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 Betreff des Beitrags: ätherische Öle/Aromatherapie
BeitragVerfasst: 05.01.2008, 15:16 
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Nach regem Interesse fang ich mal an, mein angelesenes Wissen über ätherische Öle zusammenzufassen :wink:

Quelle: Mein gesamtes Wissen verdanke ich dem Buch Erich Keller: Aroma-Therapie
Ich möcht hier nicht auf alle Einzelheiten eingehen, das würde wohl zu weit führen. Ich möcht hier lediglich verschiedene Öle und deren Wirkung kurz beschreiben, sowie versch. Möglichkeiten und Rezepte zur äußeren Anwendung vorstellen. Wer sich genauer dafür interessiert, dem kann ich nur das Buch empfehlen.

Da das Thema sehr umfangreich ist, werd ich mehrere Tage/Wochen brauchen. An dieser Stelle werd ich dann versuchen, ein Inhaltsverzeichnis zu erstellen :wink:

Es ist nicht ganz einfach, ein so umfangreiches Thema kurz und für alle verständlich zusammenzufassen. Wenn ihr etwas nicht versteht, weil ich es evtl. aus dem Zusammenhang gerissen hab oder wenn ihr auch zwischendurch Fragen habt, immer her damit. Ich werd versuchen alles zu beantworten :wink: Oder vielleicht findet sich ja auch noch jemand, der/die sich schon seit längerer Zeit damit beschäftigt.

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Zuletzt geändert von Euryale am 08.05.2014, 07:54, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 05.01.2008, 16:04 
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Allgemein:

Nein, ich werd jetzt nicht im Detail darauf eingehen, wie unser Körper funktioniert und warum wir riechen und Düfte aufnehmen.

Ihr kennt das sicher alle, dass ein bestimmter Duft (Essen, Weihnachtsplätzchen, Glühwein etc.) sofort eine Erinnerung und damit verbundene Gefühle wachruft. Genauso können natürlich unangenehme Düfte (modrig, verdorben etc.) unangenehme Gefühle erwecken.
Das ist schonmal der erste und einfachste Grundsatz der Aromatherapie: Ihr werdet euch nur wohlfühlen, wenn ihr den eingesetzten Duft auch wirklich mögt und dadurch positive Gefühle geweckt werden. Es hilft nichts, wenn ihr z.B. mit einem zitronigen Duft, der eigentlich stimmungserhellend und belebent wirkt, die Erinnerung an eure kürzlich verstorbene Oma verbindet. Das müsst ihr jeder für sich herausfinden.

Ausserdem solltet ihr einen Duft nicht ständig und in hoher Konzetration anwenden, da die positive Wirkung dann umschlagen und sogar krank machen kann (Konzentrationsmangel, Desorientierung, Gleichgewichtsstörungen, Ãœbelkeit, Kopfschmerzen).
Das Selbe kann passieren, wenn der Umgang mit Aromen übertrieben wird, z.B. in jedem Raum eine Duftlampe mit verschiedenen Düften.
Wenn ihr einem Duft einige Zeit ausgesetzt seid, werdet ihr ihn irgendwann nicht mehr wahrnehmen. Das kennt ihr sicherlich von eurem Parfüm, einem speziellen Geruch am Arbeitsplatz oder in der Wohnung etc. Doch auch wenn ihr den Duft eines ätherischen Öls nicht mehr bewusst wahrnehmt, heißt das nicht, dass er keine Wirkung mehr auf euer Gemüt hat. Die Wirkstoffe des Öles werden trotzdem noch von eurem Körper aufgenommen und verarbeitet. Wenn ihr mal kurz den Raum verlasst und nach draußen geht, werdet ihr wenn ihr zurückkommt auf den Duft wieder wahrnehmen.

Ätherische Öle wirken
- durch die Duftwahrnehmung mit ihren vielfältigen Einflüssen auf das Hormonsystem, das Nervensystem, das Gehirn und die Gefühle.
- durch Aufnahme der Öle via Haut, Lunge oder Magen mit ihren speziellen biochemischen Wirkungen der Inhaltsstoffe auf den gesamten Organismus
- durch feinstoffliche Wirkungen auf das Unterbewusstsein und die Psyche

Ich möchte an dieser Stelle nochmal sagen, dass ich keine Ausbildung zur Aromatherapeutin habe. Daher rate ich allen Laien davon ab, physische und psychische Erkrankungen selbst zu diagnosieren und zu behandeln. Dafür gibt es Spezialisten!
Ausserdem möchte ich davor warnen, ätherische Öle ohne fundiertes Wissen bei Kindern, in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Allergien, Diabetes, Epilepsie, Krebs- oder Lebererkrankungen anzuwenden.
Das heißt jetzt nicht, dass diese Risikogruppen überhaupt keine ätherischen Öle anwenden dürfen. Es gibt jedoch einzelne Öle, die z.B. zu ungewolltem Schwangerschaftsabbruch, epileptischen Anfällen usw. führen können. Ätherische Öle sind z.T. ebenso als Drogen einzustufen wie z.B. Alkohol, Tabak etc.
In verdünnter Form können bestimmte Öle jedoch auch hier unterstützen und helfen.



Ätherische Öle werden in unterschiedlichen Anwendungsbereichen verwendet: Massagen, Bäder, Raumbeduftung, Körperpflege, Haushalt. Wie bereits erwähnt möchte ich nicht auf die medizinischen Bereiche eingehen. Doch in geringer Konzetration können wir uns mit den Düften wohler und ausgeglichener fühlen oder unserer Haut und Haaren etwas Gutes tun. Ausschließlich darum soll es in diesem Thema gehen!

