Langhaarnetzwerk

Wir sagen "ja" zu langem Haar.
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 Betreff des Beitrags: Re: Haare und Emanzipation
BeitragVerfasst: 05.04.2019, 03:29 
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Die Umfrage finde ich einerseits traurig, andererseits lustig. Zumal ich eh der Meinung bin, dass man die Gesamt-Intelligenz eines Menschen nicht auf eine bestimmte Punktzahl festlegen kann. Und die 10 genannten Punkte... naja, wenn ich 105 Punkte hätte und "danach" noch 95, dann ist das immer noch fast genauso durchschnittlich wie vorher, oder :mrgreen:
Ob es wohl einen Zusammenhang zwischen Intelligenz und Haarlänge (oder Haarzustand) gibt? Bestimmt findet sich irgendwer, der dazu eine lustige, natürlich völlig repräsentative Studie gemacht hat...

Edit: Aber abgesehen davon finde ich es schon schade, dass so viele Frauen lieber "schöner" als intelligenter sein wollen. Zwar denke ich nicht, dass das zum ersten Mal in der Weltgeschichte so ist, und gesellschaftliche Schönheitsideale gab es immer wieder mit teils fatalen Folgen - aber trotzdem... gerade jetzt, wo man in unserer Gesellschaft eigentlich viel mehr Möglichkeiten hat als bisher, sich individuell zu entfalten...

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Yetifaktor 66 bei SSS 120,5 cm (April '19)
* Rafunzels Haartagebuch *
Bild 2a C (ZU 8,5) Seifenwäscher - noch ohne Heiligen Gral


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 Betreff des Beitrags: Re: Haare und Emanzipation
BeitragVerfasst: 19.04.2019, 00:16 
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Wohnort: Duisburg, linke Rheinseite ;-) Das ist ein Ulmensamen und nicht das, was ihr vielleicht denkt!
Eigentlich finde ich die jungen Mädchen gar nicht so unemanzipiert: Sie achten auf ihre Gesundheit und Figur, tragen bequeme Kleidung und Schuhe, interessieren sich für die MINT-Fächer und machen gute Ausbildungen ... Die etwas langweilige Einheitsfrisur - ja meine Güte! Dafür gibt es als "Gegenbewegung" die ganzen jungen Leute mit ihren Tattoos und Piercings, die ja nun so viele sind, daß man sie wohl kaum noch als Randerscheinung oder Provokation empfinden kann.

Wer weiß, vielleicht sitzen in ein paar Jahren ja lauter tätowierte langhaarige Frauen in den oberen Etagen? ;-) Aber ich gebe zu: Wenn ich so einen Job in Aussicht hätte und auch fachlich und psychisch dafür geeignet wäre, würde ich mir sicher auch die Haare abschneiden lassen wenn erforderlich, das würde mir zumindest wesentlich leichter fallen, als die Füße in ungesunde hochhackige Schuhe quetschen zu müssen!

Silberelfe hat geschrieben:
Daß die moderne Frau leider nicht so modern sei, wie sie glaube und eigentlich auch könnte, sondern immer noch den Prinzessinnentraum träume und unter anderem deshalb nicht vorankomme. bemäkelte schon vor Jahren Gertrud Höhler (irgendwo im TV gesehen, vielleicht war's im "Nachtstudio") - so konservativ sie sein mag. Sie sprach auch noch von einer Glasdecke, durch die die Männer die Frauen eh nie bis ganz nach oben durchließen, aber leider hapere es bereits bei der Motivation zum Springen.... (sinngemäß)

Das erinnert mich an das Buch "Die Feigheit der Frauen" von Bascha Mika, über das ich mich noch immer ärgere. Sie propagiert als echte Feministin einen Lebensstil "Karriere und Unabhängigkeit um jeden Preis", und wenn Frauen wirtschaftliche Einbußen in Kauf nehmen, um jemanden zu pflegen oder Kinder großzuziehen, tut sie das als "Feigheit", "Vermausung", "Komfortzone" ab, dann ist man in die "Rollenfalle" oder "Hormonfalle" getappt und selber schuld.

