Langhaarnetzwerk

Wir sagen "ja" zu langem Haar.
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BeitragVerfasst: 19.09.2020, 14:38 
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Problem:

Ich habe 1,5 m langes, dickes, glattes Haar.
Ich habe vor einem Monat angefangen, täglich intensiv Sport zu machen, u.A. wegen chronischen Nackenschmerzen, wegen denen meine Physio mir absolut verboten hat, den Nacken noch vorne zu schieben (was man automatisch macht, wenn ein Gewicht den Kopf nach hinten zieht). Es geht mir mit all dem Sport um Welten besser, und ich will das lebenslang beibehalten. Aber seit dem ärgere ich mich täglich so sehr über meine Haare, dass ich ernsthaft erwäge, sie nach all den Jahren abzurasieren; meine Haare sind mir dauernd im Weg und belasten mich einseitig.


Ziel:

Damit ich sie nicht abschneiden muss, suche ich einen Weg sie beim Sport stabil (!) so wegzubinden, dass sie mir nicht im Weg sind, und das Gewicht nicht komplett einseitig an meinem Kopf zieht (idealerweise also die Haare oben auf dem Kopf drauf, eher mit Gewicht vorne als hinten, oder rundherum verteilt auf dem Kopf oder um den Hals, oder auf meinen Schultern – halt nicht alles nach hinten, rechts oder links). Idealerweise ohne Ziepen, Klammern und Haarspray. Aber ich finde keine, und bin langsam wirklich verzweifelt, weil meine Haare mich nur noch ärgern und mir weh tun.


Was ich versucht habe:


1. Haare einfach zu einem Zopf flechten.
Probleme:
Das ist schon ohne Sport auf Dauer eine einseitige Belastung für meinen Nacken und schmerzhaft; im Alltag lege ich deshalb mit dem Zopf eine große Schlaufe bis zur Brust über die eine Schulter, und dann als Gegengewicht den Rest des Zopfes über die andere Schulter, und verteile so das Gewicht auf die Schultern. Das ist nicht ideal, da mein restlicher Zopf immer noch zum Beispiel in Waschbecken fällt, wenn ich ihn nicht mit dem Arm zurückhalte, aber geht. Beim Sport rutscht das aber früher oder später von der einen oder anderen Schulter, und zieht dann wieder am Hals. Ich habe versucht, das mit einem engen Pulli über den Haaren zu stabilisieren, aber es verzögert es nur.
Und wenn es dann richtig dynamisch wird, knallt mein Zopf gegen mich und andere Menschen – ich habe da teils Leuten versehentlich richtig eine gewischt, mein Zopf zieht um mich herum einen weiteren Kreis als meine ausgestreckten Arme – und kommt dabei so schnell zum Halt, dass es mir am Kopf und bis in die Haarwurzeln zieht.
Auch eng geflochten sind meine Haare so lang, dass ich mich ständig drauf setze, in der Hocke drauf stehe, sie in der Plank Schlaufen auf den Boden legen usw., es geht einfach gar nicht, ich bin nur permanent genervt.
Wenn ich dusche, mache ich in den Zopf so einen Doppelknoten, damit sie nur noch bis in meinen Nacken reichen, aber Sport hält der auch nicht aus.
Ich kann den Zopf auch mehrfach wie einen Schal um meinen Hals legen, aber das rutscht auch nach 10 min; so oder so bin ich permanent daran, meine Haare zu fixen, statt ordentlich Sport zu machen.
Ich habe auch versucht, den Zopf mehrfach um meine BH Träger links und rechts zu winden. Auch das löst sich mit der Zeit auf; meine Haare sind einfach zu glatt.

2. Offene Haare verdreht mit einem Bleistift hinten zurückstecken.
– Ich bin nicht sicher, wie die Frisur heißt; ich greife meine ganzen Haare hinten wie einen Pferdeschwanz, schlinge sie einmal komplett um meinen Arm, dann mehrfach um den Pferdeschwanz, stülpe das um und schiebe einen Stift durch.
Probleme:
Wenn ich das eng mache, ziept es, und innerhalb von 20 min kriege ich so sehr Kopfschmerzen, dass ich es aufmachen muss. Wenn ich es lockerer mache, fällt es beim Sport auseinander.
Damit es stabiler ist, habe ich statt einem Bleistift eine Klammer aus einem Stift und so einem biegsamen Gegenteil genutzt, aber das fällt immer noch auseinander, bloß ist danach die Klammer in meinem Haar verheddert.
Außerdem ist das gesamte Gewicht vom Dutt an meinem Hinterkopf, mein Nacken schiebt sich also nach vorne. Ein stabiler Dutt über meinem Kopf wäre besser, aber den kriege ich einfach nicht hin. Gibt es da vielleicht eine Technik für?