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Zuletzt geändert von Chrisi am 05.01.2008, 17:01, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 05.01.2008, 16:48 
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Dosierung/Basisrezepte:

Die Angaben sind aus o.g. Buch und ich hab noch nicht alle ausprobiert. Die für euch passende Dosierung müsst ihr je nach Öl und Nase selbst rausfinden, lieber mit weniger anfangen und nachdosieren.
Für die Mischung ätherischer Öle wird empfohlen, höchstens 3-5 verschiedene Öle zu Mischen.
Viel Spaß :wink:

Duftlampe: Je nach Raumgröße 4-10 Tropfen

Trocken-Inhalation: 2-3 Tropfen auf ein Taschentuch, hat man immer dabei und kann bei Bedarf daran riechen

Nasenspray/-öl: 10 ml Haselnussöl + 4 Tropfen ätherisches Öl

Aromabad: 6-10 Tropfen, bei Kleinkindern reichen 1-2 Tropfen, als Emulgatoren eignen sich Honig, Sahne, Milch, Meersalz oder Flüssigseife. Nicht zu heiß und ca. 20 Minuten baden

Gesichtsdampfbad: 2 L Wasser + 6-8 Tropfen ätherische Öle

Gesichtskompresse: 2 L Wasser + 4 Tropfen ätherische Öle

Gesichtsöl: 50 ml Pflanzenöl + 10-15 Tropfen ätherische Öle

Gesichtstonikum: 25 ml Wasser + 25 ml Alkohol + 5 Tropfen ätherische Öle
oder 50 ml Wasser + 200 ml Hydrolate + 10 Tropfen ätherische Öle
oder 250 ml Wasser + 10 Tropfen ätherische Öle - vor jedem Gebrauch gut schütteln!

Gesichtspackung: 2 EL Lehm/Heilerde oder Joghurt oder Mandelkleie + 4 EL Wasser + 4 Tropfen ätherische Öle + Zutaten wie Zitronensaft, Gemüsesaft, Ei, Honig, Glyzerin, Pflanzenöl

Rasierwasser: 90 ml Wasser (Hamameliswasser) + 10 ml Alkohol (nicht bei trockener Haut) + 5 Tropfen ätherische Öle

Mundwasser: 250 ml Wasser + 1 TL Brandy + 5 Tropfen ätherische Öle

Körperöl: 100 ml Pflanzenöl + 20-25 Tropfen ätherische Öle

Haarwasser/Spülung: 500 ml Wasser + 10 Tropfen ätherische Öle - vor jedem Gebrauch gut schütteln!

Haarschampoo: 250 ml Schampoo + 10 Tropfen ätherische Öle

Haarfestiger: Haarwasser + 1/2-1 EL Honig

Haarkuren: 50 ml Pflanzenöl + 15 Tropfen ätherische Öle

Pflegecremes: 50 ml/gr Salbe + 10-15 Tropfen ätherische Öle

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BeitragVerfasst: 05.01.2008, 17:44 
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Die ätherischen Öle, Wirkung, Eigenschaften

Alphabetisch aufgelistet.
Ich werde aus den über 100 in meinem Buch genannten Öle diejenigen hier auflisten, die entweder für Haar- und Hautpflege relevant sind oder bei uns am bekanntesten sind. Wenn euch ein bestimmtes Öl fehlt, könnt ihr es entweder selbst eintragen, oder falls euch die notwendigen Angaben fehlen fragen. Vielleicht find ich es ja in meinem Wälzer :wink:


Angelikawurzel (Angelica archangelica)
Duft: Kräuterartig, herb, süßlich; leicht animalisch
Duftnote: Fußnote
Duftintensität: Mittel
Eigenschaften: Körperlich stärkend, verdauungsanregend, steigert Abwehrkräfte, schleimlösend, pilztötend, antibakteriell, menstruationsregelnd und -fördernd, adrenalinsenkend
Anwendungen Körper: Köperliche Schwächezustände, Rekonvaleszenz, schwaches Immunsystem, Verdauungsstörungen, "Magenbitter", alle Infektionskrankheiten, Menstruation (ausbleibende, schwache, unregelmäßige), Endometriose, Leberunterfunktion, Nervosität, Adrenalin-Ãœberproduktion, Rheuma, Muskelkater, Nervenschmerzen
Anwendungen Psyche: Aggressivität, Instabilität, Wurzellosigkeit, Aufregung, Schock
Anmerkungen: Angelikawurzelöl zeichnet seine immunstabilisierenden und beruhigenden Wirkungen (adrenalinsenkend!) aus, was es zu einem guten Helfer bei Stress, Hektik, Aufregung und den damit verbindenen körperlichen Folgeerscheinungen macht. Echtes Angelikawurzelöl ist teuer. Wenn das Öl preiswert ist und nur mit Angelika ausgezeichnet ist, dann handelt es sich meistens um Angelikasamenöl, das nicht so fein wie das Wurzelöl duftet.
Einschränkungen: Phototoxisch bei starker UV-Strahlung in Hautölen, Schleimhautreizend bei Einnahme hoher Dosierungen bzw. langfristigen Anwendungen.


Anis - Sternanis (Pimpinella anisi)
Duft: Würzig, süß, typisch Anis
Duftnote: Herznote
Duftintensität: Mittel
Eigenschaften: Körperlich anregend, magenwirksam, krampflösend
Anwendungen Körper: Migräne, Schwindel, Verdauungsstörungen, Blähungen, Erbrechen, schwache Milchproduktion, Menstruation (schmerzhafte, ausbleibende), Koliken, Asthma, Husten, wahrscheinlich gut bei Impotenz/Frigidität
Anwendungen Psyche: Albträume
Anmerkungen: Anis findet sich in vielen Zahnpasten und Mundwässern, Likören (Ouzo, Raki). Das Öl vertreibt Läuse und Flöhe aus Kleidern (einsprühen). Es wird bei ca. 18-20°C fest, was gute Anisöle auszeichnet. Das preiswertere Sternanisöl ist farblos und starrt bereits bei ca. 14°C. Sternanisöl wird gerne als Streckmittel für Fenchelöl genommen.
Einschränkungen: Es wird in der Aromatherapie selten eingesetzt, da es in hohen Dosierungen toxisch wird aufgrund seines hohen Coumarin-Anteils. Der Duft des Öles kann narkotisierend sein. Anis wirkt bei hohen Dosierungen langfristig äußerlich bzw. einmalig hoher Dosierung innerlich magenreizend, nieren- und gehirnzellenschädigend. Seine gelegentliche Anwendung in geringen Dosierungen in der Duftlampe ist bedenkenlos.
Anisöl eignet sich auf keinen Fall für langfristige innerliche Einnahme. Kontraindiziert bei Schwangerschaft.