Übrigens wünschen sich auch viele meiner ehemaligen Studienkollegen so eine selbstbewußte Partnerin: erfolgreich, finanziell unabhängig, attraktiv, zum Zeit-Genießen und Spaß-Haben, aber sie soll bloß nicht schwanger werden, daß man sie plötzlich mit versorgen und weitere Verantwortung übernehmen müßte! Oder wenn schon Kind, dann soll die Karriere vorher schon so abgesichert sein, daß nichts mehr passieren kann. Alles im Griff haben - die perfekte Barbie!

Ich bin mir sicher, daß viele Frauen diesem Ideal "Karriere und Unabhängigkeit um jeden Preis" gar nicht nacheifern wollen. Nicht ohne Grund haben Männer eine niedrigere Lebenserwartung als Frauen. Und mich ärgert es, wenn so "typisch weibliche" Verhaltensweisen negativ dargestellt werden - ohne Gegenleistung sich um andere zu kümmern (Bascha Mika nennt das "Kümmersyndrom"), sich ökologisch korrekt verhalten zu wollen, irgendwie Weltverbesserer sein zu wollen ... Ich habe den Eindruck, so ein "Öko-Spinnertum" wird bei Frauen immerhin eher akzeptiert als bei Männern! Eine Frau als Veganerin, weil ihr die Tiere leid tun - verständlich! Ein Mann als Veganer - was hat der denn für ein Problem?! Eine weibliche Kindergartenerzieherin, weil sie die Arbeit mit kleinen Kindern interessant findet - völlig normal! Ein Mann als Kindergartenerzieher - hat der irgendwelche abnormalen Neigungen?! Eine Sauerei ist das, daß in unserer Gesellschaft so eine Denkweise vorherrscht! (Und das verhindert sicher auch noch, daß sich viele geeignete Jungen überhaupt erst trauen, sich zum Erzieher ausbilden zu lassen.) Ich finde, in dem Punkt muß sich wirklich noch viel tun. Insofern finde ich Aktionen mit Rock tragenden Männern wirklich gut. Einen Mann in einem typischen Frauenberuf finde ich mindestens genauso mutig wie eine Frau in einem typischen Männerberuf.

Insofern sind lange (natürliche) Haare sowie mein etwas individueller Öko-Look (zufälligerweise trage ich draußen nur Röcke) schon ein Statement: gegen dieses "Karriere um jeden Preis" auf Kosten der Gesundheit und der Familie (auch wenn ich fälschlicherweise schonmal für eine Veganerin gehalten werde, aber damit kann ich gut leben) oder vielleicht auch nur "zum Glück kann ich es mir von den Lebensumständen her leisten, so rumzulaufen, wie ich es bequem finde" - aber Öko-Look ist ja sowieso ein Statement!

Eines nervt mich gerade aber gewaltig: diese Werbeplakate von Parship! Nicht, daß die Frauen alle langhaarige Models sind und wahrscheinlich per Photoshop geschönt sind, sondern daß sie als "normale" Kleidung eine Art Nachthemden mit Spaghettiträgern anhaben und nicht mal einen BH drunter tragen, nur die pralle operierte (oder mit Photoshop bearbeitete) Brust! So fliegt man beim Date doch hochkant aus jedem Restaurant raus! Oder bin ich da zu spießig? So würde ich nichtmal im Urlaub rausgehen, wo mich keiner kennt!

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einsel
2a F ii (~8cm) - 68cm SSS (IV/2018)- dunkelbraun+Henna
... Seifensuchti!


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 Betreff des Beitrags: Re: Haare und Emanzipation
BeitragVerfasst: 20.04.2019, 18:48 
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Zhunami hat geschrieben:
Das finde ich echt gruselig. Also wirklich richtig gruselig.


Die von dir zitierte Stelle ist mit ihren konkreten Nennungen natürlich heftig.
Man könnte die Ansicht bzw. die Entscheidungen der befragten Frauen jedoch durchaus auch als ein Zeichen von Intelligenz sehen.

Welche Vorteile hat man denn in unserer Gesellschaft durch Intelligenz? Ein hoher IQ lässt sich weder direkt in eine Karriere umwandeln, mit viel Geld und/oder einer erfüllenden, sinnstiftenden Tätigkeit - dazu braucht es eher andere Qualitäten wie Fleiß, Engagement, Hartnäckigkeit, Begeisterungsfähigkeit und vor allem Glück - noch hilft er notwendigerweise dabei, erfolgreiche und glückliche Beziehungen zu Artgenossen zu knüpfen und zu erhalten. Empathie, Offenheit/Extraversion, Optimismus sind hier wahrscheinlich hilfreicher/wichtiger.
Ich behaupte einfach mal, dass man sowohl im Beruf als auch in zwischenmenschlichen Beziehungen mit gutem Aussehen wahrscheinlich bessere Bedingungen hat als mit vielen IQ-Punkten. Insofern ist es schlau, wenn man lieber schön wäre als schlau.

