Langhaarnetzwerk

Wir sagen "ja" zu langem Haar.
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BeitragVerfasst: 24.12.2020, 01:05 
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Coraleen,

Aber bei Pfirsichholz stellen sich bei Nässe sehr die Fasern auf.

@Kiona,
Also mir wäre nicht so wichtig, wo das Holz herkommt, so es denn keine geschützte Art ist, sondern ob es seinen Zweck erfüllt und langlebig ist. Und da Holz ja per se nachhaltig ist, da es ja nachwächst, wäre mir wichtiger, dass ich einen Kamm habe, der lange hält, auch wenn er dafür etwas weiter reisen musste, als einen Kamm, der zwar aus der selben Region stammt wie ich, aber eben nicht dasselbe leistet und wo ich ständig was nacharbeiten muss wie glätten und schmirgeln. Und bei dem wasserresistenten Palo Santo habe ich diese Probleme nicht - dieses Holz ist in dem Punkt einfach unschlagbar! :gut:

Hier mal ein Bild von meinen drei LeBaolong-Kämmen, als da wären von links nach rechts normaler Kamm mit weitem Zinkenabstand, Langhaarkamm und Staubkamm. Sie sind alle aus Palo Santo, aber den Staubkamm habe ich noch nicht benutzt.

Bild

LG
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BeitragVerfasst: 24.12.2020, 02:32 
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Fornarina,
Du hast Recht mit dem Pfirsichholz, deshalb habe ich mich ja auch für den Langhaarkamm entschieden und für einen weiteren zum Frisieren mit 2 mm Zinkenabstand aus Palo Santo. Meine persönliche Einstellung zu Tropenholz passt aber nicht so gut dazu. Ich hoffe sehr, dass es mir gelingt dies zu meiner einzigen Ausnahme zu machen.
Bei z. B. Haarschmuck oder Möbeln finde ich es unnötig. Da achte ich auf heimisches Holz des Herstellers oder maximal Nordamerikanisch und hoffe darauf, dass es zertifiziert und nicht "wild" abgeholzt worden ist. Bei meinen DIY Sachen achte ich nochmal extra darauf.
Ich hoffe also das ich keine neuen Kämme brauchen werde und wenn, bin ich drauf eingestellt einen Pfirsichholzkamm noch mehr zu pflegen, nicht nass werden zu lassen und ggf. irgendwann nachschleifen zu müssen.

(Das habe ich jetzt nicht geschrieben um zu missionieren, jeder soll das für sich selbst entscheiden)

Jedenfalls sind die Kämme sensationell und ich bin total begeistert! (ich habe meine erst seit ein paar Tagen) Nach einem Jahr reinem Fingerkämmen eine echte Offenbarung!!

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BeitragVerfasst: 24.12.2020, 08:43 
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Guaiacum officinale ist geschützt in dem Sinne, dass der Handel kontrolliert wird. Damit dürfte es schwierig sein für den Shop die Kämme einzuführen wenn es nicht OK wäre. ich kann mir nicht vorstellen, dass Schmuggelgut in einem Onlineshop angeboten wird.... wäre ja irgendwie kaufmännisch-Kamikaze.

Die Frage ist auch, ob das alles guaiacum officinale ist oder ob das ebenfalls als "Pockholz" bezeichnete Veraholz "Bulnesia" verwendet wird. Das ist auch grün, auch duftend, aber weniger fettig. Die Bäume werden wohl deutlich größer als Guaiacum so dass es dabei wohl leichter sein dürfte entsprechend große Stücke in ausreichender Qualität zu erhalten.

Ich wüsste gern mal wie es mit dem Bestand von guaiacum aussieht, seit der Hämoccult-Test nicht mehr auf Guajak-Harz fußt...
Ob die Bestände zurückgehen, weil das Harz nicht mehr gebraucht wird, ob sie sich erholen, weil das Harz nicht mehr geerntet wird, ob sie gleich bleiben, weil es genug andere Gründe gibt, die Bestände zu erhalten.... Hm.

Ich weiß jedenfalls von meinem Holzhändler, dass der die entsprechenden Zertifikate hat und dass man sich irgendwelche Fuhren aus Altbestand auch entsprechend registrieren/zertifizieren lassen muss, damit klar ist, dass CITES-mäßig alles "grün" ist. Dass es aber innerhalb der EU wurscht ist, ob man als Kunde das Zertifikat bekommt oder nicht, weil die Kontrolle bei der Einfuhr in die EU erfolgt.

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BeitragVerfasst: 25.12.2020, 18:14 
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Beim Rohholz kann man sich vielleicht auf eine Zertifizierung verlassen, aber wer sagt mir, dass die bei der Herstellung in China auch so gründlich sind? Viele Hersteller machen Angaben zur Holzherkunft (Positivmerkmal, ggf. Werbewirksam). Hier gibt es keine Angaben zum Endprodukt. Ob die EU im Zoll auch die Endprodukte kontrolliert? Ich habe da keine Erfahrung - TT und MapleBurl würden mir z. B. einfallen. Gibt es da auf den Päckchen Hinweise auf die Materialherkunft oder deren Prüfung?