3. Geflochtenen Zopf wie eine Krone mehrfach um meinen Kopf legen.
– Das habe ich an meinem Spiegel erfunden, vermute aber sehr, ich bin da nicht die erste; dafür flechte ich die Haare links runter, drehe sie drei mal ein, lege sie um meinen Kopf (also über die Stirn, am Ohr vorbei den Hinterkopf entlang), und bei der zweiten Runde um meinen Kopf schlinge ich den Zopf um die erste Runde Zopf herum; dadurch wird die Krone enger, und das Ende des Zopfes befestigt. Ich bin von dieser Frisur begeistert; das Gewicht wird super verteilt, und meine Haare werden nicht einmal verschwitzt. Für Alltag hält das auch gut, und sieht cool aus. Das Problem ist beim Sport, dass nichts die Krone vorne hält; sprich wenn ich mich für mehrere Situps nach hinten beuge, fällt die Krone früher oder später umgestülpt hinten herunter, und danach kriege ich sie nicht mehr fest, ohne neu anzufangen. Ich habe versucht, dem vorzubeugen, in dem ich sie tiefer nach vorne schiebe; aber dann rutscht sie schließlich wie eine Schlinge über die Stirn und um meinen Hals, und löst sich dann ohne den Druck ganz auf. (Ggf. sollte ich von Anfang an mit einer Schlinge um meinen Hals anfangen, und die mit einer Klammer fixieren?)
Kann man so eine Krone vorne irgendwie befestigen, ohne schrecklich an den Haaren zu ziehen? Oder wäre es ggf. stabiler, wenn ich mit zwei Zöpfen anfangen würde, die sich umeinander winden?

Ich würde mich wirklich, wirklich sehr über Rat freuen. Ich weiß nicht mehr weiter, und bin drauf und dran, sie einfach abzuschneiden, so schön sie auch sind, und so viele Jahre ich sie auch aufgezogen habe. Gerade bringen sie mir viel mehr Ärger als Freude, ich muss die ganze Zeit meinen Sport unterbrechen und an ihnen hantieren, sie tun mir ernsthaft weh, und durch das ständige verdrehen und umlegen und befestigen verknoten sie sich auch so sehr, dass ich mich am Morgen dumm und dusselig kämme; statt 20 min, die ich eigentlich ganz meditativ fand, war es teils eine Stunde+, die auch überwiegend stressig und schmerzhaft war, und die mir den Morgen versaut. Das ganze Geziepe geht mir auch so sehr auf die Schläfen, dass ich vermute, dass ich es bald schneiden muss, wenn ich keine Lösung finde, da ich sonst so oder so fiesen Haarausfall an den Schläfen kriegen werde.

Lieben und hoffnungsvollen Gruß!


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BeitragVerfasst: 19.09.2020, 14:59 
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Ich weiß nicht, ob das bei deiner Länge gut geht, aber spontan würde mir der Spiral Braid einfallen. Da flechtest du von deinem Oberkopf ausgehend französisch oder holländisch im Kreis.

Hier ist der Thread dazu:

viewtopic.php?t=13052

Edit: Oder der Amish Bun: viewtopic.php?f=6&t=7292&start=270

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Zuletzt geändert von Tallulah am 19.09.2020, 15:52, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 19.09.2020, 15:27 
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Vielleicht würden dir auch Interlaced braids helfen, die man eng von unten vom Nacken hin und her bis auf den Oberkopf durchzieht und feststeckt.

Interlaced Braids

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NHF = Dunkelblond, leicht aschig (Längen zum Angleichen der Blondierleichen gefärbt)
Schnittfrei durch 2021 / Frisurenprojekt 2021 / Gemeinsam zur Steißlänge ab 2020
Wunsch: 100cm SSS (mit ohne Kante ;-) )


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BeitragVerfasst: 19.09.2020, 16:13 
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Hallo Nicht-Rapunzel,

Mir fällt da spontan die Gretchenkrone/Holländische Zopfkrone ein. Diese Frisur ist bei deiner Haarlänge sicherlich ein ziemliches Unterfangen, aber die Haare sind bequem und gleichzeitig stabil um den Kopf herum verteilt. Die Resthaare würde ich normal/Englisch weiterflechten und in einem oder zwei inneren Kreisen im holländisch geflochtenen Kreis mit Haarklemmen oder -nadeln oder Scroos (die kleinen Spiralen von ca. 6cm Länge) festpinnen. Ganz ohne Zusatzhalterungen geht es leider nicht.

Viel Erfolg dabei und bitte, schneide deine schönen, langen Haare nicht ab. Ich würde mich sehr freuen, hier mehr von dir zu lesen oder gar Bilder zu sehen.

Aber vor allem:
Herzlich Willkommen im Langhaarnetzwerk! :)

LG
Fornarina

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NHF mittelblond natürlich blond gesträhnt
Altes PP Neues PP * YouTube
Mehr Diversität im Musikthread
❤ Wenn du nicht weißt, welche Haarfarbe du hast, dann ist es Aschblond ;)


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BeitragVerfasst: 19.09.2020, 17:21 
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Eine andere Idee: Wenn du optisch kompromissbereit bist, wie wäre eine Haube oder ein eng gebundenes Tuch?
Ich habe zwar deine Luxusprobleme mit Länge und Dichte nicht, aber empfindliche Haarwurzeln (kann darum keine hohen Dutts tragen) und beim Training auf der Black Roll nervte mich bisher jede Frisur sagenhaft, wenn ich bis zum Nacken rollen möchte. Spätestens da pieksen alle Klammern und die herausstehenden Nackenhaare wickeln sich um die Rolle.
Ich wurstel dafür einen Zopf (oder einfach eingedrehte Haare ohne alles) unter eine Seidenmütze, die ich sonst manchmal zum Wellen erhalten in der Nacht trage. Eine Mütze geht bestimmt auch, aber unter der Seidenmütze habe ich keine Schwitzprobleme.