Allerdings würde ich meinen IQ nicht so billig eintauschen, wie von der Frauenzeitschrift angeboten. Für 10 IQ-Punkte weniger möchte ich mindestens
- meine Wunschkleidergröße, stabil, ein Leben lang, egal wieviel ich esse oder wieviel Sport ich treibe, oder
- mein Gesicht als immer noch deutlich und erkennbar meins, aber in wunderschön, oder
- dauerhaft jugendlich-gesundes Aussehen (also immer so ca 15 bis 20 Jahre jünger als ich tatsächlich bin).

Dauerhaft genau die Haarquantitäten und -qualitäten, die ich mit wünsche (bezieht sich auf den ganzen Körper) wären mir wahrscheinlich fünf IQ-Punkte wert.

Wenn es da jemanden gäbe, der das so eintauschen könnte, würde ich mit mir reden lassen. :mrgreen:
Aber Körbchengrößen? Mal kurz eine Konfektionsgröße weniger? Nix da.

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1c, Fii (ZU 8,5 cm), 95,5 cm nach SSS (BCL), NHF, mittelblond mit grau


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 Betreff des Beitrags: Re: Haare und Emanzipation
BeitragVerfasst: 20.04.2019, 21:39 
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Ich würde nie im Leben meinen IQ gegen irgendwas Optisches eintauschen wollen. Die Tatsache, dass ich unheimlich gern neue Dinge lerne und mich darüber freuen kann, dass ich sie begreife, macht mich schon glücklich. Da muss ich keine Karriere draus machen. Ich bin auch ein Mensch, der Intelligenz sexy findet und nicht auf Äußerlichkeiten achtet. Vermutlich ist da aber auch jede/r unterschiedlich.

Ich würde nicht mal für die geilsten Haare der Welt einen IQ-Punkt opfern.

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 Betreff des Beitrags: Re: Haare und Emanzipation
BeitragVerfasst: 23.04.2019, 08:17 
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Naja... IQ und Intelligenz ist ja nicht das gleiche.... IQ ist, was ein IQ-Test misst. Wenn ich 10 IQ-Punkte abgebe, weil ich in irgendeiner "Leistung" abkacke, die ich im Leben nicht brauche, so what. Den b2-Test würde ich z.B. sofort hergeben. Für mehr Schönheit nicht, da reicht mir meine aus. Aber für mehr Gesundheit und weniger Schmerzen geb ich den b2-Test dran.... :kicher:

(Wobei ich nicht weiß, ob der b2-Test auch im IQ-Test drin ist oder nur in irgendwelchen komischen Eignungstests. Einen echten IQ-Test hab ich nie gemacht. Ich hab nur im Studium gelernt, woher es kommt, dass bestimmte Gruppen systematisch schlechtere Ergebnisse im IQ-Test hervorbringen, obwohl sie genauso lebenstüchtig sind, wie die mit den besseren Werten. Weil der IQ-Test auf die Bevölkerung normiert ist, die denkt, wie die Entwickler des IQ-Tests.)

Und zur eigentlichen Frage: für mich gibt es keinen Zusammenhang zwischen Haaren und Emanzipation. Wer im Geiste emanzipiert ist, entscheidet selber, wie er/sie aussehen möchte.
(Oder analog: wirklich erwachsen ist man dann, wenn man auch tun kann, was die Eltern von einem wollen..... :lol: - Betonung auf "auch" und "kann".)
Für mich bedeutet "Mode", dass ich leichter Klamotten finde, die mir gefallen, wenn gerade das Mode ist, was mir gefällt. Wenn es gerade NICHT Mode ist trage ich den alten Kram auf.

Es gibt Menschen, die ihre Weltsicht oder eine Gruppenzugehörigkeit über Äußerlichkeiten zeigen. Und solche, die das nicht tun. Emanzipiert ist man aber im Kopf und nicht auf dem Kopf.