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Basilikum (Ocimum basilicum)
Duft: Würzig, anisartig, minzig, süßlich, aromatisch
Duftnote: Herznote
Duftintensität: Stark
Eigenschaften: Krempflösend, verdauungsanregend, nervenstärkend, körperlich tonisierend, menstruationsfördernd, antiseptisch, schleimlösend, schlaffördernd, entspannend
Anwendungen Körper: Bronchitis, Keuchhusten, Erkältung, Grippe, Fieber, Verdauungsstörungen, Ãœbelkeit, Erbrechen, Menstruation (fördernd), Nervosität, Nervenschwäche, Schlaflosigkeit.
Anwendungen Haut: Spannkraft und Geschmeidigkeit der Haut, Hautreinigung, schlechter Stoffwechsel
Anwendungen Geist: Mentale Erschöpfung, Regeneration der geistigen Kräfte, Verwirrung
Anwendungen Psyche: Depression, Angst, Phlegma
Anmerkungen: Basilikum mit seinem süßlich-aromatischem Duft zeichnet sich durch seine entspannenden und nervenstärkenden Wirkungen aus, was das Öl zu einem guten Stresshelfer und einer hervorragenden Einschlafhilfe macht.
Empfohlen wird das französische Basilikumöl, da Öle von den Comoren, Seychellen und Madagaskar zwar preiswerter sind, aber unter dem Verdacht stehen, toxisch zu sein.
Basilikum ist wichtiger Bestandteil von vielen Herren-Parfüms.
Auch als Insektenschutzmittel hat es sich bewährt.

Bay Pimenta racemosa, acris)
Duft: Würzig, nelkenartig
Duftnote: Kopfnote
Duftintensität: Leicht
Eigenschaften: Nervenberuhigend, haarwirksam
Anwendungen Körper: Atemwegsinfektionen, Erkältung, Unruhe, Nervosität, Aphten
Anwendungen Haut/Haar: Haarausfall, Kopfjucken, Schuppen
Anmerkungen: Ein selten in der Aromatherapie angewendetes Öl. Es ist am meisten bekannt durch seine positiven Wirkungen bei Haarausfall.
Einschränkungen: Schleimhautreizend, keine Einnahme. Kontraindiziert bei Schwangerschaft. Phototoxisch bei starker UV-Strahlung.

Benzoe (Styrax benzoin, tonkinensis]
Duft: Balsamisch, süß, vanille- und schokoladenartig
Duftnote: Fußnote
Duftintensität: Stark
Eigenschaften: Schleimlösend, antiseptisch, beruhigend, krampflösend, sntzündungshemmend, harntreibend, herzstärkend, schlaffördernd
Anwendungen Körper: Erkältung, Husten, Bronchitis, Asthma, Halsentzündung, Erkältung der Harnwege, Infektionen der Gesclechtsorgane, Koliken, Bluthochdruck, Gicht, Arthritis, Gonorrhöe, Leukorrhöe, Spermatorrhöe (Samenfluss ohne sexuelle Erregung), Nervenreizung, Schlaflosigkeit, Stress
Anwendungen Haut/Haar: Wundheilung, Hautreizung, Entzündungen, Geschwüre, trockene, spröde Haut, Körpergeruch
Anwendungen Psyche: Emotionale Erschöpfung, Aufregung, Trauer, nervöse Depression, Anspannung, Reizbarkeit, PMS
Anmerkungen: Benzoe enthält bis 2% Vanillin, was seinen warmen, appetitanregenden Duft charakterisiert. Ein sehr warmer Duft, der friedlich und still stimmt. Es wird oft in Weingeist (Alkohol) aufgelöst angeboten. Ist die Flasche nicht gut verschlossen, tendiert der Deckel stark zu kleben. Im Laufe der Zeit kann das Öl stark eindicken. Wenn sie einige Tropfen Weingeist zufügen, wird es wieder flüssiger und der Deckel klebt nicht fest. Das Öl löst sich schwer in fetten Ölen oder anderen Emulgatoren auf und tendiert dazu, sich wieder zu verfestigen. Benzoe eignet sich nicht für Duftzerstäuber oder Duftventilatoren.
Das Öl ist ein gutes Fixativ für Duftmischungen. 1-2 Tropfen Benzoe konservieren kosmetische Zubereitungen.

Bergamotte (Citrus bergamia Risso)
Duft: Frisch, spritzig, orangenartig
Duftnote: Mittel (Herz) bis Top (Kopf)
Duftintensität: Leicht
Eigenschaften: Schmerzlindernd, antidepressiv, stimmungserhellend, antiseptisch, nervenberuhigend und - anregend, krampflösend, verdauungsfördernd, schleimlösend, wundheilend, desodorierend, adstringierend, hautpflegend.
Anwendungen Körper: Infektionen der Atemwege, Angina, Mandelentzündung, Mundentzündungen, Diphterie, Verdauungsstörungen, Koliken, Blähungen, Harnwegsinfektionen, Gallensteine, Fieber, Gonorrhöe, Leukorrhöe, Herpes, Gürtelrose, Scheidenjucken, Scheideninfektion, Würmer, nervöse Spannungen, Stress, Schlaflosigkeit, Mundgeruch, Körpergeruch.
Anwendungen Haut/Haar: Allgemeine Hautpflege, fettige Haut, fettiges Haar, ölige Seborrhöe, Abszess, Akne, Ekzem, Krätze, Krampfadern, Geschwüre, Wundheilung, Schuppenflechte.
Anwendungen Geist: Mental anregend/erfrischend, konzentrationsfördernd.
Anwendungen Psyche: Depressionen, Angst, PMS, Mutlosigkeit, Lethargie, Winter-Dunkelheitsdepression.
Anmerkungen: Bergamotte ist einer der meist akzeptierten Düfte, nicht nur bei Europäern, sondern bei allen anderen Völkern. Seine stimmungserhellende Wirkung beruht sehr wahrscheinlich auf seine photosensibilisierenden Wirkung nicht nur der Haut, sondern auch der Zirbeldrüse, sodass es die anregende, lebensbejahende, ausdehnende Wirkung des (Sonnen-)Lichts verstärkt. Scheinbar vermittelt das Öl der Zirbeldrüse, dass Sonne scheint.
Bergamotte beruhigt und regt die Nerven je nach Verfassung an: bei Aufregung beruhigt es und bei Ruhe regt es an. Das Öl lässt sich mit vielen Blütendüften problemlos mischen. Da es sich um ein Zitrusöl handelt, sollte es kühl aufbewahrt werden, um seinen spritzigen Duft lange zu erhalten.
Bergamotte ist bestens geeignet für Bade-, Körper- und Massageöle.
Sein Aroma dient zur Tee-Aromatisierung (Earl Grey-Aroma) und Herstellung frischer Sommerdrinks.
Einschränkungen: Phototoxisch bei starker UV-Strahlun in Hautölen.