Bevor du ganz abschneidest, wäre es nicht eine Erleichterung, erstmal einen Teil abzuschneiden? 1,5m klingt prächtig und ich bin bestimmt nicht die einzige, die neugierig auf ein Foto wäre :P
Nessa von Haartraumfrisuren hat aus Gewichtsgründen auch immer wieder gekürzt, und mein Eindruck war, dass es schon einen großen Unterschied macht, ob man Knielänge oder Steißlänge hat. Ein Zopf aus steißlangen Haaren endet dann ca auf Bauchnabelhöhe, den müsste man ja durchaus noch mit Scroos als Kranz um den Kopf gepinnt kriegen und das Gewicht ist sicher auch 1/3 geringer.

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Ziel: Ansehliche Kante auf Highwaist-Hosenbund


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BeitragVerfasst: 19.09.2020, 18:40 
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Was mir einfällt, wäre, dass du deine Zopfkrone einfach mit ein paar U-Pins feststecken könntest.
Ich weiß natürlich nicht welche Sportarten du machst. Wenn du Kampsport, Bodtenturnen (nennt man das so?) oder Athletik wie Hochsprung machst, das sind alles Sportarten wo man schon mal heftig mit dem Kopf aufknallen oder über den Kopf abrollen kann. Dafür wären alle Formen von Nadeln blöd. Aber falls dein Kopf nicht so strapaziert ist beim Sport wären Nadeln eine relativ simple Methode.
Wenn man nie welche verwendet hat kommt einem das vielleicht wie eine Wissenschaft vor, aber einen geflochtenen Zopf feststecken müsste sehr einfach sein.
Vermutlich ist technisch wesentlich einfacher als "eingeflochtene" Zöpfe (französisch, holländisch), wenn man damit keine Übung und noch dazu sehr langes Haar hat. Also als schnelle Lösung. Längerfristig wären diese Flechtzöpfe vermutlich die schickere und stabilere Methode.
Ich hoffe das klingt jetzt nicht komisch, aber aus deinen Beschreibungen habe ich den Eindruck gewonnen, dass du dich nicht soooo viel mit Frisuren beschäftigt und experimentiert hast, dass du mit verschiedenen Flecht-, Wickel- und Stecktechniken geübt bist. (Ich fange auch gerade an das zu lernen ;) )

Weil Nieves Kopftücher erwähnt hat: Ich hab das jetzt nicht genau im Kopf, aber ich glaube es gibt auch Kopftuchfrisuren, bei denen das Haar um ein Tuch/Band gewickelt wird und das Tuch/Band danach um den Kopf herum, zB wie ein Stirnband. Da könnte man vermutlich das Gewicht auch ganz gut verteilen.

Und wenn dir die Haare wirklich zu lange sind - auch wegen dem Nackenproblem - dann wäre es eine Überlegung wert, sie auf eine Länge zu kürzen, die dir besser tut. Das muss ja nicht gleich ganz ab sein, sondern wie schon erwähnt zB Polang. Wenn du dich für kürzen entscheidest kannst du es ja Stückweise probieren: Ein Stück kürzen und ein paar Wochen gucken, wie es dir damit geht. Wenn es immer noch zu lang ist, dann wieder ein Stück ab und ausprobieren. Bis du eine Länge hast, mit der es dir gut geht. :)

Auch wenn ich natürlich, wie wohl die meisten hier, von deiner Haarlänge bgeistert sind und es schade fänden, wenn du keinen anderen Lösungsweg fändest als sie abzuschneiden. ;) Aber lange Haare sollen ja vor allem Freude bereiten und kein Leid. :)

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BeitragVerfasst: 19.09.2020, 22:23 
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Was mir noch spontan einfällt: Mit einer stumpfen Nadel und einem Wollfaden die losen Zöpfe bei der Gretchenkrone an den stabilen Teil “festnähen” (statt Haarnadeln). Habs zwar nie selber versucht, dürfte aber recht stabil sein und nicht drücken.


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BeitragVerfasst: 19.09.2020, 23:50 
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Nur kurz; freue mich sehr über die Antworten!

Bin noch dabei, sie zu verstehen - ich kenne keine der Flechttechniken, und habe außer Haargummi und Stab auch nix an Utensilien zu Hause, schaue also gerade, was ich als erstes lernen/kaufen sollte.

Nach erstem Linklesen und Googlen ist mein Eindruck, wenn ich «holländisch» flechten könnte, ließe sich diese Krone an die Haarwurzeln flechten, statt nur lose herum gelegt zu werden, und damit wäre mir schon so viel geholfen, dass ich also damit anfangen sollte. Es macht mir nichts, wenn da Strähnen oder etwas Zopf raushängen, wenn nur nicht das ganze Teil herunterfällt.

Habe auch den Eindruck, ich habe meinen Kronenversuch schlecht erklärt... der scheint auf jeden Fall viel weniger elaboriert, als was ihr hier beschreibt; zumindest ist mir unklar, wie ich den mit ein paar Nadeln befestigen könnte - der Zopf liegt ja nur auf glattem Haar auf. Ansonsten wäre das eine glorreich einfache Lösung. Kann ich in diesen Thread irgendwie direkt ein Photo hochladen?

