 1-mal geändert.
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BeitragVerfasst: 24.05.2011, 19:10 
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ich finde auch, dass man bei zweijährigen ruhig selber entscheiden darf. wenn man allerdings, wie meine oma mal, die haare des kindes einfach von hüftlänge auf schulterlänge abschneidet und das kind das garnicht möchte, dann ist es nicht richtig. kleine veränderungen sind ok, aber ein bisschen sollte ein kind auch mitbestimmen dürfen.

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BeitragVerfasst: 24.05.2011, 19:35 
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Ich hatte als Kind immer lange (!) Haare, bin schon damit auf die Welt gekommen :wink:
Kämmen und Bürsten hat mich nie gestört, auch wenns geziept hat :nixweiss:
Und meine Mutter hätte nie über meinen Kopf hinweg entschieden, dass die Haare abkommen...warum auch..ich wollte die so lang, also blieben sie lang.
Als ich nen Pony wollte bekam ich einen und als ich ihn nicht mehr wollte ließ ich ihn rauswachsen...(aber da war ich kein kleines Kind mehr, sondern schon in der Grundschule)
Aber nochmal um speziell auf kleine Kinder zurückzukommen:
Ich denke, wenn ich beim Kämmen am heulen und tobten gewesen wäre, hätte meine Mutter mich irgendwann wohl auch zum Frisör geschickt...ich meine man kann halt keine langen Haare haben, wenn man sie nicht kämmen lassen will und sie dann zu Filz werden...
Da muss man als Elternteil dann schon eingreifen, das ist klar.
Und das muss man dann halt versuchen dem Kind klar zu machen...
Allerdings behaupte auch ich (bitte nicht steinigen :oops: ) : Das rumgeheule beim Kämmen und Frisieren ist größtenteils reine Anstellerei...
Wenn man nicht mit Gewalt mit ner Bürste durch die Haare reißt, sondern diese vorsichtig entwirrt, tut das nicht wirklich weh...es ziept..klar, aber Schmerzen...??
Und meine Haare waren dank wilder Spiele teilweise seeehr verknotet (sagt meine Mutter zumindest)


öööhhh ja...viel geschrieben, bstimmt die Hälfte vergessen... :oops:


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BeitragVerfasst: 24.05.2011, 19:41 
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Ich hatte auch immer "lange" Haare. Allerdings waren sie als Kind halt nicht _sehr_ lang, dadurch war das alles noch überschaubar.
Ich würde sie einem Mädchen, welches lange Haare haben will, nicht komplett abschneiden, aber sie halt auch nur so lang wachsen lassen das sie noch gut händelbar sind. Grad zwei Jahre ist eben noch ein Alter bei dem man mit Logik oft nicht weiter kommt und da halt der Schmerz entscheidet. APL/BHL-lang (auch wenn sie noch keinen BH trägt ;-)) ist immer noch lang allerdings nicht extrem verzauselt und zuviel zum entwirren Außerdem wachsen sie mit dem älter werden schnell wieder.
Auch hier ist es, wie bei so vielen Dingen, eben die goldene Mitte.

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2a/bmii (7-7,5cm) 94,5 cm am 01.11.2012; Dezember gut 25 cm ab, März nur noch gut Schulterlang


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BeitragVerfasst: 24.05.2011, 19:54 
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Hallo :)

Ich sehe das so, dass bis meinetwegen zur Grundschule in wachsender Kooperation (je Älter desto mehr Meinung) das Kind nur bedingt entscheiden kann was es will, und daher sehe ich es auch so, dass so eine *Radikalentscheidung* wie eine große Längenkürzung eher Sache der Mum ist.

Auf Aussenstehende, egal welcher Partei (Familie,Freunde,Umfeld) würd ich weniger setzen, da ich schon oft genug längerhaarige Mädels (oder auch Jungs) bei längerhaarigen Frauen gesehen hab, ebenso wie *praktische* Kurzhaarfrisuren bei der ganzen Family. Was ich einfach so deute, dass allgemein die Frisurenentscheidung einem Familienmuster zu folgen scheint. Wenn eine Frau eher kurze Haare hat, hat sie bestimmt auch weniger Geduld mit (wirklich) langen Haaren bei einem kleinen Kind, welches vielleicht auch noch zappelig ist.

