Langhaarnetzwerk

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BeitragVerfasst: 29.03.2021, 15:41 
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Jetzt ist es auch bei mir soweit - nachdem ich wieder zur Seifenwäsche übergegangen bin und Seife bestellen auf Dauer doch ins Geld geht, habe ich über die letzten Wochen Equipment fürs selber sieden besorgt. Nach Ostern habe ich Urlaub und möchte dann ganz in Ruhe meinen ersten Versuch wagen. :)

Ich habe mich schon durch diesen Thread und sämtliche YT-Tutorials geforstet und habe nun noch eine (möglicherweise doofe) Frage zur Reinigung der verwendeten Behälter: Wie reinige ich am besten das Gefäß, in dem ich das Natron abgewogen habe, bzw. die Natronlauge angemischt habe? Kann ich die Behältnisse ganz normal in der Spüle reinigen, bzw. in der Spülmaschine?

Ich will möglichst vermeiden, dass es bei der Reinigung wegen irgendwelcher Unachtsamkeiten zu Pannen kommt und wollte fragen wie ihr die Reinigung so handhabt. :)

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BeitragVerfasst: 29.03.2021, 16:58 
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Liebe Gwent, wie cool, dass du unter die Siederinnen gehst! Ich wünsche dir ganz viel Spaß bei deiner ersten Seife. Ganz viel Ruhe ist schon mal die halbe Anzahlung für einen gelungenen ersten Versuch :gut:

Bezüglich der Reinigung: Ja das kannst du in der Spüle machen (da ich keine Spülmaschine habe, kann ich dir hierzu keine Info geben). Wichtig ist, dass du deine Gummihandschuhe anlässt auch für das Spülen. Ich persönlich mache es so, dass ich die Behälter, die direkt mit NaOH in Berührung kommen, sofort nach Verwendung mehrmals mit Wasser ausspüle und sie dann nach dem sieden noch einmal gründlich mit Spülmittel wasche. Vermutlich ist es dir bereits bewusst, aber diese Behälter sollten anschließend nur noch für das sieden benutzt werden!

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BeitragVerfasst: 29.03.2021, 21:52 
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Behälter die mit NaOH oder Lauge in Kontakt waren, zunächst mit viel Wasser ausspülen (Handschuhe angehalten). Behälter und Geräte an denen Seifenleim klebt, am besten einen halben Tag stehen lassen, der Verseifungsprozess sorgt dafür, dass sich der Schmieder besser abwaschen lässt. Das geht gut von Hand oder in der Spülmaschine. Nur Gefäße in denen ich PÖs oder ÄÖs gemischt habe dürfen nicht in die Spüli, weil sonst alle Kunststoffteile die sonst noch drin waren den Geruch/Geschmack annehmen :wuerg:

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BeitragVerfasst: 31.03.2021, 10:10 
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Ich stelle mein Laugenbehälter immer in die Spüle und lasse wasser reinlaufen, kipp das dann weg und die nächste Fuhre Wasser bleibt dann drin solange wie ich siede. Meine Sachen wo Seifenleim dran waren hab ich immer etwas stehen lassen, da meine Küche aber doch recht winzig ist mach ich das nicht mehr. Ich koche Wasser auf und kipp das in die Behälter. Nachdem das Wasser so weit abgekühlt ist, dass ich mir die Pfoten trotz handschuh nicht verbrühe spül ich sie mit Seife aus :) Geht sehr leicht, da das heiße Wasser hilft das Fett zu lösen und die Seife macht dann den Rest ^^ (klappt aber auch mit Spüli)

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BeitragVerfasst: 01.04.2021, 08:43 
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Gerade ewig den Thread gesucht, weil 1. April und so. :lol:

Vielen Dank für eure Tipps zur Reinigung. Damit habe ich mich beim Saubermachen sicherer gefühlt. :)

Ich habe heute meinen ersten Versuch hinter mich gebracht und ich denke es lief ganz gut fürs erste Mal. Die Seifen ruhen jetzt in der Form vor sich hin und sind in 3 Tagen, wenn ich mal einen Blick reinwerfe, hoffentlich fest. Am schwersten an der ganzen Sache fand ich tatsächlich das genaue Abwiegen der Zutaten. Mensch, hab ich geschwitzt bei dem Versuch das NaOH punktgenau auf die Nachkommastellen abzuwiegen. Fürs nächste Mal werde ich definitiv eine größere Fettmenge verseifen (diesmal habe ich mit einer GFM von 300g gearbeitet, was definitiv etwas wenig war). Eventuell muss auch noch eine bessere Waage her - die Feinwaage, die ich mich extra bestellt habe fürs Seifen kam mir ungenau vor und ist plötzlich willkürlich auf andere Zahlen gesprungen.

Außerdem ist das NaOH (von behawe) beim Einschütten ins Wasser ziemlich hartnäckig am Rand des Plastikgefäßes geklebt, obwohl dieses vollkommen trocken und sauber war. Ich habe nicht damit gerechnet, dass das NaOH dermaßen feinkörnig ist, da ich es in Videos grobkörniger gesehen habe.