Edit 1:
Meine Haare für holländisch immer wieder trennen wenn ich Strähnen aufnehme ist der Horror. :( Da muss sich nur irgendwas irgendwo auf der Länge leicht verziepen, und dann wird alles Chaos; ich muss mindestens die ganzen Strähnen die ich aufnehme vorher abteilen. Wenn ich meine Haare normal (englisch?) flechte, ist auch immer das säuberliche Abtrennen von drei Strähnen vom Ansatz bis an die Spitzen in der Regel der Schritt, der länger dauert, als das Runterflechten. Bin total baff, dass das in diesen Videos so einfach getrennt wird, obwohl da auch echt lange Haare im Spiel sind. Gibt es da eine Haarpflegelösung für, oder ist das einfach der deutliche Hinweis, dass ich meine Spitzen schneiden sollte? (Ich mache eigentlich nichts außer einmal pro Woche oben Shampoo rein, rausspülen, in die Längen Spülung rein, rausspühlen, und ggf. etwas Öl rein, wenn das Haar trocken aussieht.) Vielleicht versuche ich das morgen noch mal mit deutlich besser gekämmten Haaren, oder nach etwas Haarkur, aber ich fürchte gerade, das ist nicht alltagspraktikabel.

Gerade auch dieses Video gesehen https://www.youtube.com/watch?v=oSOGwE8Nf1M und finde mich sehr darin wieder... also dem zerissen sein dazwischen, dass die Haare gerade offen so schön sind, aber man eben auch ständig drauf sitzt... und andere Leute drauf sitzen, das nervt mich ja noch mehr, besonders wenn ich es nicht merke, bis ich aufstehe und halb hoch bin, bis es mich plötzlich mit Wucht runterzieht.

Aber als sie es wirklich geschnitten hat, bin ich trotzdem zusammengezuckt und habe meine Haare festgehalten. Andererseits wurde mir an dem Video auch deutlich, dass alleine der Wechsel von 1,5 auf... auf was schneidet sie da? 1,2? einen riesigen Unterschied macht. Mein Zopf wäre deutlich kürzer, und diese ganzen Braids wären wohl auch viel einfacher, weils ich die Haare besser teilen ließen - vermutlich verhaken sie ja am Ende besonders. Ggf. gibt es da also einen guten Mittelweg zwischen Abrasieren und 1,5 m. Die Flechtvideos sehen erinnert mich auf jeden Fall daran, dass ich meine Haare mag, und wie traurig ich wäre, wenn sie plötzlich weg wären, trotz all dem jüngeren Ärger.

Schon alleine dafür danke; damit, sie im Affekt abzuschneiden, hätte ich mich glaube ich sehr unglücklich gemacht, auch wenn ich noch immer keine Lösung habe.

Edit2 :

Würde dann als nächstes versuchen, die Krone einfach festzupinnen...

Bin überwältigt davon, was es alles an Haarteilen gibt. o.O Schon diese U-Klammern gibt es ja anscheinend wellig, glatt, spitz, offen, mit Bällen am Ende... was davon wäre hier richtig?

Und:
Sehe ich das richtig, dass die bei dieser Variante sehr sichtbar sind, ich da also entweder wa suchen sollte, das in blonden Haaren optisch verschwindet, oder irgendetwas mit hübscher Deko drauf? Und ist meine Intuition richtig, dass mir die Deko total im Haar verhaken wird, wenn ich das wieder löse?

Bin auch noch ganz unsicher, wie ich den Zopf dann tatsächlich festkriege, jenseits davon, hoffnungsvoll Nadeln reinzustechen.

Danke auf jeden Fall. Habe den Eindruck, dass ihr mir hier gerade eine ganze Subkultur mit eigenen Bräuchen und Fachtermini eröffnet. o.O

Mehrfachbeiträge zusammengefasst
- Víla


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BeitragVerfasst: 20.09.2020, 03:13 
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Erstmal freue ich mich total, dass die Antworten hier dir dabei helfen, klarer zu merken, was du eigentlich willst und nicht willst und welche Möglichkeiten du hast. :)
Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass du es bereut hättest, im Affekt einen Radikalschnitt zu machen.

Das mit der ganzen Subkultur kenne ich - so ging es mir auch vor etwa 3-4 Wochen. Ich war mal völlig verwirrt und uberrumpelt, und dann ziemlich fasziniert. :lol:

Ich dachte mir schon, dass für jemand ohne viel Übung sowas wie holländisch sehr schwierig ist. Deshalb war mein Vorschlag, erstmal die "gelegte" Zopfkrone einfach festzustecken und die komplexeren Flechtfrisuren nebenbei langsam lernen und üben. Und je nach Lernerfolg kannst du dann in ein paar Wochen oder Monaten einigermaßen schnell und souverän zB einen holländischen Zopf für den Sport flechten. ;) Das waren halt meine Gedanken. Ich selbst bin derzeit superstolz wenn ich es schaffe, in einem halbstündigem Kampf einen schiefen und unregelmäßigen französischen Zopf zu produzieren und meine Haare sind deutlich kürzer als deine.