Während ich jetzt so über das ziemlich interessante Thema sinniere kommt mir noch ein Gedanke: genauso wie eine Gesundheitsbewusste oder Sportbewusste (Ernährungsbewusste etc...) Erziehung ein Kind auf das Leben gut vorbereiten kann, kann doch auch ein souveräner Umgang mit langen Haaren von Klein auf vorgelebt werden. Why not? ;-) Vielleicht haben wir dann in 15 Jahren nur noch erfahrene Neuzugänge ;-)

_________________
lg Sagrada
1bMii(i )--- 145 cm --- 9,5 - 10cm ZU


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BeitragVerfasst: 24.05.2011, 20:17 
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ich denke auch, dass es in so jungen jahren eine entscheidung der eltern ist. wenn das kind natürlich jeden tag und immer wieder sagt, das es gerne kurz/lange haare will, dann würde ich mich da schon danach richten, aber so kurzschluss-entscheidungen würde ich nicht so ernst nehmen, denn abgeschnitten sind sie schnell mal. wachsen lassen geht natürlich immer.

aber gerade in so einem jungen alter - nehm ich jetzt mal an, ich hab keine erfahrung wie kinder in dem alter schon empfänglich für logische erklärungen sind - kann das kleine vielleicht noch nicht verstehen, dass wenn sie heute abgeschnitten werden, sie/er morgen nicht wieder lange haare haben kann. und dass das neu-wachsen-lassen jahre dauern kann.

ich denk übringens auch, dass das "ziepen" wohl in einem rahmen gehalten werden kann, der für das kind nicht als schmerz oder unangenehm wahr genommen wird. klar toben sie mehr und machen sicher viel blödsinn mit den haare, aber mit condi und ähnlichem sollte das nun wirklich kein problem sein. nach einem konzert oder festival hat man ja auch als erwachsener stubbel-haare die erst entwirrt werden müssen - und das kann man natürlich auch entwerder grob und brutal machen, oder eben sanft mit dem richtigen werkzeug (ich sag nur tangle teezer!!!!) und eben mit zuhilfenahme von kur, leave in oder ähnlichem machen.

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ca. SSS 93 cm, U: ~7cm,
irgendwas 3-lockig-welliges, aber immer ausfrisiert
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BeitragVerfasst: 24.05.2011, 20:25 
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Also ich denke auch, dass bei einem kleinen Kind die Entscheidung der Eltern ausschlaggebend dafür ist, ob das Kind lange Haare hat oder nicht.


Aber ich finde zwei Sachen noch wichtig dabei:

Zum einen würde ich es mir als Elternteil wirklich gut überlegen, ob ich unbedingt lange Haare an meinem Kind durchsetzen möchte, wenn mein Kind schon Panik und Heulkrämpfe bekommt, wenn es mich mit der Bürste kommen sieht (um es mal überspitzt zu formulieren).

Die schönste Langhaarmähne nutzt nichts, wenn mein Kind Angst vor der Pflege hat.

Haare sollen Spaß machen und gefallen- auch dem Kind :)


Zum anderen darf man den eigenen Willen des Kindes nicht unterschätzen. Unser Patenkind wollte mit seinen 3,5 Jahren vor kurzem einen Bob haben (so wie ihre Freundin). Das wiederholte sie so oft, dass ihre Mutter ihr schließlich nachgab.
Die Frisur sah immer noch süß aus, das Patenkind war glücklich- was will man mehr?

Im Grunde sind es "nur" Haare- sie wachsen wieder.... :kniep:

Außerdem ist zwischen "Super-lang" und "Raspelkurz" ne lange Spanne in der es einen Haufen Frisuren gibt, die einem Kind auch stehen können...