Birke (Betula pendula, lenta)
Duft: Frisch, balsamisch
Duftnote: Kopfnote
Duftintensität: Leicht
Eigenschaften: Harnsäurelösend, wundheilend, blutreinigend, antirheumatisch, haarwirksam
Anwendungen Körper: Rheuma, Muskelverhärtungen, Muskelschmerzen, Harnsäureüberschuss, Blutverunreinigungen, Wasserstau und -ansammlungen, allgemein schwacher Hormonhaushalt
Anwendungen Haut/Haar: Wunden, Hautausschlag, Geschwüre, Zellulitis, Haarausfall
Anmerkungen: Das entteerte Bikenöl der Arten lenta und pendula ist nichttoxisch im Gegensatz zur Art alba, die karzinogen ist. Das Öl wird bisher selten in der Aromatherapie eingesetzt.
Einschränkungen: Keine Einnahme. Nicht für Kinder.

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Cajeput (Melaleuca leucadendron)
Duft: Eukalyptusartig mit Nelkennote
Duftnote: Kopfnote
Duftintensität: Leicht
Eigenschaften: Antiseptisch, schleimlösend, schmerzstillend, antibakteriell, windtreibend, körperlich anregend, östrogenähnlich
Anwendungen Körper: Infektionen der Atemwege, Erkältung, Katarrh, Sinusitis, chronische Atemorganerkrankungen, Kopf-, Zahn- und Halsschmerzen, Neuralgien, Arthritis, Muskelschmerzen, Würmer, Darmparasiten, Tumore, allgemeine Müdigkeit, Östrogenmangel, Energiemangel
Anwendungen Haut/Haar: Hautschmerzen, Hautentzündungen, Haarausfall, Kahlköpfigkeit (Pflege) :bauchweh_vor_lachen: tschuldigung :oops:
Anwendungen Geist: Mentale Erschöpfung, Konzentrationsmangel
Anwendungen Psyche: Lethargie, Antriebsschwäche
Anmerkungen: Das Öl hat eine große Ähnlichkeit mit Teebaum, wirkt aber stärke schmerzlindernd. Es soll besonders wirksam bei Tumoren eingesetzt worden sein. Für Frauen dürfte seine östrogenstimulierende Wirkung interessant sein.
Einschränkungen: Irritiert u.U. sensitive Haut, ersatzweise Teebaum oder Niauoli verwenden. Nicht für Kleinkinder.

Cumin (Kreuzkümmel) (Cuminum cyminum)
Duft: Stark würzig, pudrig
Duftnote: Kopf/Topnote
Eigenschaften: Verdauungsfördernd, magenstärkend, krampflösend, appetitanregend, aphrodisierend, wärmend
Anwendungen Körper: Verdauungsstörungen, Magen- und Darmkrämpfe, Blähungen, Durchfall, Herz- und Kreislaufschwäche, Impotenz/Frigidität
Anmerkungen: Kreuzkümmel ist verwandt mit Koriander, Bestandteil der bekannten Currys. Sein Duft verstärkt Iris- und Ambra-Noten in Parfüms.


Dill (Anethum graveolens)
Duft: Kümmelartig, süßlich-minzig
Duftnote: Kopfnote
Duftintensität: Schwach
Eigenschaften: Appetitanregend, blähungswidrig, krampflösend, menstruationsfördernd, milchtreibend, anaphrodisierend
Anwendungen Körper: Magenschwäche, Verdauungsbeschwerden, Schluckauf, Schwangerschaftserbrechen, Darmparasiten, mangelnde Muttermilch, Nervosität
Anmerkung: Das Öl aus dem Samen ist hochwertiger, da es einen höheren Carvon-(Kümmel-)Anteil hat. Dill wird gerne für die Aromaküche genommen. Dazu ist es 1:50 mit Mandelöl zu strecken.

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Eisenkraut/Verbena (Verbena officinalis, tryphilla)
Duft: Zitronenartig, leicht, frisch
Duftnote: Kopfnote
Duftintensität: Stark
Eigenschaften: Konzentrationsfördernd, leicht euphorisierend, herzstärkend und beruhigend, milchbildend, magenstärkend, wehenfördernd
Anwendungen Körper: Erkältung, Grippe, Appetitmangel, Magenschwäche, mangelnde Muttermilch, Geburtshilfe (löst Uteruskontraktionen aus), Schwindelgefühle, Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen
Anwendungen Haut: Akne, Bindegewebsschwäche, Muskelschwäche
Anwendungen Geist: Mentale Erschöpfung, Kreativitätsmangel, Konzentrationsschwäche
Anwendungen Psyche: Antriebsschwäche, Depressionen, Lustlosigkeit, innere Enge
Anmerkungen: Reines, unverschnittenes Eisenkrautöl ist sehr teuer. Wird oft mit Litsea oder Lemongrass gestreckt angeboten, was seinen Preis erschwinglich macht. Das echte Öl ist ein guten Sportöl, jedoch ist es gering zu dosieren, da es stark hautreizend wirkt. Sein Duft ist sehr stark, daher werden sie nur wenige Tropfen benötigen, um selbst große Räume zu beduften und die Luft zu erfrischen. Für die Einnahme ist auf das Hydrolat zurückzugreifen.
Einschränkungen: Kontraindiziert bei Schwangerschaft. Keine Einnahme: magenschleimhautreizend. Phototoxisch bei starker UV-Strahlung in Hautölen.