Ich glaube, die Nadeln würde man nicht so sehr sehen, wenn du welche ohne Deko nimmst. Ich bin da kein Profi, ich hab das selber nur am Rande mitbekommen. Aber ich glaube, gewellte halten noch etwas besser als gerade. Welche Länge du brauchst ist wohl von deinem Zopfvolumen, Haargewicht und Länge abhängig. Je länger um so mehr hält die Nadel, aber um so größer auch das Risiko, sich beim Sport zu verletzten, vermute ich.
U-Pins sind wohl die, die offen sind und wo die Beinchen ein Stück auseinander stehen. Die die eng aneinander liegen und oft zum Feststecken von Strähnchen verwendet werden nennt man Bobby Pins. Die U-Pins sollen glaube ich mehr Gewicht und Volumen halten - sind auch meist länger als Bobby Pins - und wenn man sie in einer Steckfrisur versenkt, dann sind sie auch haarschonender, weil die Bobby Pins leichter beim Herausziehen Haare ausreißen. Angeblich sind diese Haarnadeln eigentlich sehr leicht anzuwenden.

Der Trick ist grundsätzlich, dass du die Nadel "seitlich" beim Zopf einstichst, also nur ein kleines Stück über der Stelle, wo der Zopf auf dem Haupthaar aufliegt. (Nicht mittig durch den Zopfstrang, wie man das vielleicht mit einem Haarstab oder Forke machen würde.) Dabei stichst du die Nadel erst in eine Richtung ein, fädelst ein wenig vom Zopf und darunter Haupthaar auf, dann klappst du die Nadel um 180° um, so dass sie in die entgegensetzte Richtung zeigt, und dann schiebst du sie vorsichtig bis zum Anschlag rein. Durch das Umklappen hält das, durch das tief reinschieben ist kaum etwas sichtbar. Soweit ich das verstanden habe achtet man auch darauf, dass die Nadeln nie genau parallel zu der Richtung sind, in der das Haupthaar liegt, sondern immer etwas schräg oder ganz quer, dadurch rutscht es nicht heraus.

Das Video das du geteilt ist ist von Nessa/Haartraum. Sie hat etliche sehr gute Tutorial-Video auf Youtube.
Ich verlink dir hier mal ihr Video zu Sportfrisuren und zur Verwendung von Haarnadeln.
(Sie macht den aufgesteckten Zopf für Sport am Hinterkopf, aber es gibt ja auch so Frisuren wo eine Zopfkrone über den Vorderkopf festgesteckt wird. Klassiker bei diversen Wiesen-Frisuren glaube ich.)

https://youtu.be/930OX7WH-FA
https://youtu.be/wyzRrtRpLPc

Es gibt auch eine Methode, bei der man zwei normale ("englische") Zöpfe flicht, in das letzte Stück Schnur miteinflicht und dann die um den Kopf geschlungenen Zöpfe aneinander festbindet. Aber auch da braucht man ein paar Nadeln damit das eben nicht nach hinten wegklappt. Die in dieser Subkultur dazugehörigen Namen für diese Frisuren kenne ich selbst noch nicht. ;)

Das alles ist jetzt von mir nach bestem Wissen und Gewissen erklärt. Großteils ist es das, was ich durch faszinierte Recherche in den letzten paar Wochen zusammengeklaubt habe und das wenigste davon selbst ausprobiert.
Andere, die da erfahrener sind dürfen mich gerne korrigieren. :)

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BeitragVerfasst: 20.09.2020, 09:14 
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Hey..... also Sport ist immer gut für den Körper/Seele/einfach für alles. Gleichzeitig mögen wir hier natürlich langes Haar, weswegen wir uns bemühen beides unter eine Kappe Seidenhaube zu bekommen :P

Eine meiner spontanen Ideen beim durchlesen deines Problems war ebenfalls, die Zopfkrone einfach festzustecken. Die einfachste Methode wäre einfach vorne bei der Stirn mit einer Krebsklammer (sieht vielleicht nicht toll aus, aber sollte halten). Die optisch schönere und vermutlich auch haltbarere Variante wäre das Feststecken mit U-Pins (wie Feuertänzerin bereits schon geschrieben hat) oder aber auch Scroos (die sind relativ deppensicher, allerdings könnten die dich verletzen, wenn du über den Kopf abrollen solltest).
Feuertänzerin hat das Handling mit U-Pins gut beschrieben, allerdings würde ich nach dem Aufnehmen von Haupthaaren und dem Umklappen beim Vorschieben versuchen, erneut wieder in den Zopf einzustechen (quasi wie man einen Bun mit einer Forke befestigt: In den Seitenrändern des Zopfes im 90° Winkel einstechen bis man bis zur Kopfhaut kommt, dann den U-Pin in Richtung der Frisur um 90 ° Umklappen [er liegt nun parallel zur Kopfhaut] und an der Kopfhaut entlang schieben. Dann das Ende, das man in der Hand hat noch etwas mehr Richtung Kopfhaut drücken, damit sich die offenen Enden des Pins wieder etwas nach außen bewegen und erneut etwas Zopf aufnehmen....sehr unverständliche Erklärung, aber ich verlinke dir für die Stecktechnik mal ein Video von Nessa: Hier erklärt sich den LWB, aber im Prinzip geht es um die Stecktechnik am Ende https://www.youtube.com/watch?v=nvKbxNBHjOI.....Ich befestige U-Pins mit dieser Technik und es hält relativ gut).
Wie schon erwähnt: Haarscroos sind sogar fast noch eine bessere Alternative, um Frisuren zu befestigen, die halten bombenfest.