Das schreibe ich übrigens als Frau, die schon alle Haarlängen durch hat:
Prinz Eisenherz als Kleinkind, Klassisch in der Grundschule und diverse Längen dazwischen.
Ãœbrigens hat meine Mutter niemals entschieden, wie lang meine Haare sein sollen- das durfte ich alles selber wählen :D

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Liebe Grüße- Ina


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BeitragVerfasst: 24.05.2011, 21:16 
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Meine Mutter hat immer Spaß daran gehabt, mir die Haare zu flechten. Und ich hab meine langen Haare geliebt. Auch wenn meine Eltern wollten, dass ich sie abschneide, weil ich mich in einem gewissen Alter nicht wirklich drum gekümmert hab, haben sie immer gesagt, es ist meine Entscheidung. Auch als Kleinkind, also so bis 5 Jahre, sag ich mal, hatte ich immer relativ lange Haare und meine Mutter wäre NIE auf die Idee gekommen, mir die gegen meinen Willen abzuschneiden.
Wenn's das Kind jetzt wirklich stört, dann weiß ich nicht, was dagegen spricht, sie abzuschneiden. Es muss ja nicht total kurz sein, aber so etwas länger als Schulter ist ja immer noch "lang" :)

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BeitragVerfasst: 24.05.2011, 22:46 
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Also meiner Meinung nach, sollte immer die Meinung des Kindes im Vordergrund stehen und Kinder sind sehr wohl in der Lage, auch im frühen Alter ihre Meinung schon zu signalisieren.
Ich hatte als Kind immer lange Haare, weil meine Mutter es so auch schön fand, aber ich hätte jeder Zeit mit meinen Haaren machen können, was ich möchte. Irgendwann wurden meine Haare dann auch immer kürzer bis sie dann wieder wachsen durften.

Und genauso handhabe ich es mit meinen Kindern, sie dürfen frei entscheiden, was sie damit machen möchten. Natürlich hab ich bei meiner Tochter (5 Jahre) die Haare auch lang wachsen lassen, sie hat auch wirklich wunderschöne Haare, aber als sie letztes Jahr ankam und gesagt hat Mama, ich möchte mir die bis zu den Schultern abschneiden, hab ich ihr ein paar Tage zum bedenken gegeben, sie wollte es dann immer noch und ab gings zum Friseur. Jetzte möchte sie sie wieder länger haben, also wird wieder ordentlich gepflegt und die Haare dürfen wachsen.

Ebenso ist es mit meinem kleinen Sohn (auch 5 Jahre). Er hatte immer eher kürzere Haare aber als er dann zu mir kam und meinte Mama ich möchte auch so eine Friseur wie der Jendrik haben (mein ältere Sohn, 17 Jahre und trägt seine Haare bis zu den Schultern) habe ich auch gesagt, ok wenn du es möchtest, dann darfst du wachsen lassen.

Und so werde ich es auch immer machen!


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BeitragVerfasst: 24.05.2011, 22:46 
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ich denke, dass man das kind entscheiden lassen sollte, soweit möglich. aber das ist eben begrenzt. denn um sich richtig zu entscheiden, muss man ja die vor- und nachteile abwägen können und das überfordert die kleinen ja kognitiv. also gemeinsam versuchen, mit dem kind eine entscheidung zu treffen. also erklären, dass sie, wenn sie heute abgeschnitten werden, nicht morgen wieder lang sind. wenn das kind drauf beharrt gut, dann werden sie eben irgendwann abgeschnitten.

solange kinder auch dazu nicht in der lage sind, entscheiden eltern im interesse ihrer kinder und dabei sollten sie die interessen der kinder in den mittelpunkt stellen und nicht versuchen, eigene werte überzustülpen oder die bewertung durch die brille der eigenen ideen zu sehr zu beeinflussen.

der gedanke "die fünf minuten kämmen am tag kann man gut aushalten" ist aus unserer perspektive - 5 minuten stillsitzen ist für ein kleines kind was ganz anderes und da gilt unser maßstab nicht. ich finde, da muss man dann individuell entscheiden. man kennt sein kind ja und merkt, ob es darunter leidet oder nicht und kann es mit anderen situationen vergleichen, wo es stillsitzen soll. wenn mein kind also beim essen mühelos stillsitzen kann, beim kämmen aber nicht - dann würde ich es eben so verstehen, dass es beim kämmen für das kind eben schwerer ist und entsprechend überlegen, wie sehr es das kind anstrengt.

mein grundsatz in der kindererziehung ist eben auch in anderen fragen nicht "ich mute meinem kind soviel zu, wie es aushält." wieso sollte ich dann bei der haarpflege nach diesem grundsatz verfahren?