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 Betreff des Beitrags: Re: Haare und Emanzipation
BeitragVerfasst: 23.04.2019, 10:36 
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Ich denke nicht dass es da unbedingt einen Zusammenhang gibt. Wenn Frauen das tun womit sie sich wohl fühlen und durchziehen was für sie das richtige ist, sei es lange oder kurze Haare haben, Familie gründen, zu Hause bleiben und kochen oder unabhängige Karriere Frau sein. Ganz egal, solange sie sich nicht vorschreiben lassen was sie tun oder lassen sollen, sondern sich selbst verwirklichen, dann ist das in meinen Augen Emanzipation und die ist individuell ausgeprägt :D Für mich persönlich ist die Entscheidung meine Haare Märchen- oder Hexen- lang ;) wachsen zu lassen eine emanzipierte Entscheidung, ich will nicht jedem Trend nachlaufen (und wenn das wer will weil es ihm gefällt und nicht weil er sich gezwungen fühlt passt das ja auch) und für mich sind lange Haare etwas sehr starkes und uriges da ungewöhnlich und auffällig. Aber da ist natürlich auch jeder anderer Meinung :)

und @einsel ich bin so jemand der gerne ohne BH herum läuft und auch mal so ins Restaurant geht ;) aber ich glaube ich verstehe was du meinst, es geht darum das mit einem vorgefertigten Ideal-Bild das rein auf die Männerwelt zugeschnitten wird geworben wird :)

Aber das Thema BH finde ich generell spannend, ja bei Mitmenschen stößt man immer wieder auf Anecken mit sowas, obwohl bis zu dem großen Victoria Secret Hype in den 90ern wo plötzlich jede Frau einen möglichst verdeckenden Push Up BH besitzen musste, war das ja auch ganz normal dass man Brustspitzen durch ein normales Shirt durchsieht. Da muss man sich nur alte Fotos ansehen, das war gang und gebe.
Aber ich muss auch zugeben dass ich es ganz witzig finde wenn sich Leute dann von sowas Natürlichen aus der Fassung bringen lassen, was ist denn schon dabei? Aber da spricht wohl mein Hippie aus mir :D Ich fühle mich hübsch so und schön weiblich. Natürlich trage ich dann nichts durchsichtiges, sondern normale Alltagskleidung. Aber klar, soll jeder sich so kleiden wie er sich wohl fühlt - auch das ist Emanzipation in meinen Augen.

Was micht letztens sehr geärgert hat, in einem Bericht im Fernsehen hat eine Soziologin den DIY-Trend als Anti feministisch kritisiert. Wobei ich für mich das DIY Phänomen als ganz gegenteilig erlebe ...? Ich werde bewusst und treffe entscheidungen was ich an mich ranlasse oder was nicht. Ich emanzipiere mich in dem beispielsweise Kosmetik Konzerne hinterfrage, mir Inhaltsstoffe ansehe und sage "Nicht mit mir!" und dann meine eigenen Shampoos und Cremes herstelle und mich auf "altes Wissen berufe" (ich beschäftige mich gern mit überlieferten mittelalterlichen Rezepten etc.) Das alles ist ein viel größerer Aufwand und viel durchdachter als einfach zu konsumieren was einem hingestellt wird. Für mich ist auch das Emanzipation in dem ich mir, überspitzt formuliert, meine Macht zurücknehme und meine Entscheidungen fälle und sie nicht jemand anderen für mich treffen lasse. Was ist schlecht daran wenn die Frau in der Küche steht und rührt weil sie will und nicht weil sie muss? Leider sind ja oft Feministen der Meinung man solle keinem weiblichen Klischee entsprechen, wenn man Feministin sein wolle, aber auch das Verhalten wird dann nur Nährboden für neue Klischees ... #-o Der Beitrag war mir sehr schleierhaft.

Ich hoffe ich bin damit nicht zu sehr vom Thema abgewichen, aber der Beitrag beschäftigt mich seit letzter Woche :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Haare und Emanzipation
BeitragVerfasst: 23.04.2019, 11:02 
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Da sagst du was Kupferacetat. Mich stört es auch ganz gewaltig, dass emanzipiert oder nicht emanzipiert in ganz strengen Vorstellungsmodellen zu laufen hat. Wie, du bleibst 3 Jahre zuhause nach der Geburt deines Kindes und steckst es nicht nach 6 Monaten in die Krippe um sofort wieder Voll- oder weeeenigstens Teilzeit zu arbeiten? Boa! Du unemanzipiertes Hausfrauchen!
Was??? Du backst gerne Kuchen für Sonntag Nachmittag? Mei du armes dummes Ding, stehst wohl unter dem Schöffel deines Mannes/Freundes.

