DIY mit einheimischen Hölzern

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Muschelkopf
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Re: DIY mit einheimischen Hölzern

#151 Beitrag von Muschelkopf »

:anbet: wow!
Die Stäbe sind toll geworden - sowohl die geölten von Mondvogel, als auch die neuen von Athelas.

Und die neue Forke ist traumhaft. :verliebt:
wie groß ist sie? Ich kann das grad ganz schlecht einschätzen ... die Zinken wirken so dünn ...
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Athelas
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Re: DIY mit einheimischen Hölzern

#152 Beitrag von Athelas »

Schön, dass euch die Forke gefällt. :oops:
Die Gesamtlänge ist 11,5 cm, die NL 10cm und die Breite oben am Topper 4,5 cm. Die Beinchen sind wirklich ziemlich dünn, aber dank dem tollen Holz sehr stabil.
mittelblond, 1b-c Mii, ZU 7,2 cm
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MrsTascha
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Re: DIY mit einheimischen Hölzern

#153 Beitrag von MrsTascha »

Die Forke ist umwerfend :ohnmacht:
Wer braucht schon eine Signatur?
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Ela
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Re: DIY mit einheimischen Hölzern

#154 Beitrag von Ela »

Wow, die ist wirklich wunderschön.

Ich komme gerade gar nicht zum basteln...
Grüsse von Ela

dunkelblond, ca. 100cm lang, 2a-c
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Muschelkopf
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Re: DIY mit einheimischen Hölzern

#155 Beitrag von Muschelkopf »

Nur eine Kleinigkeit, aber definitiv einheimisch ... ich habe aber keine Ahnung, was das für ein Holz ist.

Bei einem der vielen Ausflüge habe ich ein kleines Holzästchen gefunden, der einfach mitwollte.
Bild

Und so habe ich die beiden Enden "entschärft", die eine Seite angespitzt und geölt.
Bild

Stab in Action
Bild
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Feline314
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Re: DIY mit einheimischen Hölzern

#156 Beitrag von Feline314 »

Da dieses Jahr einige Stücke mit einheimischen / europäischen Hölzern entstanden sind, möchte ich die hier mit der entsprechenden Info zu den Hölzern vorstellen (zT hatte ich sie schon im DIY Thread gezeigt).

Bild

Das Rohmaterial: Penblanks bzw. Brett (Lindenholz) von zuschnittholz.de

ganz links: Stab aus Räuchereiche
Beim „Räuchern“ mit Ammoniak bilden stabile organische komplexe Salze durch Reaktion mit Säuren, Harzen etc, wodurch das Holz auch geschmeidiger wird. Der Farbton ist dabei abhängig von der Menge der enthaltenen Gerbsäure im Holz. (Wikipedia). Es ist sehr hartes Holz, beim Sägen hatte ich immer wieder das Gefühl, an einzelnen Fasern hängen zu bleiben. Aber es hat sich gelohnt: nach dem Schleifen (1000er Körnung) hat das Holz schon vor der Behandlung mit Öl geglänzt und war streichel-glatt, mit wunderschöner feiner Maserung. Räuchereiche ist für mich damit definitiv eine Option, sehr dunkles Holz aus europäischen Beständen zu bekommen!

2. von links: Olive (denke mal als europäisches Holz kann man das hier mit aufnehmen...)
wunderbar zu verarbeiten und ich will auf jeden Fall mehr davon – fest, aber nicht so hart dass die Bearbeitung wirklich Mühe macht. Durch die vielfältige Maserung sehr abwechslungsreich, allerdings können Stücke abplatzen (bei meinem Stab zweimal passiert).
Bei den Windungen des Stabs bin ich einfach der Maserung gefolgt. Auch hier wurde das Holz schon beim Schleifen mit feinem Schleifpapier (600 / 1000) richtig glatt.