oder ziepen. woher wollen wir denn wissen, wie sehr es dem kind wehtut.
das schmerzempfinden kleiner kinder ist anders als bei erwachsenen. bei uns ziept es nur, weil unser gehirn im laufe eines langen prozesses schon gelernt hat, dass dieser reiz in der regel nicht gefährlich ist und daher sofort runterreguliert und die reize abschwächt. bei kleinen kindern fehlen noch die notwendigen reifungs- und lernvorgänge, es werden reize anders und diffuser weitergeleitet und die schmerzinterpretation geht eben auch noch nicht so. daher finde ich es physiologisch absolut vermessen, wenn behauptet wird, ein kind stellt sich nur an.

ehrlich gesagt möchte ich nicht an den punkt kommen, wo ich meinem zweijährigen kind regelmäßig schmerzen zufüge und das damit rechtfertige, dass die haare so wachsen oder es nett aussieht oder dass das kind es will (es ist zwei jahre und es kann so eine komplexe entscheidung nicht fällen).
ich finde es völlig unnötig und unverantwortbar, einem kind aus optischen gründen schmerzen oder unannehmlichkeiten zuzufügen - erst recht einem so kleinen. und selbst wenn es tausendmal plappert, dass es lange haare will.
ich finde es auch völlig unnötig und unverantwortbar, da eine konfliktquelle aufzumachen, die nicht sein muss. es muss nicht sein, dass mein kind jeden tag deshalb mit mir streit hat und so. lieber ein kurzhaariges kind als eins, dem ich die bindung belaste und dessen urvertrauen ich wohlmöglich angreife - weil die mutter, die es schützen sollte, es jeden tag durch so eine prozedur jagt und dabei dann auch nicht behauptet, es wolle ja selbst lange haare und völlig außer acht lässt, dass ein so kleines kind nunmal keine fundierte entscheidung treffen kann.

als mutter entscheide ich eben auch mal gegen den willen meines kindes für sein wohl und seine gesunde entwicklung. wenn es jeden tag nur noch eiscreme essen will, lass ich es ja auch nicht selbst entscheiden ;)

Zitat:
Aber ich denke - da es ja MEIN aufwand ist ist es auch MEINE Entscheidung wie mein Kind ihre haare trägt.

das sehe ich nicht so. es ist eben nicht nur DEIN aufwand. es ist auch die zeit DEINER tochter, die durch kämmen in anspruch genommen wird. es ist IHRE geduld, die verlangt wird. es ist IHR kopf der schmerzt, wenn sie sich auf den zopf kniet (was sie wohl kaum vermeiden wird immer, denn dazu ist sie zu klein). es ziept nicht dich, sondern SIE.

wenn lange haare eine belastungsquelle wären, würde ich sie bei einer zweijährigen abschneiden. ich möchte nicht, dass mein kind jeden tag unmut, angst, ärger und generve mit dem kämmen hat. es ist mit zwei jahren eben nicht in der lage, die entscheidung zu treffen "ich möchte lange haare, also nehme ich das geziepe in kauf."
es kann das kognitiv nicht. wenn es sagt "ich will lange haare" bedeutet es nicht, dass es auch sagt "ich halte das ziepen aus"

ich beziehe mich überwiegend auf kleinkinder und naja, wenn jetzt hier alle schreiben "ich hatte das auch. ich habe die langen haare geliebt" dann möchte ich mal einwerfen, dass die meisten menschen sich eher rudimentär an ihr kleinkindalter erinnern und vor dem spracherwerb auch die erinnerungen eher nichtsprachlich sind. woran ihr euch erinnert, wird also eher etwas später gewesen sein, im kindergartenalter.
und mit zunehmendem alter kann man das kind natürlich auch mehr miteinbeziehen.

melis

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BeitragVerfasst: 24.05.2011, 23:31 
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@ Melis: deinen Beitrag kann man eigentlich so unterschreiben.

Was ich vielleicht noch hinzufügen möchte: ein Kleinkind soll nicht in dem Alter schon Äußerlichkeiten wie lange Haare aufgezwungen bekommen und damit belastet werden, ich denke schon das die Länge beim spielen etc. sehr einschränkend sein kann und würde das für mein Kind nicht wollen.
Gerade in dem Alter soll man noch nichts haben wovor man sich fürchtet (bürsten?).