Das gast mich sooooo an!!!! Wenn wir in einer gleichberechtigten Welt leben, warum darf Frau dann nicht selber entscheiden, wie sie gerne leben will, ohne dann hinter vorgehaltener Hand dafür verurteilt zu werden? Vielleicht macht es manchen ja tatsächlich Freude für die Familie da zu sein, ich meine zeittechnisch vollumfänglich. Und wenn es finanziell geht, ja warum denn nicht? Muss jeder Lust auf Kariere und Dauerstress und Vollzeitkitabetreuung haben????
Bin ich unemanzipiert, dumm und faul wenn ich lieber mit meinem Kind/Kindern zuhause bleibe, gerne koche und backe usw.???

Ich finde das der ganze Gendermist das Leben der Frauen sogar im Gegenteil noch schwerer gemacht hat. Heutzutage muss die perfekte Frau Anfang 30 eine tolle Kariere haben und gut verdienen. Dabei aber gleichzeitig mit voller Liebe ihre Kinder erziehen und ganz nebenbei den Haushalt problemlos und perfekt gewuppt bekommen. Die Kinder bekommen natürlich nur frisch zubereitetes Bio Superfood und an den Wochenenden wird die "Welt erkundet" in den Nächten ist diese hoch erfolgreiche Karierefrau und Mutter natürlich nicht müde, sondern die perfekte ...gespielin für den Mann. Außerdem sieht sie super aus, weil sie neben pendeln, 45h Woche, Kinder und Haushalt NATÜRLICH auch noch 3 mal die Woche Zeit fürs Fitnesstudio hat. Und wenn sie eines von den vielen Sachen nicht perfekt macht, dann ist sie entweder faul, eine Rabenmutter (buhuuuu) oder eine Karieregeile Emanze (oh ganz schlimm). Im Endeffekt machen wir es heutzutage falsch, egal wie wir es machen und mit der Haarlänge hat das noch am wenigsten was zu tun...

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 Betreff des Beitrags: Re: Haare und Emanzipation
BeitragVerfasst: 23.04.2019, 11:18 
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Hähä... und schon ist "frau" wieder gefangen in den Erwartungen der Umwelt. Und damit ist die Superfrau und Übermutter blöderweise wieder nicht emanzipiert.
Nicht mal mit kurzen Haaren. So ein Mist aber auch.

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 Betreff des Beitrags: Re: Haare und Emanzipation
BeitragVerfasst: 23.04.2019, 11:32 
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Ich glaube fast die einzige "korrekte" Art sich zu emanzipieren ist in unserer Gesellschaft gar nicht mal darüber nachzudenken, wie es andere als "korrekt" definiert haben, sich nicht unterkriegen lassen und einfach so man selbst sein wie es einem beliebt und wie man sich wohl fühlt. :lol: :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: Haare und Emanzipation
BeitragVerfasst: 23.04.2019, 12:05 
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Ich hab z.b. früher selber so gedacht... wenn Arbeitskolleginnen plötzlich ihre Aufstiegsträume egal wurden, sobald ein Kind zur Welt kam. Plötzlich kommen die nur noch Teilzeit zurück und wollen gar nicht mehr Abeitlungsleiter etc. werden. Das hab ich gar nicht verstanden und total doof und unemanzipiert gefunden. Über die Jahre habe ich mich aber verändert und denke mir, wenn ich ganz ehrlich bin... genau in mich hineinhorche und die Erwarungshaltung des Umfelds ausblende: Ja! Hätte ich ein Kind, dann würde auch nicht mehr Vollzeit arbeiten wollen! Ich war selbst das Kind einer Karieremama und fand es doof immer in den Hort zu müssen oder in der Schulpause keine liebevoll hergerichtete Brotbox zu haben wie die anderen, sondern nur mal eben schnell was vom Bäcker...