Eukalyptus (Eukalyptus globulus, rabiata, citriodora)
Duft: Frisch, scharf-würzig = globulus, rabiata; frisch, zitronig-rosig, blumig = citriodora
Duftnote: Kopfnote
Duftintensität: Schwach
Eigenschaften: Stark antiseptisch und antibakteriell, schleimlösend, fiebersenkend, krampflösend, blutzuckersenkend, blutreinigend, magenstärkend, allgemein anregend, östrogenähnlich, luftreinigend
Anwendungen Körper: Schnupfen, Erkältung, Asthma, Grippe, Sinusitis, Bronchitis, Polypen, Halsentzündung, Angina, Verdauungsstörungen, Durchfall, Infektionen der Harnwege, Gallensteine, Migräne, Fieber, Herpes (E. rabiata), Leukorrhöe, Gomorrhöe, Rheuma, Scharlach, Blutungen, hoher Blutzuckerspiegel
Anwendungen Haut/Haar: Wundheilung, Hautentzündungen, Akne, unreine Haut, müde Haut, sauerstoffarme Haut, Blasen, Geschwüre
Anwendungen Geist: Konzentrationssteigernd, mental anregend
Anwendungen Psyche: Engegefühl, Lethargie
Anmerkungen: Eukalyptus globulus ist das Öl, was wir am besten von seinem Duft aus Inhalationen, Sauna, Zahnpasten und Mundwässern kennen. Seine beste Qualität kommt aus den Anden. Ansonsten ist Australien der Hauptlieferant des Öles. Ein anderes Eukalyptusöl ist E. citriodora - es duftet stark zitronig und wird von all denen bevorzugt, die sich mit dem allgemein bekannten E. globulus nicht behandeln wollen. Besonders Kinder mögen seinen Duft. Das Öl eignet sich auch zum Herstellen von rosigen Duftnoten. E. rabiata wird bei akuten Infektionen bevorzugt, während sich E. globulus und citriodora besser für Vorbeugung und Nachbehandlung eignen. Alle Eukalyptusöle helfen in Verbindung mit Aloe Vera bei der Minimierung von Nebenwirkungen durch Röntgenstrahlung.
Eukalyptus ist ein sehr guter Luftreiniger/-desinfizierer und schwach wirksam als Insektenschutzmittel. Der Duft vertreibt auch Ungeziefer in Küche und Keller.
Einschränkungen: Nicht für Kleinkinder: Eukalyptus darf nicht in Brustwickeln oder Einreibungen Kleinkindern verabreicht werden, da es unter Umständen Atemstillstand auslöst.
Hohe Dosierungen des Öls in Duftlampen, Bädern und Massagen können Kopfschmerzen und Benommenheit auslösen.
Irritiert u.U. sensitive Haut, darum im Bad gering dosieren.

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Fichte, Fichtennadel (Picea abies, excelsa, sibirica)
Duft: Frisch, würzig
Duftnote: Kopfnote
Duftintensität: Schwach
Eigenschaften: Antiseptisch, tonisierend, desodorierend, atmungsanregend, aphrodisierend, durchblutungsfördernd
Anwendungen Körper: Schnupfen, Husten, Bronchitis, Lungenentzündung, Grippe, Sinusitis, Magen- und Darmbeschwerden, Blasenentzündung, Prostataentzündung, Gallenblasenentzündung, Rheuma, Gicht, Anregung der Nebennierenrinde, Nervosität, Stress, Körpergeruch, Fußschweiß, Impotenz
Anwendungen Haar: Haarausfall
Anwendungen Geist: Mentale Erschöpfung
Anwendungen Psyche: Passivität, Negativität
Anmerkungen: Typischer Duft vieler Schaumbäder. Der Duft eignet sich für Raumbeduftung und Lufterfrischung von Publikumsräumen. Er erzeugt ein Gefühl der Weite, Frische und Reinheit.


Geranie (Pelargonium graveolens, odorantissimum)
Duft: Die Duftnoten der beiden Hauptarten sind durch ihre Inhaltsstoffe recht unterschiedlich:
1) G. graveolens duftet blumig-rosig, minzig, zitronig mit leichter Schwefelnote (Dem Körperduft von Rothaarigen recht ähnlich) 2) G. odorantissimum duftet blumig-fruchtig, stark rosig. Wenig Minzenoten, keine Schwefelnote
Duftnote: Herznote
Duftintensität: Mittel
Eigenschaften: Nervenstärkend, nervlich harmonisierend, psychisch ausgleichend, östrogenartig, hautpflegend/-heilend, schmerzlindernd, antiseptisch, tonisierend, harntreibend, gewebestraffend, blutstillend, adstringierend
Anwendungen Körper: Diabetes, Durchfall, Magen- und Darmkatarrh, Gelbsucht, Nierensteine, Gürtelrose, innere Geschwüre (Magengeschwür), Entzündungen der Mundschleimhaut, Zunge und Bindehaut, Neuralgien (Gesicht), Nervenschwäche, nervöse Anspannung, Stress, übermäßige Menstruation, Blutungen, Hormonstörung während des Klimakteriums, Östrogenmangel, Schwangerschaftsleiden, Gebärmutterblutung, Sterilität (Frau)
Anwendungen Haut/Haar: Allgemeine Hautpflege, Hautentzündung, trockene Ekzeme, Seborrhöe, Hautflechten, Akne, Geschwüre, Wundheilung, Vernarbung, trockene und fettige Haut (ausgleichende Wirkung auf Talgproduktion), Blutungen, schwacher Hauttonus, Bindegewebsschwäche (Busenstraffung)
Anwendungen Psyche: Depressionen, Angst, Disharmonie, Gefühlsschwankungen, Aufregung
Anmerkungen: Geranienöl ist einer der wichtigsten Rohstoffe für die Beduftung von Seifen und Toilettenartikel. Für Frauen spielt es als östrogenartiges (Klimakterium) und gewebestraffendes (Zellulitis) Öl eine bedeutendere Rolle als Beigabe zu Mischungen. Grundsätzlich ist Geranienöl, insbesondere die Rosengeranie, sehr gut geeignet für Massage-, Bade-, Körperöle und rosige Duftkompositionen. Rosenöl lässt sich mit der Rosengeranie gut strecken.
Geranie wirkt auf die Nerven sowohl anregend (bei Ruhe, Lethargie und Müdigkeit) als auch beruhigend (bei Aufregung, Stress, Ärger), also insgesamt harmonisierend. Auch als Insektenschutzmittel aht es sich bewährt, wenn das Öl mit Zeder und Lavendel gemischt wird.
Einschränkungen: Allergie möglich