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e.v. Knielänge wenn es mir passt, hab gerade so viele hübsche Fotos gesehen *seufz*


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BeitragVerfasst: 24.05.2011, 23:33 
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Hmm, ich habe zwei Kurze 6 (Junge) und 4 (Mädchen). Und ja sie wollen beide lange Haare.
Und ich finde was Melis sagt stimmt:"wenn es sagt "ich will lange haare" bedeutet es nicht, dass es auch sagt "ich halte das ziepen aus".
Gerade bei meiner Tochter, sie hatte regelmäßig Storchennester auf dem Kopf, kämmen war aber mehr als nur eine Tortur und sie hat es nicht eingesehen.Jetzt wo sie jeden Abend geflochten werden und dem regelmäßigen Gebrauch vom Leave-in, gibt es erstens kein Geziepe mehr und zweitens geht sie meistens mit ihrer Nachtfrisur in den Kindergarten, wenn sie es will ( und es noch geht).
Und irgendwie glaube ich auch das man den Kurzen die Vorliebe für die Haarlänge vorlebt und weitergibt.

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Ich werde jetzt Nutella kritisieren!
Wir können das Thema nicht ewig totschweigen.

Aber die Suppenkelle passt einfach nicht ins Glas!

Neustart : 24.08.13 67,5cm SSS
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BeitragVerfasst: 25.05.2011, 00:06 
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ehrlich gesagt möchte ich nicht an den punkt kommen, wo ich meinem zweijährigen kind regelmäßig schmerzen zufüge und das damit rechtfertige, dass die haare so wachsen oder es nett aussieht oder dass das kind es will (es ist zwei jahre und es kann so eine komplexe entscheidung nicht fällen).
ich finde es völlig unnötig und unverantwortbar, einem kind aus optischen gründen schmerzen oder unannehmlichkeiten zuzufügen - erst recht einem so kleinen. und selbst wenn es tausendmal plappert, dass es lange haare will.
ich finde es auch völlig unnötig und unverantwortbar, da eine konfliktquelle aufzumachen, die nicht sein muss. es muss nicht sein, dass mein kind jeden tag deshalb mit mir streit hat und so. lieber ein kurzhaariges kind als eins, dem ich die bindung belaste und dessen urvertrauen ich wohlmöglich angreife - weil die mutter, die es schützen sollte, es jeden tag durch so eine prozedur jagt und dabei dann auch nicht behauptet, es wolle ja selbst lange haare und völlig außer acht lässt, dass ein so kleines kind nunmal keine fundierte entscheidung treffen kann.


ich befinde mich auch weit davon entfernt meinem kind täglich schmerzen zuzufügen. denn - auch wenn das jetzt ein blödes argument ist - da ich ja selbst lange haare habe weiß ich durchaus wie man damit umzugehen hat. wir kämmen möglichst vorsichtig und selbstverständlich benutzen wir ein leave-in. und ich bin mir wirklich sicher, dass ich ihr keine schmerzen zufüge - sonst würde sie anders reagieren.

wir haben auch keinen täglichen kampf (mehr ^^) und den kampf den wir haben der bezieht sich weniger aufs kämmen an sich sondern eben ums stillsitzen und gefallen lassen. wenns dann noch ziept ist es natürlich doppelt doof - da hab ich ja auch durchaus verständnis für.

aaber - wie ich ja schon schrieb - es geht dabei nicht darum sie zu zwingen irgendwas auszuhalten nur weil mama das gerade so will, sondern ich bemerke wirklich einen positiven effekt was auch andere dinge angeht die sie nicht gerne macht. und da ist die tägliche haarroutine (die inzwischen wirklich nahezu reibungslos abläuft - wir hatten vor ein paar monaten eine phase da wars wirklich theater jeden tag und dann hab ich nach 2 min auch gelassen, dann blieb sie halt ungekämmt aber bezopft!) einfach eine gute übung.

ich meine einfach es gibt auch im leben eines kleinkindes dinge die nicht so laufen wie das kind es gerne hätte und wo man auch mal (schon) stillsitzen muss. z.b. beim gemeinsamen essen in der spielgruppe (auch wenn man selbst schon fertig gegessen hat). sitzenbleiben im bus. auf den bus warten ^^. mir würden sicher noch ein paar dinge einfallen wenn ich jetzt überlege. all diese dinge sind im letzten halben jahr sehr viel besser geworden (natürlich auch mit zunehmendem alter).
ich meine damit also nicht das "schulen" darin schmerzen auszuhalten (um himmels willen) sondern das schulen darin ein bisschen geduld aufzubringen - und auch ein stückweit das zu tun was ihr gesagt wird und nicht das was sie jetzt gerne möchte.

