Intro In welcher vermaledeiten Schublade hab ich das Seifenrezept abgeworfen? Die ist doch so gut geworden und ich weiß nicht mehr was ich da rein getan habe.
Was für Kräuter waren in meiner letzten Rinse drin, dass die Haare so schön weich waren? Oder lag es an der Prewashkur? Aber was hatte ich mir bitteschön vor der Wäsche in die Haare geschmiert?
Hatte ich das Shampoo nicht schon mal und damals auch schon festgestellt, daß meine Kopfhaut es hasst?
Wie war eigentlich die Wäsche mit Natron vor einem halben Jahr? Musste ich da viel pflegen hinterher? Hatte ich Schuppen?
Die Liste könnte ich endlos fortsetzen!
Ständig suche ich Dinge und unterliege gleichzeitig dem permanenten Zwang alles auszuprobieren, was das Forum hergibt. Zwischendrin lande ich Volltreffer in Sachen Haarpflege, kann mir aber einfach nicht merken wie ich das supertolle Ergebnis hinbekommen habe.
Offizielles Bekenntnis Mein Name ist emma-lieselotte.
Mein Gedächtnis ist ein Bermudadreieck und ich habe die Aufmerksamkeitspanne einer Maus.
Das muss sich ändern! Jetzt sofort und mit diesem Projekt!
Wo soll die Reise hingehenWenn möglich zum 2. Goldenen Schnitt, der bei mir bei ca. 121cm nach
SSS liegt. Oder doch länger? Oder lieber kürzer?
Mit Fairys oder ohne?
Schnittfrei bleiben und nur den Spliss bekämpfen oder doch lieber die Altlasten bei erreichen von optischer Taille raustrimmen? Radikalschnitt mit ca. 20 cm? Neee, das wirklich nicht! Den Punkt kann ich streichen.
Damit kommen wir zu
Bekenntnis Nummer 2Ich kann mich nicht entscheiden!
Wasche ich mit Kräutern? Oder Seife? Doch Shampoo? Nein, Natron war doch toll, oder nicht?
Muss ich mich überhaupt entscheiden?
Wahrscheinlich nicht unbedingt, wenn ich es endlich schaffe planvoller herumzuwurschteln. Dann finden sich sicher mehrere Methoden, die gute Ergebnisse liefern und ich kann zwischen denen lustig wechseln. Der Typ für "immer das gleiche" bin ich nicht.
Im Moment weiß ich nur eins ganz sicher : die Haare sind noch VIEL zu kurz! Dabei hatte ich noch nie so lange Haare wie jetzt. Ich liebe es, wenn ich spüre, wie sie mich am Ellbogen kitzeln.
Fazit "Haddu Kopf wie Sieb, muddu aufschreiben!"
Das Internet kann ich nicht verlieren oder verlegen. Deshalb dieses Projekt, weil auch Zettel und Notizbücher in meinem privaten Bermudadreieck verschwinden (und dort wahrscheinlich auf einem Haufen einzelner Socken wilde Partys feiern).
HaargeschichteDas übliche!
Kindheit :
Ich hatte eigentlich immer (bis auf 2 Ausrutscher) "lange" Haare. Allerdings nie länger als BSL. Geschnitten hat immer meine Mutter.
Pflege? Keine! Shampoo und fertig.
Die Haare wurden über die Rundbürste geföhnt, damit sich die Spitzen schön nach innen legen.
Ich habe mich zwar immer gewundert, warum meine Haare nicht so schön glatt und glänzend waren wie bei den anderen, aber als Kind hat man ja andere Prioritäten (auf Bäume klettern, mit dem Bruder prügeln und ihm die Matchboxautos klauen...)
Das Jahr 1990: Ich war am Beginn der Pubertät und die Läden plötzlich voller "Westprodukte"!
Da viel mir doch eine bunte Flasche mit Schaumfestiger in die Hände.
Gekauft, nach der Haarwäsche in die nassen Haare geknetet, lufttrocknen lassen und HOPPLA! Ich habe ja LOCKEN! Richtige Korkenzieher! Wo kommen die denn her? Hatte ich die schon immer?
Meine Mutter war begeistert und kramte ein altes Fotoalbum raus. Da war ich. Süße 2 Jahre alt, mit wilden Kringeln auf dem Kopf, die von der Sonne herrliche blonde Spitzen hatten.
Die nächsten Wochen wurde ich ständig gefragt, ob ich mir eine Dauerwelle habe machen lassen. Mitnichten! Ich bin ein Naturpudel!
Wie ging es weiter? Ich sage nur
Pubertät! Insbesondere die Farbpalette ging es rauf und runter. Einmal habe ich sogar zu Hause selbst blondiert, weil die gute Stempelfarbe in blau (Direktzieher kannte ich noch nicht) ja sonst auf meiner relativ dunklen Ausgangshaarfarbe nicht gehalten hätte. Ergebnis: Ansatz platinblond, Längen möhrenorange. Mit der Stempelfarbe wurde es trotzdem ein herrliches Tintenblau, dass sich nur leider über schimmeltürkis auswusch. Stempelfarbe war, von meiner Mutter aus, dann leider verboten, weil die Badewanne die selbe Farbe wie meine Haare hatte.