Beim Pürieren konnte ich dann wieder etwas aufatmen weil der SL nach ein paar Minuten pürieren tatsächlich sehr schön Pudding-mäßig geworden ist und beim Einfüllen eine schöne Konsistenz hatte.

Wenn tatsächlich alles geklappt hat, folgen in ein paar Tagen Bilder und Rezept. [-o<

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BeitragVerfasst: 05.04.2021, 07:21 
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@Gwent: Glückwunsch zur ersten Seife. Vorsicht Suchtgefahr :mrgreen:

Die NaOH-Kügelchen hole ich immer mit einem Löffel aus dem Behälter, dann kann es nicht passieren dass plötzlich zu viel rauskommt oder Kügelchen durch die Gegend springen.

Mit den Nachkommastellen beim Wiegen brauchst du dir eigentlich keinen allzu großen Stress machen. An sich sollte es bei einer normalen, überfetteten Seife reichen, wenn man Öle/Fette und NaOH aufs volle Gramm genau abwiegt - ob die Seife jetzt 10% oder 10,1% überfettet ist, wird man eh nicht merken. Eine Feinwaage ist schon gut, damit überhaupt von der Waage registriert wird, wenn man noch mal eine kleine Portion von irgendwas nachschüttet - Küchenwaagen reagieren ja oft bei Mengen unter 3 Gramm nicht zuverlässig. Wenn die Grammstellen natürlich wild hin- und herspringen, ist das blöd, dann würd ich auch ne andere Waage nehmen.

Geräte und Gefäße, in/an denen Lauge oder frischer Leim war, spüle ich auch immer erst mal großzügig mit Wasser ab und stelle sie später in die Spülmaschine bzw weiche alles, wo noch Öl/Leim dranhängt, in Spüliwasser ein. Wenn das alles ordentlich verdünnt ist, ist es auch nicht mehr gefährlich - wir tun ja nichts in die Seife, was in Kleinstmengen schon hochgiftig wäre, das Problem ist ja nur die starke Konzentration der Lauge.

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Yetifaktor 76 bei SSS 137 cm (März. '21)
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BeitragVerfasst: 05.04.2021, 10:06 
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Danke für die Tipps, Rafunzel. Das mit dem Löffel macht natürlich total Sinn, das werde ich das nächste Mal auch so handhaben. Obwohl meine erste Seife noch nicht so gut gelungen ist, merke ich jetzt schon das Suchtpotenzial und kann es kaum erwarten, nochmal zu sieden. :D

Für meine erste Seife habe ich folgendes Rezept (berechnet mit Kathrins Seifenrechner) verwendet:

99g Wasser
120g Olivenöl (40%)
90g Kokosöl (30%)
60g Rapsöl (20%)
30g Hanföl (10%)

+ 39.83 g NaOH für eine ÜF von 10%

Die Seife war nach 3 Tagen Ruhen in der Form noch sehr weich und ich habe sie leider nur unter eher matschigen Verhältnissen aus den Einzelformen gebracht. :oops: Dementsprechend undefiniert sehen nun die Blumen-Muster aus:



Nach einem Tag im Keller sind die Seifen allerdings schon um einiges fester als gestern also habe ich doch noch ein kleines Fünkchen Hoffnung, dass es nicht komplett für die Katz war. Seifen mit einem hohen Anteil an Olivenöl sind ja auch gerne mal etwas weicher, wenn ich das richtig verstanden habe. Ich werde das nächste Rezept allerdings vielleicht doch um ein festes Fett erweitern, bzw. eventuell das Hanföl durch ein festes Fett ersetzen.

Naja, es ist noch kein Seifenmeister vom Himmel gefallen, also muss ich wohl noch weiterüben. :lol:

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BeitragVerfasst: 05.04.2021, 10:09 
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Wenn Seife gar nicht fest werden will, um sie aus der Form zu holen, einfach ins Gefrierfach stellen und dann rausholen :)

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BeitragVerfasst: 05.04.2021, 11:53 
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Wenn Du Seifen mit hohem Olivenölanteil machen möchtest, reichen oft 5 - 10 % der Gfm an Kakaobutter oder Sojawachs um eine festere Seife zu bekommen. Alternativ könntest Du auch im Wasser bevor das NaOH zugibst, 2 TL Salz pro 500 g Gfm auflösen. Das gibt der Seife auch etwas Härte ohne die Wascheigenschaften großartig zu verändern.

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BeitragVerfasst: 06.04.2021, 19:48 
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Ich würde eher das Rapsöl verdächtigen und auch weglassen, und bei nur flüssigen Ölen das wasser reduzieren :)
olivenöl ist ölsäurereich, das macht mit der reife eine harte seife, aber rapsöl ist nicht besonders stabil (also ranzanfälliger) und macht weiche seifen, das ist in kombi mit dem schnellranzer hanf nicht optimal.

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