und wir haben ja auch ein ritual entwickelt - sie weiß genau wie es abläuft. während des kämmens singen wir ein lied. wenn ich flechte sagen wir gemeinsam immer "noch eeins". während ich ein zopfgummi reinmach zähle ich die "umdrehungen" und sag am ende "Zopf!". Es gibt also durchaus einen festgesteckten (meiner meinung nach kindgerechten) ablauf den sie kennt. außerdem hat dieses vorgehen die sache natürlich massiv vereinfacht - denn so lässt sie nicht über sich ergehen sondern macht mit und kooperiert auch besser. es wird spielerischer. aber es wird eben auch gemacht wenn sie mal nicht so will - genauso wie sie ins bett muss auch wenn sie nicht will (und meistens schläft sie genau dann wenn sie nicht will innerhalb von 1 min tief und fest).


das soll natürlich nicht als argument "für haare" herhalten. aber es ist eben für mich kein argument gegen lange haare, dass die pflegeprozedur auch mal anstrengend sein kann (für beide "parteien").
denn in dem alter zerstört es kein urvertrauen, wenn man mal machen muss was mama sagt (d.h. stillsitzen und kämmen lassen).


zur frage ob das kind die haare länger oder kürzer will fällt mir noch ein: wenn ich meine kleine heute frage willst du lange haare oder kurze haare dann wäre heute die antwort ja kurz, morgen wäre sie ja lang, übermorgen wieder kurz und so weiter. d.h. für sich trifft sie durchaus eine kurzfristige entscheidung - das kann aber morgen schon wieder ganz anders aussehen.

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BeitragVerfasst: 25.05.2011, 01:09 
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um was geht es denn jetzt hier in diesem thread:
allgemein um das thema oder ganz konkret um dich und deine tochter?

ich hab nämlich allgemein geantwortet und jetzt antwortest du mit vielen beispielen, wie es bei euch ist und naja, das finde ich wenig zielführend, denn dann reden wir aneinander vorbei.

wenn da kein problem ist, bezieht sich mein beitrag ja nicht auf dich. wobei ich durchaus fand, dass deine postings in dem anderen thread da anders klangen, aber naja, kann ja auch sein, dass wir anders formulieren.

bei so sätzen wie "ohne das spray habe ich ein panisch heulendes kind weil es ziept" oder "es ist schon besser, jetzt ist sie nicht mehr ganz so ängstlich" (die unterstreichung ist eine hervorhebung von mir) oder "ich habe es gekauft, weil wir wieder einen ewigen kampf beim kämmen hatten" läuft es mir ehrlich gesagt eiskalt den rücken runter.
alleine die vorstellung, dass das erste mehrfach probiert wird oder das kind vorher ängstlich war oder ihr zumindest damals kämpfe darum hattet.
schön, wenn sie jetzt weniger ängstlich ist, aber dennoch finde ich es besser, wenn ein kind wegen sowas erst gar nicht ängstlich sein muss. und jedes einzelne mal panisch heulend ist meiner meinung nach umgehbar in dem bereich.
ab dem moment, wo solche probleme auftreten (und nicht einfach mal an einem schlechten tag oder wenn das kind eben was am ausbrüten ist und daher fiebert), hätte ich das wachsen lassen erstmal eingestellt und bisschen gewartet, bis sie älter ist.

daher hakt für mich auch das beispiel von wegen "es gibt auch andere situationen, wo ein kind ruhig sitzen muss, z.b. bus fahren".
natürlich gibt es sie. und wenn ein kind da nicht ruhig sitzt und sich festhält, gerät es eventuell in eine sehr gefährliche situation, falls der bus ne notbremsung machen muss.
wenn ein kind sich nicht kämmen lassen will, dann hat es eben nur haare bis zur schulter. einen busunfall finde ich irgendwie tragischer.

früher wurde kleinen kindern auch antrainiert, mit anderhalbjahren trocken zu sein (obwohl es körperlich erst später möglich ist durch aktive muskelkontrolle) durch pure angst. kindheit generell ist ein sehr neues konstrukt und ich bin froh, nicht in den disziplin-vorschriften der letzten jahrhunderte aufgewachsen zu sein.