Das Blau der Haare fand sie allerdings toll!
Ja, sie war nicht leicht zu schocken (außer als ich mit frisch blondierten Haaren aus dem Bad kam. Da bekam sie einen mittelschweren Lachkrampf und ich war tödlich beleidigt)!
Sie hat mich sogar ganz stolz vor anderen verteidigt, als ich sie mal von der Arbeit abgeholt habe. Haare lila zu der Zeit und ein völlig abgerissenes Punkeroutfit. O-Ton der Kollegin ganz ungläubig : "... und DAS ist ihre Tochter?" Meine Mutter: "Ja, DAS ist meine Tochter!" nimmt mich in den Arm und geht erhobenen Hauptes mit mir in die Innenstadt zum shoppen.
Die letzten JahreEs wurde ruhiger. Gefärbt habe ich quasi immer. Chemiefarbe! Dunkelbraun, Schwarzbraun, Blauschwarz.
Meine Naturhaarfarbe mochte ich nicht, weil das irgendwie immer so ein komisches graubraun, mausbraun war.
Anfang 30 kamen die ersten Silberlinge dazu und die mussten weg! Teilweise durch ausreißen!
Ich stieg dann irgendwann auf Henna um und habe das auch einige Jahre durchgezogen. Das Prozedere mochte ich eigentlich ganz gern und den Geruch erst recht.
Pflege? Immernoch Fehlanzeige und das meistverwendete Produkt war weiterhin mein geliebter Schaumfestiger. Eine Flasche hielt vielleicht 4 Haarwäschen, dann war sie leer.
Irgendwann viel mir auf, dass die Haare voller Spliss waren und das Henna meine Haare immer dunkler machte.
Auf der Suche nach einem neuen Hennarezept und mehr Pflege bin ich irgendwie hier gelandet. Zu dem Zeitpunkt waren die Haare frisch geschnitten etwas länger als APL. Das Kaputte musste ja schließlich reduziert werden. Friseurbesuche kann ich in meinem ganzen Leben an einer Hand abzählen und die sind alle in einer Katastrophe geendet, weil die nicht mit meinen Locken zurecht kamen.
Deshalb hat mir quasi immer meine Mutter die Haare geschnitten.
HeuteIch bin kurz vor optischer Taille. Langgezogen ist sie erreicht mit 82cm nach
SSS.
Die Silberlinge dürfen bleiben und sich vermehren. Die NHF ist auf Kinnhöhe und passt deutlich besser zu meiner Haut- und Augefarbe. Ich versuche noch herauszufinden, wie ich sie nennen kann, weil mausbraun nicht schön klingt.
Es ist irgendwas aschiges. Das erste weathering zeigt sich seit diesem Sommer (ich habe es im Urlaub an der Ostsee auch ein bisschen forciert mit Salzwasser und Zitronenrinse).
Im Gegenlicht sehe ich einen leichten Gelbstich (?) ohne Rotanteil. Auf Fotos bekomme ich das aber partout nicht eingefangen. Deshalb kann ich auch meine NHF nicht im entsprechenden Thema definieren lassen.
Am sonsten gibt es obiges Pflegewirrwar und die Haare sind deutlich besser in Optik und Haptik.
Auch wenn es noch oft Tage mit Frizzalarm gibt und in den unteren 25 cm der Altlastenspliss noch fröhlich winkt.
Ich habe viele Hochsteckfrisuren bei euch gelernt und auch schon ein bisschen Haarschmuck (noch ohne Suchtpotential) angesammelt. In letzter Zeit genieße ich aber auch wieder die offenen Haare. Wenn sie nerven oder mir zu warm wird packe ich sie einfach weg. Irgendein Haarstab fliegt immer in meiner Handtasche herum.
Achso, wie geht's dem Schaumfestiger?
Auch der ist im Bermudadreieck gelandet und darf dort gerne bleiben. Der Entzug war echt hart und ich musste wirklich erst lernen ohne die extreme Lockendefinition zu leben.
Die Zeiten der Betonlocken sind aber endgültig vorbei und ich habe mich so an das weiche Anfassgefühl gewöhnt, dass ich bei allen Alternativprodukten (Leinsamengel, Aloe vera etc.) mit dem verkleben nicht mehr zurecht komme.
Nachtrag zum Thema Schusseligkeit:
Während ich diesen Monsterbeitrag mühsam am Handy getippt habe, lief die Osmoseanlage lustig vor sich hin. Ratet mal, wie meine Küche jetzt aussieht! Der Kanister ist auf jeden Fall voll!!!
Ich gehe dann mal GROSSE Handtücher und den Bodenabzieher suchen.
Bloß gut, daß ich PVC-belag in der Wohnung habe und kein Laminat oder gar Teppiche!
Keine Angst, Fotos kommen noch in den nächsten Tagen. Ich habe nur jetzt keine Lust mehr und fahre an den See weil es sooo waaarm ist.
Vorher schalte ich noch die Osmoseanlage aus. Der 2. Kanister ist auch fast voll
StartbilderDas erste ist von März 2017 und so ziemlich genau mein Start ins LHN. Das zweite fast auf den Tag genau ein Jahr später (März 2018)


Ganz aktuell von heute (26.08.2018)