Grapefruit (Citrus paradisi, maxima, deucumana)
Duft: Frisch, zitronig, leicht bitter
Duftnote: Kopfnote
Duftintensität: Schwach
Eigenschaften: Entspannend, euphorisierend, antibakteriell, tonisierend, stärkend
Anwendungen Körper: Gallenschwäche, Blasenerkrankungen, Appetitmangel, Magersucht
Anwendungen Haut: Hautstraffung, Herpes, Hautstörungen, Zellulitis
Anwendungen Psyche: Depressionen, Angst, negative Stimmungen, Antriebslosigkeit, mangelndes Selbstwertgefühl
Anmerkungen: Grapefruit vermittelt zwischen Zitrone und Orange: es hat von allen Düften etwas, ohne zu zitronig oder süß zu duften. Das Öl regt die Ausschüttung des euphorisierenden Hormons Endorphin an und ist besonders hilfreich bei starken Stimmungstiefs und Depressionen. Grapefruit eignet sich zur Konservierung von Süßspeisen, Marmeladen und Gelees, da sich sein Geschmack mit vielen Früchten verträgt.
Das Öl ist gut gegen Küchendünste in der Duftlampe. Es harmonisiert die Raumatmosphäre. Auf der Haut wirkt es leicht kühlend (bei Massage beachten!).
Einschränkungen: Phototoxisch bei starke UV-Strahlung in Hautölen.

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Hi
Bei Eukalyptus muss man auserdem sehr vorsichtig sein, da verschiedene Arten verschieden angewendet werden müssen. Zum Teil sind sie sehr toxisch wenn sie fals angewendet werden.
Beispiel
Eine Art hat keinerlei heilende Wirkung sondern wird nur zur Raumbeduftung angewendet.
Eine Andere darf nur auf der Haut angewendet werden, innerlich giftig (Nierenversagen)
eine 3. Art darf nur Innerlich angewendet werden da sich die Molekühle erst im Darm spalten. Diese Art darf nie auf der Haut angewendet werden sonst droht auch hier Nierenversagen


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BeitragVerfasst: 08.01.2008, 08:30 
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Hab grade nochmal nachgelesen. Dass es drei Arten gibt hab ich ja schon geschrieben. Aber weißt Du welche der Arten auf der Haut bzw. beim Einnehmen Nierenversagen verursachen kann? Steht nämlich bei mir nichts drüber drin :nixweiss: Wundert mich aber, da der Autor sonst immer auf sowas hinweist. Woher hast Du das denn?

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BeitragVerfasst: 08.01.2008, 10:18 
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das habe ich in der Ãœbersetzung eines französischen Buches über die Anwendung der Aromöle in der klinischen Praxis gefunden.
Der Euka für die Raumbeduftung fängt mit D an, das weiss ich noch

ich gehe das Buch suche, aber bei ca. 2000 und gefühlten viel zu vielen Büchern dauerst es ein wenig

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BeitragVerfasst: 09.01.2008, 19:51 
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Honig absolue (Bienenwachs)
Duft: Warm, süß
Duftnote: Fußnote
Duftintensität: Stark
Anmerkung: Hautpflegendes und entspannendes Öl mit starker Ausstrahlung. Sein Duft eignet sich zur Mischung mit blumigen und fruchtigen Noten. Das Öl wird vom Autor hauptsächlich für psychisch wirksame Mischungen genutzt. Es vermittelt Wärme, Geborgenheit und Sättigung.
Einschrängungen: keine Einnahme


Immortelle (Helichrysum angustifolium, stocheas)
Duft: Süß, fruchtig, heuig, teeig mit etwas römischer Kamille
Duftnote: Fußnote
Duftintensität: Stark
Eigenschaften: Entzündungshemmend, antiviral, gewebestraffend, harntreibend, antiallergisch, schleimlösend, entgiftend
Anwendungen Körper: Migräne, Erkältung, Bronchitis (Schleim), Sinusitis, Gallenentzündung, Leberschwäche, Diabetes, Magen- und Darminfektionen (Candida albicans, Escherichia coli), Halsinfektionen (Staphylococcus), Leberstau, Allergien, schwacher Lymphfluss, Vergiftungen
Anwendungen Haut: Raue, schuppige, unreine Haut; Schuppenflechte, Ekzeme, Allergien, Verbrennungen, Sonnenschutz, Entzündungen, macht Haut sanft und geschmeidig; wirkt äußerlich stärker entzündungshemmend als die Bleue Kamille.
Anmerkungen: Ein Öl für den vergifteten, schwachen und entzündeten Körper. Das Öl wird oft als Fixativ von Parfüms genutzt.
Einschränkungen: keine Einnahme