Zweite Idee von mir: Den Zopf an mehreren Stellen am Sport-BH oder an der Sportkleidung (im Idealfall ein enges Tank-Top für den Halt) befestigen. z.B. mit Haarkrebsen, Patentspangen, diese Verschlussclipse (die man aus der Küche kennt *[url]klick[/url=https://www.amazon.de/FACKELMANN-Aromaclips-Verschlussclipse-Kunststoff-Verschlussklammern/dp/B000CCBFQY/ref=sr_1_8?dchild=1&keywords=verschluss+k%C3%BCche&qid=1600589451&sr=8-8]* ) oder schlichtweg mit solchen Klettverschlüssen (*[url]klick[/url=https://www.amazon.de/ECENCE-Klettverschluss-Kabelbinder-Klett-Universell-Befestigung/dp/B07XZG79LZ/ref=sr_1_1_sspa?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&dchild=1&keywords=klettverschluss&qid=1600589537&sr=8-1-spons&psc=1&smid=A393ZMWWQ1AXD7&spLa=ZW5jcnlwdGVkUXVhbGlmaWVyPUFCTkk3U1FGQzFFSjAmZW5jcnlwdGVkSWQ9QTAwNTYyNTYxMjA4TDVBS0pJVkZIJmVuY3J5cHRlZEFkSWQ9QTA3ODQ2NjdTQkhUSEtNNDlXQlkmd2lkZ2V0TmFtZT1zcF9hdGYmYWN0aW9uPWNsaWNrUmVkaXJlY3QmZG9Ob3RMb2dDbGljaz10cnVl]*) den Zopf an den Trägern der Sportbekleidung fixieren.

Ich hoffe, du findest eine geeignete Lösung für dich und kannst dir deine Haarpracht erhalten (oder nur ein klein wenig kürzen ;).

Was machst du denn für einen Sport, wenn man fragen darf?

LG,
Ginger

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BeitragVerfasst: 20.09.2020, 09:19 
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Sehr schön... ich merke gerade, dass die Verlinkung überhaupt nicht funktioniert hat :(

Deswegen: Für die Stecktechnik einfach in Youtube Lazy Wrap Bun von Haartraum suchen ...ich probiers nochmal : https://www.youtube.com/watch?v=nvKbxNBHjOI


Und weil der untere Absatz unleserlich ist, hier nochmal ohne die Verlinkungen:
Zweite Idee von mir: Den Zopf an mehreren Stellen am Sport-BH oder an der Sportkleidung (im Idealfall ein enges Tank-Top für den Halt) befestigen. z.B. mit Haarkrebsen, Patentspangen, diese Verschlussclipse, die man aus der Küche kennt (auf google einfach "Verschlussclips für Beutel" suchen) oder schlichtweg mit Klettverschlüssen für Kabel (einfach auf google nach "Klettverschluss für Kabel" suchen). Damit würde ich den Zopf an den Trägern der Sportbekleidung fixieren, ggf. auch mehrmals.

LG

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BeitragVerfasst: 20.09.2020, 10:05 
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Die «einfach Haare am Tanktop festklippen» Lösung klingt bisher noch am machbarsten - ich schau mal, was ich für Training heute in der Küche finde.

Und den Lazy Wrap Bun würde ich wirklich, wirklich gerne hinkriegen - ich liebe, wie schnell der geht, wenn mal eben die Haare für ***zensiert*** oder Kochen aus dem Weg müssen. Aber irgendetwas verdussele ich dabei; entweder ich kriege Kopfschmerzen, oder es fällt auseinander (und dann zünde ich fast meine Haare an), beides in unter 20 min. Vielleicht auch, weil ich unsicher bin, was die Kopfschmerzen und Instabilität je auslöst. Zu versuchen, die Schlaufe einfach immer größer zu machen und das Herumgewickelte immer lockerer, raubt mir die Stabilität. Aber vielleicht steche ich den Stab auch einfach falsch, und der ziept? Oder es ist doch das Gewicht hinten, und da lässr sich mit Technik nichts machen? Ich kriege die Kopfschmerzen da nicht eingeordnet. So ordentlich wie bei Nissa hat das bei mir noch nie ausgesehen, und dem Zeigefinger folge ich beim Stechen glaube ich auch nicht, vielleicht nehme ich da die falschen Haare auf.

Würde so eine doppelte Gabel das wesentlich stabiler machen, als ein chinesisches Stäbchen? Ich habe so eine Klammer aus einem Stäbchen und so einem biegsamen Gegenteil, aber damit scheine ich früher Kopfweh zu kriegen als mit der Stäbchenvariante. Es scheint auch etwas stabiler, aber wenn es dann auseinanderfällt, ist danach diese Klammer (die hat so einen Deko-Musikschlüssel, der anscheinend am liebsten Haare frisst) in meinem Haar festgebissen.