2. von rechts: Lindenholz-Mond
Lindenholz war das weichste Holz, das ich mehrfach dieses Jahr für Monde verarbeitet habe. Die geringe Härte ist Vor- und Nachteil zugleich: Es ist leicht zu bearbeiten, auch Formen lassen sich einfach sägen oder raspeln. Durch die helle Farbe lässt es sich auch gut färben. Allerdings sind in weichem Holz auch viel schneller Fehler als in hartem, eine Kerbe ist da wenn man nur einmal die Säge verkantet und eine tiefe Furche gibt es wenn man nur einmal ungünstig mit der Raspel abrutscht. Auch die Oberfläche des fertigen Stücks habe ich nicht so glatt hinbekommen wie bei den härteren Hölzern. Für den Einstieg ist es definitiv empfehlenswert!

rechts: Stäbe aus Robinie, Esche und Nuss
Robinie: Das Holz ist unglaublich hart. Ein Vorteil, denn es lassen sich auch filigranere Details herausarbeiten und unerwünschte Kerben gibt es erst gar nicht, es passiert nicht so viel wenn man mal abrutscht. Der Nachteil ist, dass die Bearbeitung auch kraftaufwändiger wird. Mir sind beim sägen gleich drei Sägeblätter gerissen, das ist bei keinem anderen Stück passiert. Beim Feinschliff bin ich irgendwann freiwillig auf den Dremel umgestiegen, sonst mache ich alles was geht mit Raspel und Schleifpapier. Beim fertigen Stück wirkt das gelbliche Holz erstaunlich lebendig mit seiner feinen Maserung.
Esche: Eschenholz ist hart und ich fand es recht schwierig zu bearbeiten, denn das Frühholz und Spätholz der Esche unterscheiden sich deutlich in der Härte. Beim sägen und feilen hatte ich deshalb schnell Unregelmäßigkeiten im Holz. Dafür belohnt das fertige Stück mit wunderschöner feiner Maserung.
Nuss: Eines der dunkleren einheimischen Hölzer; hart, aber sehr gut zu bearbeiten und toll gemasert. Vor allem beim raspeln bin ich besser zurecht gekommen als bei vielen anderen Hölzern. Nach dem Schleifen wird auch dieses Holz leicht glänzend und glatt.
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engelswurz
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Re: DIY mit einheimischen Hölzern

#157 Beitrag von engelswurz »

Der Mond gefällt mir am besten :-) kannst du gut mit ihm umgehen? ich hätte auch sooo gerne einen (evt. selbstgemacht), befürchte aber, dass ich den nicht in einem Dutt verpacken kann...
Liebe Grüße, Engelswurz
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Re: DIY mit einheimischen Hölzern

#158 Beitrag von Feline314 »

Dankeschön engelswurz! Bei mir passt so ein Mond ganz gut in einen hoch angesetzten Wickeldutt. Es gibt hier auch einen Thread "MoonBeam Frisuren". Ich habe aktuell in meinem Tagebuch etwas zu verschiedenen Mondformen geschrieben, auch mit einer kurzen Konstruktionsbeschreibung und Tragefotos. Stecken wird einfacher, wenn der Mond-"Bauch" dünner ist. Dadurch werden natürlich auch die Hörner filigraner und man muss sie irgendwie neben dem Kopf unterbringen...
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Mitternachtstänzerin
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Re: DIY mit einheimischen Hölzern

#159 Beitrag von Mitternachtstänzerin »

Mein Deckel hat für mich eine Forke gemacht. :mrgreen:

Rohmaterial: Ein Foto vom ursprünglichen Block habe ich leider nicht, das habe ich vergessen... Außerdem wissen wir nicht welches Holz es genau ist, denn ich habe es von den Lagerbeständen meiner Eltern mitgenommen. Soll aber was einheimisches sein. Edit: Ist wahrscheinlich Buche. Hier das erste Bild das ich gemacht habe:
Bild
Endprodukt:
Bild
Im Dutt:
Bild

Bezugsquelle: Bei meinen Eltern abgestaubt :mrgreen:
Verarbeitung: Es war sein allererstes Stück, deshalb hat er nicht viel Vergleichsmöglichkeit, aber er meinte es ließ sich super verarbeiten. Eher hart und gut zu schleifen.
Zuletzt geändert von Mitternachtstänzerin am 02.10.2015, 16:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: DIY mit einheimischen Hölzern

#160 Beitrag von Copperwaves »

Ich bin mir recht sicher, dass das Buche ist. :wink: Schön!
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Mitternachtstänzerin
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Re: DIY mit einheimischen Hölzern

#161 Beitrag von Mitternachtstänzerin »

Ah, ok vielen Dank Copperwaves! :) Ich editier das gleich mal rein :)
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Re: DIY mit einheimischen Hölzern

#162 Beitrag von Kivu »