Und wegen der Haarlänge weil irgendwie schweife ich ab: Ich finde kurze Haare nicht emanzipierter als lange Haare. SEHR kurze Haare finde ich männlicher als Lange und es scheint ja kariereförderlich zu sein, als Frau eher männliche Attribute am Arbeitsplatz auszustrahlen. Weibliche Führungskräfte haben überdurchschnittlich häufig ein eher androgynes äußeres. Wie um alles in der Welt können diese angeblichen Feministinnen so etwas für emanzipiert halten? Bin ich frei von der Männerherrschaft wenn ich mein äußeres den "herrschenden Männern" anpassen muss, um beruflich erfolgreich zu sein? Bemerkt denn niemand den Wiederspruch???

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 Betreff des Beitrags: Re: Haare und Emanzipation
BeitragVerfasst: 23.04.2019, 12:17 
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@Bunnychan: Vielleicht bilde ich es mir ein, aber diese ganzen völlig überzogenen Erwartungen an Frauen kommen meist von anderen Frauen, weniger von Männern, oder? Und es ist dabei eine Aufwertung des eigenen Lebensmodells und eine Abwertung des jeweils anderen Lebensmodells intendiert. Also, die Erwerbstätige nennt die Hausfrau unemanzipiert, die Vollzeitmutter spricht davon, dass erwerbstätige Mütter ihre Kinder "weggeben", u. s. w.
Man möchte wahrscheinlich das, was man selbst macht bestärken und bestätigen, sich versichern, dass man es richtig macht. Andere Entwürfe könnten das bedrohen.
Und Frau bekommt dann den Eindruck, sie müsste, um es allen Recht zu machen, alles gleichzeitig wuppen und schaffen, was natürlich nicht geht.
Ich sehe diese überzogenen Ansprüche an sich selbst als eine Folge von Konkurrenz der Frauen untereinander, gar nicht mal so sehr von Bevormundung durch Männer. Die sind in dem Konflikt eher Objekt.

Das Äußere, ob sich eine Frau betont weiblich kleidet oder zurecht macht oder nicht, erlebe ich als im Beruf wenig entscheidend. Auch die Haarlänge. Da ist irgendwie auf allen Etagen alles dabei. Aber ich arbeite auch nicht in Vorstandsetagen oder in der Hochfinanz oder so. Und wieder: Meinem Eindruck nach ist den Männern sowas bei Frauen im Job egal. Außer dass sie generell lieber mit Frauen zu tun haben, die sie attraktiv finden. Aber das ist umgekehrt ja auch nicht anders.

@Zhunami: Würdest du denn umgekehrt für einen höheren IQ auf Haar verzichten? Also weniger Zu oder eine kürzere TL?
Vielleicht geht es hauptsächlich darum, so sein zu wollen, wie man ist. Das wäre schön.

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Zuletzt geändert von Víla am 23.04.2019, 12:41, insgesamt 1-mal geändert.
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 Betreff des Beitrags: Re: Haare und Emanzipation
BeitragVerfasst: 23.04.2019, 13:04 
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Ich hab immer noch nicht verstanden, was Karriere mit Emanzipation zu tun hat. :gruebel:

Edit: war das nicht so, dass das Hamsterrad von innen aussieht, wie eine Karriereleiter?

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 Betreff des Beitrags: Re: Haare und Emanzipation
BeitragVerfasst: 23.04.2019, 13:59 
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Naja, früher durften Frauen ja nicht arbeiten, ohne schriftliche Einverständniserklärung des Ehemanns. Und eine unverheiratete ältere Frau war Gesellschaftlich auch nicht angesehen. Somit ist die Option, dass Frauen inzwischen selbst entscheiden dürfen zu arbeiten, oder gar Kariere zu machen, schon ein Bestandteil der Emanzipation. Und das kleine Heimchen hinterm Herd ein typisches Vorurteil von nicht emanzipierter Frau.

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 Betreff des Beitrags: Re: Haare und Emanzipation
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Arbeiten schon. Für sich sorgen. Logisch. Aber "Karriere" und "Arbeiten" ist zweierlei.

Ich fand z.B. einen Mann außerordentlich emanzipiert, der mit Frau und 2 Kindern, genauso wie seine Frau auf 75% reduziert hat. "Normal" in dieser Sparte ist immernoch: Frau reduziert auf 50% und Mann arbeitet weiter 100%. Auf das gequake, wie das denn jetzt "mit den Finanzen" sei, war seine Antwort: ich habe meinen Porsche geheiratet.

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Klasse Typ! :gut:

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