Ich komme mir total inkompetent vor, es ist mir ein Rätsel, dass meine Haare noch da sind und nicht längst versehentlich abgefackelt oder zerstochen. o.O


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BeitragVerfasst: 20.09.2020, 10:48 
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Hallo Nicht_Rapunzel,

beim Lazy Wrap Bun ist es m.E. wichtig, dass du die Haare im Strang nicht einfach wickelst und den Haarstab reinsteckst, sondern der Haarstrang nach jeder gelegten Runde mit den Fingern grob durchgekämmt wird, damit die Haare in Innen- und Außenbahn der Schlaufe gleichermaßen straff im Dutt liegen. Besser und gleichmäßiger schaut es allemal aus. :) Das ist wie beim Marschieren um die Ecke. Dann müssen die Soldaten in der Innenbahn kleinere Schritte machen als die in der Außenbahn, damit die Marschordnung der Kompanie gewahrt wird. Dann wird es auch kein unangenehmes Ziehen geben. Und besser den Dutt weiter unten machen als zu weit oben am Kopf; am besten so im unteren Drittel, um das Gewicht am besten zu verteilen. Ansonsten zieht der Dutt nur an den oberen Haaren und die unteren haben viel weniger zu halten. Ist beim Pferdeschwanz genau dasselbe. Es ist wirklich eine Gratwanderung, dass der Dutt genauso fest wird, dass der Haarschmuck gut hält und es trotzdem nicht ziept. Je nach Dicke und Form des Haarschmucks muss man da variieren.

Und, ja, bei deiner Haarmenge und -länge machen sich "Doppelte Gabeln", also Forken, besser als Stäbe. Es gibt auch Forken mit drei bis fünf Zinken, die sind noch stabiler und verteilen das Gewicht der Haare noch besser. Ich kenne jetzt nicht deinen Zopfumfang (Pferdeschwanzumfang dort, wo der Haargummi sitzt), aber unter 13/14 cm Nutzlänge der Zinken einer Forke geht da vermutlich nichts mehr bzw. wäre zu kurz für dich. Auch sollten die Zinken genügend dick sein, (8-10 mm), ansonsten biegen deine Haare sie einfach weg bzw. die Forke kann brechen, vor allem, wenn die Zinken nicht parallel liegen, sondern stark geschwungen sind. Das sieht zwar schick aus, ist aber bei sehr langen Haaren eher hinderlich beim Einstechen und Halten. In der Rubrik "Handwerkszeug und Haarschmuck" wirst du genügend Anbieter finden.

U-Pins oder Bobbypins: U-Pins halten super, wenn es bereits einen fixierten Knoten, französischen Zopf oder Pferdeschwanz gibt, wo die Resthaare mit den U-Pins dran befestigt werden können. Für so eine Timoschenko-Zopfkrone, wo der einfache/englische Zopf einfach nur um den Kopf gelegt und festgepinnt wird, sind Bobby-Pins besser, weil sie, wie du bereits richtig angemerkt hast, den sicher schweren und dicken Zopf an den offenen Haaren festtackern müssen und das geht nur, wenn beide Seiten der Klemme dicht beieinanderliegen - wie eben bei einer Bobby-Pin, während so eine U-Pin ja eher eine Mini-Forke ist, wo die Beine einfach zu weit auseinander sind.

Was die Holländische Zopfkrone angeht, so finde ich das vollständige holländische Flechten um den Kopf herum auch schwierig. Deswegen mache ich meist eine Hybridversion von einfacher Zopfkrone (à la Julia Timoschenko) und Holländischer Zopfkrone. Ich teile die Haare in Vorder- und Hinterpartie, indem ich einen Querscheitel von einem Ohr zum anderen ziehe. Dann fange ich am unteren Hinterkopf an, mit den hinteren Haaren einen normalen Zopf zu flechten (möglichst so herumlegen, dass man später holländisch weiterflechten kann), lege ihn nach oben ans eine Ohr und dann nehme ich einzelne Strähnen von der abgeteilten Vorderpartie dazu, so dass am gesamten Vorderkopf holländisch geflochten wird bis hinunter zum anderen Ohr. Gut ist, wenn man den Querscheitel später nicht mehr sieht.

Das wird sehr stabil und ich kann das Geflechte im Spiegel sehen, wie ich es mache und muss nicht weiter hinten am Kopf umgreifen. Sind alle Vorderhaarpartien eingearbeitet, wird weiter englisch geflochten. Diese Version hat außerdem den Vorteil, dass der Zopf dann gleichmäßiger dick wird, am dicksten eben am Vorderkopf, wo man auch das meiste sehen soll. Mache ich hingegen einen normalen Engländer und lege ihn um den Kopf, dann wird der Zopf an einer Seite dünner, was ich nicht so schön finde. Den Rest lege ich dann von außen/vorne um den ersten Zopf herum, da komme ich mit dieser Hybrid-Methode auf ganze zwei Runden. :)

Ich hoffe, das hilft dir etwas weiter. Ja, die Terminologie hier ist deshalb so exotisch, weil sich eben viele Leute nicht damit beschäftigen. Du siehst ja, wie die meisten Leute mit langen Haaren draußen herumlaufen. Also musste alles neu erfunden werden, mit Ausnahme der Frisuren, die es aus der Vorzeit hierher geschafft haben. Es handelt sich im Prinzip um verschüttetes Zivilisationswissen, was wir hier wahren und mehren.