grenzen und klarheit sind wichtig, aber ich finde eben, dass man auch berücksichtigen sollte, inwieweit es notwendig ist.
wenn ein kind am essen nicht ruhig sitzt und dann im kindergarten beim essen ärger bekommt, ist das sicher blöd.

aber ich sehe beim besten willen nichts tragisches drin, wenn ein kind mit 2 jahren keine überlangen haare hat, sondern einfach mittellange wie APL/BH. taillenlange haare kann sie immer noch in der grundschule haben, wenn sie möchte.

es muss nicht immer alles um jeden preis zu jeder zeit sein. darum geht es mir.
nicht darum, dass du ihr die haare abscheren sollst.

melis

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Beiträge: 951
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Kinder und lange Haare - dieses Thema ist bei mir seit 3 Jahren mehr oder weniger akut ständig im Gespräch. Ist bisschen kompliziert und vor allem frustrierend und ich hab echt keine Ahnung, was ich machen soll.

Also: Ich habe einen 8-jährigen Sohn. Seit er 5 ist, möchte er seine Haare wachsen lassen.

Ich bin generell der Meinung, dass ein Kind selbst entscheiden kann, welche Klamotten bzw. wie es seine Haare trägt, alles in einem vernünftigen Rahmen natürlich (im Winter mit T-Shirt und Sandalen raus gibts selbstverständlich nicht).

Ich hatte nie ein Problem mit diesem Wunsch, ich habe ihm einfach erklärt, dass wenn er das wirklich möchte, stehen ziepige Kämmprozeduren an, die muss er dann mehr oder weniger geduldig über sich ergehen lassen. Mein Kleiner ist ein Mischling, ihr könnt euch also seine Matte ausmalen. :D
Gut, er war einverstanden - Rastas sollten es also werden.

Er hat sich wirklich geduldig kämmen lassen, jeden Tag klaglos über sich ergehen lassen, die Haare entwickelten sich zu einem kleinen Afro, er freute sich - ging zu Besuch bei seinem Vater (wir sind geschieden) und kam mit 2mm-Schnitt zurück.
Sein Vater (selbst ehemaliger Rastaträger) fand, dass sein Kind einfach unmöglich ausgesehen habe und Jungs einen vernünftigen Kurzhaarschnitt brauchen.

Er hat so geweint zu Hause, Angst gehabt, dass die Kinder im Kindergarten ihn auslachen, sein Papa hätte ihm nicht zugehört, als er nein gesagt habe usw. usw.

So geht das jetzt seit 3 Jahren. Was hab ich meinen Ex schon angebettelt, er solle ihm doch um Himmels Willen seine Haare lassen, es sei ja sein Kopf und er müsse damit leben.
Sinnlos - mein Ex meint, Kinder hätten überhaupt nix selber zu entscheiden, nur die Eltern (also er, ich zähle eh nicht) wüssten, was das Beste für ihre Kinder sei.
Es wurde so schlimm, dass mein Sohn überhaupt nicht mehr hinwollte deswegen - ich hab geredet wie ein Buch und gebettelt und jedesmal, also alle 2/3 Monate, kommt er wieder geschoren nach Hause.

Ich weiss mir echt nicht zu helfen. Mein Kleiner tut mir so leid - ich kann es ja noch lange erlauben und ihn in seinem Wunsch unterstützen, aber wenn sein Vater diesen ständig ignoriert,ist es ja wie Perlen vor die Säue.

Ganz den Kontakt abbrechen scheint mir wegen dieses Thems auch etwas zu brachial, er hat seinen Papa ja trotzdem lieb und sein Papa ihn auch.
Ich geb mir solche Mühe, meinen Kleinen zu einem selbstständigen Menschen zu erziehen, in jeglicher Hinsicht, nicht nur im Bezug auf die Haare (das ist an sich schon etwas schwierig, mein Sohn leidet an einer leichten Form von Autismus), aber mein Ex haut mir jedesmal einen Knüppel zwischen die Beine.

Ich möchte meinen Sohn so gerne unterstützen und weiss einfach nicht wie.

_________________
1cF 7 - NHF dunkelwildkatzenfarben

Und nochmal von vorn!


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