Ich glaube persönlich nicht, dass es viele Tropenhölzer aus Plantagenwirtschaft gibt, bei denen genug Drechselholz abfällt. Der Grund und Boden von Holzplantagen war i.d.R. vorher ja auch Primärwald.
Es gibt einige Quellen über Holz und Holzarten sowie deren Quellen. Dies ist ein Beispiel: Datei von filehorst.de laden (sorry, wusste nicht, wie ich hier sonst über abload ein PDF einbinden soll, Quelle ist: Holz-von-hier.de)

Worauf ich eigentlich raus wollte ist Folgendes: Die Produkte von Lebaolong sind super und ich mag die Kämme sehr. Aber ein Tropenholz ist ein Tropenholz und bleibt für mich auch eins.

Gerade habe ich nochmal auf der Lebaolong-Seite die Unternehmensphilosophie gefunden:


"Unsere Unternehmensphilosophie

Wir wollen Waren aus China anbieten, die entgegen dem Trend zu Billigprodukten für guten Geschmack und ausgezeichnete Qualität stehen sowie Lebensfreude vermitteln.

Wir vertreiben nur Produkte von Herstellern, die einen verantwortungsvollen Umgang mit Mensch und Natur pflegen. Nicht nur soll das Produkt dem Konsument Freude bereiten, sondern auch die Produktion soll den betroffenen Menschen Vorteile bringen.

Deshalb beabsichtige ich die Hersteller von Holzwaren von der Verwendung FSC-zertifizierten Holzes zu überzeugen. Dies ist in China leider noch relativ unbekannt aber durch entsprechende Nachfrage kann sich etwas bewegen.

Mein Ziel ist, dass alle Kunden mit unseren Produkten und Leistungen zufrieden sind, sich lange daran erfreuen und sie auch bedenkenlos genießen können.


Dafür steht symbolisch "LeBaoLong", der "fröhliche Drache", der über die Qualität und die gewissenhafte Auswahl der Produkte wacht.

Deshalb kann ich für die Qualität unserer Produkte, die mein Haus ohne Ausnahme nur nach gründlicher Qualitätsüberprüfung verlassen, uneingeschränkt garantieren.


Markus Hassebrauk"

Quelle: https://www.lebaolong.com/philosophie.htm

Vielleicht hilft es Herrn Hassebrauk häufige Anfragen zur Holzzertifizierung zu schicken, damit er seine Handelspartner schneller überzeugen kann.

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BeitragVerfasst: 25.12.2020, 18:29 
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Deshalb wurde es bei mir nur Pfirsichholz. Ich trau inzwischen auch dem FSC-Siegel nicht mehr. Nässe hält Pfirsichholz vermutlich nicht aus, aber feuchte Haare sind kein Problem. Ich hab meinen Pfirsichholzkamm jetzt seit fast 10 Jahren und das Holz ist immer noch schön glatt, das wird auch bei Treffen immer wieder festgestellt.

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BeitragVerfasst: 26.12.2020, 10:38 
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Danke für die vielen ausführlichen Infos.
Ich denke ich werde zum einen Markus Hassebrauk nochmal direkt darauf ansprechen, zum anderen einen Pfirdicchholzkamm kaufen.
Wenn ich damit gar nicht klar kommen sollte, kann ich mir auch in Zukunft noch überlegen ob Palo Santo eine Alternative sein könnte...

Wie ist das eigentlich mit der Ausformung der Zinken am Kamm?
Es scheint ja viele Kämme zu geben, da sind diese nur ausgesägt. Bei anderen ist die Lücke zumindest abgeschrägt.
Ist das haarfreundlich? Oder bearbeitet ihr das selber nochmal nach?


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BeitragVerfasst: 26.12.2020, 11:24 
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Ich hab meine nachbearbeitet. Die mit dem eckigen Zahngrund hab ich gar nicht gekauft. Aber auch die anderen kann man noch weiter perfektionieren. Wenn ich vom Holz her nur einen mit eckigem Zahngrund nehmen könnte würde ich den auf jeden Fall nachbearbeiten. m.W. macht das Hr. Hassebrauk auch auf Nachfrage, weiß aber nicht mit wieviel Aufpreis.

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BeitragVerfasst: 26.12.2020, 19:58 
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Das nennt sich abgerundeter Zahngrund. Ich mag das lieber. Wäre nicht Pandemie, würde ich dir empfehlen bei einem Treffen mal verschiedene Kämme auszuprobieren, damit du nicht blind kaufen musst. :|

Bürste hatte ich auch mal eine ganz gute, in der nichts an den Stiften hängenblieb. Ich weiß nicht mehr, woher die war. Mein Problem ist aber, dass ich mit Bürste mehr dazu neige Knoten durchzureißen. Mit Kamm spüre ich die früher und kann sie dann mit den Fingern lösen.