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BeitragVerfasst: 10.01.2008, 20:09 
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Kamille, Römische (gelbe) (Römische: Anthemis nobilis; marokkanische: Ormenis mixta, multicoulis)
Duft: Heuig, krautig, würzig (A. nobilis); Heuig, fruchtig, würzig (O. multicoulis, mixta)
Duftnote: Herznote
Duftintensität: Mittel
Eigenschaften: Entzündungshemmend, krampflösend, beruhigend magenwirksam, entspannend, schmerzlindernd, gefäßverengend, harntreibend, fiebersenkend, tonisierend, menstruationsfördernd
Anwendungen Körper: Bindehautentzündung, Gerstenkorn, brennende/müde Augen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Zahnen (Kleinkinder), Ohrenschmerzen, Migräne, Nervenschmerzen, Verdauungsstörungen, Gastritis, Magen- und Darmkrämpfe, Durchfall, Erbrechen, Magenschmerzen, Blähungen, Menstruationsschmerzen (Krämpfe), Nierenentzündung, Harnsteine, Scheidenkatarrh, Gelbsucht, Würmer, Rheuma, Fieber, Anämie, Nervosität, Stress, Einschlafprobleme
Anwendungen Haut/Haar: Allg. Hautpflege aller Typen, besonders trockene, empfindliche Haut und raue, spröde Haut (handpflege); Hautjucken, Abszesse, Hautallergien, Hautentzündungen, Hautschmerzen, Akne, Brand- und Schnittwunden, Wundheilung, Vernarbung, Ausschlag; allg. Haarpflege, Schorf der Kopfhaut, Aufheller für blondes Haar
Anwendungen Psyche: Ängste, Depressionen, Furcht, Aufregung, Hysterie. Der Duft stimmt sanft und ausgeglichen. Auf milde Weise fördert Kamille eine Ruhe von Geist und Körper und glättet die Wogen aufgepeitschter Emotionen.
Anmerkungen: Zur Klärung der Bezeichnungen: Sie können unterscheiden zwischen der Römischen, echten (gelben) Kamille (A. nobilis) und der wilden, marokkanischen Kamille. Letztere duftet fruchtiger und ist preiswerter als die Römische Kamille. Beide Öle sind in ihren Wirkungen ähnlich und recht teuer. Alle Kamillenöle sind "Besänftiger" für Körper, Geist und Seele. Sie sind typische Entspannungsmittel und auch für Kleinkinder in hoher Verdünnung geeignet.
Kamille ist ein Universalöl für viele Schmerzzustände und gehört in die Aroma-Hausapotheke. Sie eignet sich besonders für die äußerliche Behandlung von Entzündungen, da sie nicht nur die Bakterien, sondern auch die von ihnen produzierten toxischen Stoffe von Streptococcu und Staphylococci neutralisiert. Daher ist Kamille besonders bei akuter Sinusitis oder bronchialer Infektion wirksam (Inhalation/Wickel/Einreibung).

Kamille, Blaue (deutsche) (Matricaria chamomilla)
Duft: Krautig, durchdringend süß
Duftnote: Fußnote
Duftintensität: Stark
Eigenschaften und Anwendungen: Grundsätzlich wie Römische Kamille; stark entzündungshemmend; regt Produktion weißer Blutkörperchen an
Anwendungen Haut: Verletzungen, Wundheilung, Entzündungen, Geschwüre
Anwendungen Psyche: Auf psychischer Ebene hat sie - nach anfänglicher Stimulation - eine stark entspannende Wirkung, vor allem bei nervösen Depressionen, seelischer Unruhe und Schmerz.
Anmerkung: Die Blaue Kamille unterscheidet sich von der gelben oder wilden Kamille durch einen höheren Azulenanteil, der das Öl nach der Destillation blau färbt. Es ist aufgrund des Azulens besonders entzündungshemmend (Haut) und geschwürsheilend. Diese Wirkung der Blauen Kamille wird nur noch von Immortelle übertroffen. Ihr Duft ist sehr intensiv und durchdringend. Sie ist daher in Duftmischungen äußerst sparsam und vorsichtig einzusetzen, da sie alle anderen Düfte übertönen kann.

Karottensamen (Daucus carota)
Duft: Waldig, erdig
Duftnote: Fußnote
Duftintensität: Mittel
Eigenschaften: Tonisierend, menstruationsfördernd, innerlich reinigend, hautnährend und -pflegend, zytophylaktisch, leicht aphrodisierend
Anwendungen Körper: Leberinfektionen, Gallenblasenschwäche, Menstruation (fördernd, schmerzlindernd), schwacher Lymphfluss, Milzschwäche, Nervosität
Anwendungen Haut/Haar: Allgemeine Hautpflege, besonders reife, fettige und sehr trockene Haut, Akne, Schuppenflechte, Vernarbung, Falten, trockenes Haar; Hautschutzöl
Anmerkungen: Karottensamenöl hat einen leicht animalischen, aphrodisierenden Duft als Hintergrund. Es ist ein ausgezeichneter Fond für Duftmischungen mit Hölzern und Gewürzen. Als Hautpflegeöl genügen schon wenige Tropfen in der Hautcreme. Es hat kein Karotin und färbt die Haut nicht.
Einschränkungen: Kontraindiziert bei Schwangerschaft. Phototoxisch bei starker UV-Strahlung in Hautölen.