Dir und allen anderen noch ein schönes Restwochenende! :)

LG
Fornarina

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BeitragVerfasst: 20.09.2020, 11:16 
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Zur Gewichtverteilung schau auch mal hier: Tri Coil Bun. Bei dieser Frisur wird das Gewicht auf mehrere Punkte am Kopf verteilt - das ist eine beliebte Frisur auch unter Leuten mit knie- bis bodenlangen Haaren.

Vielleicht schaust du mal nach einer zweizinkigen (zwei Beine) Haarforke aus Acryl (wasserfest und sehr robust), Holz oder Metall, am besten mit so 14-15 cm Nutzlänge (was am Ende im Haar steckt - steht in der Regel dabei) und ca. 16-17 cm Gesamtlänge. Das dürfte für dich gut passen, da deine Haare etwas länger und der Beschreibung nach auch etwas dicker sind als meine.

Falls Du doch erst mal einen Stab nimmst, sollte der vorne spitz und glatt sein, damit er sich wirklich gut stecken lässt, besser hält und nicht so ziept. Die Frisuren damit sind Übungssache, manche muss man einfach 20 mal probieren, bis sie angenehm und stabil sitzen.

Mit einer Forke (oder Stab) könntest du dann - wie ich das zum Sport am liebsten mache - einen Flechtdutt machen. Das verteilt das Gewicht besser als nur ein Flechtzopf oder ein "Knödeldutt". Den Flechtdutt kannst du z.B. machen, indem du einen normalen Flechtzopf ein mal in einem kleinen Kreis um seine eigene Basis legst und diesen Kringel dann mit der Forke feststeckst. Also an einer Seite von oben hinein, unter der Mitte am Kopf entlang durch und dann auf der anderen Seite wieder nach oben. Wenn das Ganze von allein hält, dann den restlichen Zopf weiter im Kreis "hinten" um die Forke und den "Kringel" herumlegen. Das letzte Stück ein bisschen unter die vorigen Windungen legen, damit es hält. Muss dann gar nicht unbedingt mit einer Nadel befestigt werden. Das Selbe kann man auch mitten oben auf dem Kopf machen - sieht dann zwar etwas lustig aus, aber dafür ist es total praktisch und angenehm. Man muss ein bisschen üben, aber wenn man mal den Dreh und die richtige Festigkeit raus hat, sollte die Frisur bequem und haltbar sein.

Zum Abteilen beim Flechten - ja, wenn das bei einem normalen Flechtzopf ein großes Problem ist, sind die Spitzen wohl wirklich schon recht strapaziert und brauchen vermutlich einen Schnitt.
Auch dass das Kämmen bei dir so lange dauert, deutet darauf hin. Mit einer passenden Frisur sollte das schon besser gehen, weil sie gar nicht erst so zerfleddern. Fürs Kämmen gibt es außerdem auch viele hilfreiche Techniken (immer unten bei den Spitzen anfangen!) und verschiedene Bürsten/Kämme, mit denen es für sehr lange und dicke Haare besonders gut geht.

Edit: Deine Haarpflege klingt ja auf den ersten Blick gar nicht mal schlecht. Vielleicht kann man aber auch daran noch ein bisschen drehen, zum Beispiel die alleruntersten Spitzen noch ein bisschen mehr verwöhnen oder probieren, nach dem Shampoo eine sogenannte "saure Rinse" (einfach mal in die Suchfunktion eingeben) über die Haare zu schütten. Beim Waschen ist es auch ganz ganz wichtig, die Haare vorher gut zu kämmen, bei der Wäsche und Trocknen nicht zu sehr durchzurubbeln und wenn möglich danach auch erst wieder zu kämmen, wenn sie trocken sind.

Ja, das Forum erschlägt einen am Anfang, ist aber auch eine Schatzgrube und ich bin sicher, dass du mit den ein oder anderen Tips deine Haare noch mehr liebst ;)

Und noch ein Edit: Such mal hier oder im Netz nach "Zopfschoner"! Also ein Schlauch aus Seide oder anderem Stoff, in den man den Zopf steckt. Einige Langhaars lieben den für nachts zum Schlafen oder zum Sport, damit der Flechtzopf nicht so zerfusselt und die Haare nicht so viel Reibung abbekommen.

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Yetifaktor 75 bei SSS 135,5 cm (Jan. '20)
*Rafunzels Haartagebuch*
Bild 2a Cii (ZU 8,5) Seifenwäscher


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BeitragVerfasst: 20.09.2020, 12:14 
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Ja, ich glaube auch, dass die Zopf-Fixiermethode funktionieren kann. Ich denke, dass dafür die Klettverschluss-Kabelbinder am besten funzen... v.a. kann man die auch direkt durch das Zopfgeflecht fädeln, sodass der Zopf nicht "absacken" kann.

Ich denke, dass ein Dutt bei schwerem Haar nicht unbedingt nackenschonend ist, aber ich denke, wenn, dann gibt eine mehrzinkige Forke sicher mehr Stabilität.

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