Hallo :) hab ne kleine Frage zur Verarbeitung von Holz:
In der Werkstatt von meinem Vater hab ich wunderschönes Buchenholzbrettchen gefunden und natürlich direkt die Form von der Forke aufgezeichnet. :D Jetzt ist mir dabei aber aufgefallen, dass das Holz in die eine Richtung schön glatt ist, wenn man mit der Hand drüberfährt, und in die andere Richtung recht rau. Liegt vermutlich an den Holzfasern.
Muss ich das irgendwie bei der Verarbeitung beachten?
(Nach der derzeitigen Planung ist die Forke von den Zinken zum Topper glatt, und vom Topper zu den Zinken rau)

Danke im Vorraus! *Teller Kekse hinstell*
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Re: DIY mit einheimischen Hölzern

#163 Beitrag von Silberfischchen »

Ich denk das liegt am sägen. Manche von meinen Schreiner-Eichenbrettchen sind so, andere nicht. Macht nix, wird wegpoliert.

Meine Testforke für die neue Dekupiersäge ist auch aus heimischem Holz, nämlich Eiche aus der Brennholzkiste vom Schreiner.
Stein ist ein Herbstjaspis.

Bild

Und ein bisschen Entstehungsgeschichte.
Vorm Stein einsetzen:
Bild

Vorm Aufpolieren mit Stein nur reingelegt
Bild

Ausgesägt:
Bild

angezeichnet:
Bild

Wollte den Stein eigentlich oben in ne Schnecke versenken, aber dazu hatte ich dann doch keine Lust, drum hab ich den Knubbel oben weggemacht.

Edit: wie lang lagert Ihr eigentlich frisches Holz vor dem verarbeiten? Kann man die Restfeuchte irgendwie messen?
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Tannenfuchs
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Re: DIY mit einheimischen Hölzern

#164 Beitrag von Tannenfuchs »

Hallo Fischchen! Deine tolle Forke habe ich ja schon in deinem PP bewundert. ;)

Ja es gibt so kleine Geräte zum Messen der Holzfeuchte. Ist vor allem bei Brennholz bzw. beim Innenausbau mit Holz praktisch. Aaaaaaber wie zuverlässig diese Teilchen messen, weiß ich leider nicht.

Mein Holz lagert, je nach Größe/Dicke/Holzart, ein paar Wochen bis ein paar Monate an einem kühlen und, wichtig, trockenen Ort (also wenig Luftfeuchte). Ich versuch sie auch möglichst 'locker' zu verteilen, dass gut Luft ran kann.
Zu schnell warm und trocken erzeugt Trocknungsrisse im Holz - was das Bearbeiten spannend macht hehe.

Wieviel Restfeuchte im Holz eigendlich gut wäre für unseren Schmuck, weiß ich leider nicht. Für Innenraum Möbel/Ausbau peilt man so 7 -12% an. Mir ist erstmal nur wichtig, dass es bald auf unter 20% kommt, damit die Pilzgefahr gebannt ist. :) Wobei so gewisse Stockflecken ja schon wieder schön sind. xD
Ca. 3 Monate sollten bei Brettchen mit guter Lagerung allemal reichen um sie Verarbeitungstrocken zu haben.
Wäre aber tatsächlich mal spannend zu wissen, wie feucht die Stücke eigendlich nach dem normalen Trockenn wirklich sind. Evtl müsste man gar nicht so lange lagern. xD Wenns nicht eilt, kann man ja einfach weiter liegen lassen. Schadet auf jeden Fall nicht (wenn es zumindest schon mal Pilztrocken ist). Nur vor dem lästigen Holzwürmchen muss man sich dann hüten. ;P Bin immer noch am Überlegen wie ich das mit den Fraßgängen in meiner Vogelbeerforke mache.. ^^"
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Re: DIY mit einheimischen Hölzern

#165 Beitrag von Silberfischchen »

Ui, da hätt ich ne Idee.... nimm irgendeinen weichen Schmuckstein, billigen Trommelstein, oder Perlmutt, mörser den, misch das ganze mit Epoxid und schmier die Gänge damit zu :mrgreen: gibt hübsche Glitzerpünktchen. Meinen ersten derartigen Versuch, so ein Astloch zuzuschmieren, hab ich bissle versaut :kicher: aber ich hab bei Mahakali gesehen, dass das geht.
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