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BeitragVerfasst: 12.01.2008, 15:35 
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Lavendel (Lavandula officialis [vera], angustifolia)
Duft: Frisch, kräuterartig, blumig, herb; typisch Lavendel; leicht bis stark kampferartig und unterschiedlich bei den verschiedenen Sorten und Qualitäten
Duftnote: Herznote
Duftintensität: Mittel
Eigenschaften: Nervenstärkend, beruhigend, schlaffördernd, herzregulierend, schmerzlindernd, hautpflegend, zytophylaktisch, antiseptisch, krampflösend, harntreibend, schweißtreibend, tonisierend, gallenflussanregend, entgiftend, entzündungshemmend, desodorierend, leicht anaphrodisierend
Anwendungen Körper: Augenentzündung, Bindehautentzündung, Kopf-Ohrenschmerzen (Fieberkopfschmerz), Migräne, Asthma, Bronchitis, Keuchhusten, Grippe, Aphten, Kehlkopfentzündung, Halsentzündung, Herzklopfen/-rasen, Verdauungsstörungen, Blähungen, Durchfall, Ãœbelkeit, Gallensteine, Menstruation (schmerzhafte, schwache), Blasenkatarrh, Gonorrhöe, Leukorrhöe, Infektion mit Candida albicans und Monilia, Bluthochdruck, Koliken, Rheuma, Muskelkater, Zerrungen, Verstauchungen, Leukozystose, Vergiftungen (Lebensmittel), eitrige Prozesse, Sonnenstich, Schwangerschaftsstörungen, Nervosität, Einschlafprobleme, Stress
Anwendungen Haut: Hautpflege aller Typen, Zellerneuerung, schwacher Hauttonus, Abszesse, Akne, Fisteln, Ekzeme, Geschwüre, Warzen, Furunkel, Krätze, Läuse, Zellulitis, Hautentzündungen, Juckreiz, Wunden, Verbrennungen, Vernarbung, Fußpilz, zu starke Schweißproduktion
Anwendungen Geist: Unklarheit, Verwirrung, Sorgen, Alpträume
Anwendungen Psyche: Depressionen, Ãœberreiztheit, Anspannung; glättet die Wogen der Emotionen. Ein Duft zum Abschalten und bei sexueller Anspannung.
Anmerkungen: Zur Unterscheidung der verschiedenen Lavendel-Qualitäten: "Normaler" Lavendel (L. officinalis, auch "vera" genannt) wächst in Lagen bis 800 m und hat eine sehr leichte Duftnote sowie ca. 2% Kampfer.
"Lavendel extra" bezeichnet eine besonders gute Qualität des "normalen" Lavendels und hat einen hohen Estergehalt.
"Lavendel fein" hat einen sehr feinen Duft, einen sehr hohen Estergehalt und kaum Kampfer. Er wächst über 800 m, meist wild und wird daher auch oft als Wildsammlung oder kbA angeboten.
Das Universal-Heilöl überhaupt finden sie im Lavendelöl. Es ist nicht nur preiswert, sondern verfügt über ein fast unerschöpfliches Wirkungsspektrum. Durch seine vielen Inhaltsstoffe (über 200), die immer noch nicht gänzlich erfasst und bekannt sind, eignet es sich ganz besonders für Mischungen, da es die Wirkungen anderer Öle zu verstärken scheint. Lassen sie sich nicht von sehr preiswerten Angeboten locken, man bietet ihnen wahrscheinlich Lavandin an (Beschreibung siehe anschließend).
Das Öl hat primär eine erfrischende, erneuernde, harmonisierende und beruhigende Wirkung auf den gesamten Menschen: Körper, Geist und Seele. Sein Duft verlagert die Energie des Geistes in die rechte, fühlende Gehirnhälfte.
Lavendel ist nichttoxisch und nicht hautreizend. Es ist ein gutes Kinderheilöl, da es eine sanfte Wirkung hat. Das Öl eignet sich zur Reinigung der Raumluft (Küchendünste, Rauch) und zum Ausgleich einer schlechten Atmosphäre.

Andere Lavendel-Arten:
Schopflavendel (L. stocheas)
Diese Sorte hat viel Kampfer und wird selten angeboten. Ihr Duft ist leicht muffig und herb. Das Öl ist stark infektionshemmend und eignet sich zur Luftreinigung. Schopflavendel ist hilfreich bei Nervosität und stärkt das Herz. Es wird auch für rheumatische Beschwerden und Durchblutungsstörungen empfohlen.

Speiklavendel (L. spicata, spica, latifolia)
Speiklavendel (auch Spanischer Lavendel genannt) hat bis zu 15% Kampfer und duftet daher deutlich anders als der normale Lavendel. Die Pflanze produziert die dreifache Menge Öl des echten Lavendels. Das Öl eignet sich besonders für die Erkrankungen der Atemwege. Speiklavendel hat eine deutliche Wirkung bei mentaler Erschöpfung und ist herz-, magen- und gehirnstärkend. Es wirkt wärmend und körperlich stärkend. Außerdem ist das Öl gut für Verspannungen und Nervenschmerzen.

Lavandin (Lavandula hybrida, fragrans)
Lavandin ist eine Züchtung (Hybride) aus L. vera und L. spica.
Duft: Wie Lavendel, aber deutliche Kampfer-Note und frischer. Die Pflanze hat mehr Blütenrispen, liefert daher auch mehr ätherisches Öl, das jedoch weniger Ester und dafür mehr Kampfer enthält. Die beste Sorte (Lavandin super) enthält ca. 6% Kampfer und bis 50% Ester. Diese und die preiswerteren Sorten (grosso - 30% Ester, 5% Kampfer; abrialis - 30% Ester, 9% Kampfer) finden weiteren Einsatz bei der Beduftung von Putz-, Waschmittel und Kosmetika.
Lavandin hat nicht so viele verschiedene Inhaltsstoffe wie die Ausgangspflanzen der Züchtung und verfügt daher nicht über die gleichen Wirkungen.
Als antiseptischer und angenehm duftender Zusatz in der Waschmaschine und Putzmitteln verwendbar. Es ist deutlich preiswerter als Lavendel.

Limette (Citrus auratifolia swingle)
Duft: Zitronig, frisch, herb - typisch Coca-Cola (Kaltgepresstes Öl spritziger als destilliertes Öl)
Duftnote: Kopfnote
Duftintensität: Schwach
Eigenschaften: Antiseptisch, antiviral, antidepressiv, verdauungsanregend, magenstärkend, diuretanisch, hautstraffend, desodorierend
Anwendungen Körper: Verdauungsprobleme, Blähungen, Bindegewebsschwäche, Wasserstau, Müdigkeit
Anwendungen Haut/Haar: Hautstraffung
Anwendungen Geist: Mentale Erschöpfung, Kreativitätsmangel
Anwendungen Psyche: Depressionen, Lethargie, Teilnahmslosigkeit
Anmerkungen: Gutes Öl für Duschgels und Sportöle. Erfrischt und desinfiziert die Raumluft (Infektionskrankheiten).
Einschränkungen: Irritiert u.U. sensitive Haut. Phototoxisch (Kaltgepresstes Öl).

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BeitragVerfasst: 15.01.2008, 17:01 
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Registriert: 06.12.2007, 20:21
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Hallo,
kannst du mir ein öl empfehlen, das nicht austrocknet und gut riecht?
ich hab zur zeit nur teebaumöl (fürs gesicht) und das enspricht den beiden punkten ja überhaupt nicht :wink:


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