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BeitragVerfasst: 27.12.2020, 16:42 
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Meine neuen Kämme liegen im Badezimmer. Beide im Stoffbeutel. Die Tür ist fast immer offen.

...aber wenn ich ins Bad komme, schnuppert es total nach Palo Santo!

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BeitragVerfasst: 28.12.2020, 01:09 
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@Desert Rose,

Ja, ein Kamm ist da ehrlicher. Meine Kämme liegen im Wohnzimmer und ich bring sie zum Kämmen immer mit ins Bad und nach dem Kämmen wieder zurück in die Stube. Sicher ist sicher.

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BeitragVerfasst: 30.12.2020, 11:04 
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Ich Habe Herrn Hasselbrauk nochmal bezügl. der Herkunft von Palo Santo angeschrieben.
Die Antwort ist für mich ziemlich ernüchternd, Palo Santo ist als Holz für mich daher raus.
Ich hoffe es ist ok wenn ich Herrn Hasselbrauks Antwort hier zitiere? Das ist ja vielleicht für die ein- oder andere Person noch interessant?

Zitat:
nun als Palo Santo (Verawood) bezeichnetes Holz kommt leider aus den Tropen oder Subtropen (Argentienien) und ist dazu zum Teil (Bulnesia sarmientoi) geschützt und der Handel von Rohholz verboten. Es gibts zwei Arten die als Palo Santo bezeichnet werden aber auch die zweite Art (Bulnesia arborea) aus der die Kämme gefertigt werden, wird wohl auch bald geschützt werden müssen. Zertifiziertes Palo Santo gibt es meines wissens nicht und woher das Holz in China genau kommt wissen auch nicht mal die Hersteller wirklich. Zertifizierung ist dort noch kein Thema. Vermutlich wird es früher oder später, wenn der Rohholzhandel verboten wird und die Lager aufgebraucht sind, keine Kämme aus Palo Santo mehr geben.

Die Eigenschaften des stark Öl und Harz haltigen Holzes machen es leider sehr beliebt auch wenn man meiner Meinung nach ähnliches mit anderen Hölzern erreichen kann, indem man diese ordentlich in Öl tränkt. Allerdings erreicht man das am besten mit schweren Harthölzern die nun alle auch aus eher tropischen Gefilden kommen, das ist leider das Dilemma bei den besonders hochwertigen Kämmen.


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BeitragVerfasst: 30.12.2020, 17:25 
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Also das verstehe ich jetzt nicht. :o

@Silberfischchen, du hattest doch oben den Namen Guaiacum officinale erwähnt. Dazu habe ich in Wikipedia aber keinen Verweis auf den Namen Palo Santo gesehen. Wenn ich in Google Palo Santo eingebe, erhalte ich den lateinischen Namen Bursera graveolens.

Dann gibt es also laut Firmeninhaber Markus Hassebrauk noch die beiden Bulnesia-Arten Bulnesia Sarmientoi und Bulnesia arborea, von denen eine geschützt ist und die andere nicht.

Was mich wundert: Mein normaler weitzinkiger Palo Santo-Kamm kämmt viel besser als der Langhaar-Kamm (beide Zinkenabstand von 4 mm) Woran liegt das? Weil der normale Kamm leichter ist und ich ihn dann nicht so schnell durchs Haar gleiten lasse (eher unbewusst) oder sind es verschiedene Holzarten? Aber man hat ja auch innerhalb eines Holzes gewisse Unterschiede. Ist mir auf jeden Fall ein Rätsel. Ich hab aber schon das Gefühl, dass der Langhaarkamm mehr ölt. Vielleicht ist zu viel Öl für die Haare im Kamm ja auch nicht so gut, während es bei dem normalen Kamm von mir wohl genau richtig in der Dosierung ist.

Und wenn das Palo Santo und das Bulnesia also so gefährdet sind, warum forstet man dann nicht einfach auf und züchtet das Holz in Plantagen?

LG
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BeitragVerfasst: 31.12.2020, 17:52 
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Ah... also doch Bulnesia..... mir war so.

Die Bezeichnungen gehen etwas durcheinander.

Palo Santo ist ja keine botanische Bezeichnung. Palo Santo a.k.a. Lignum Vitae heißt auf deutsch Pockholz.

Und das "echte" Pockholz, also das von dem man seinerzeit annahm, es könne Pocken heilen, das aus dem der Guajaktest gemacht wurde ist Guajacum officinale. Das wird schon länger kontrolliert gehandelt und ich meine seit 2019 2017 sei es geschützt, so dass nur noch Altbestand im Handel ist. ....Edit: sieht unten aber wieder anders aus... Liste 2 heißt eigentlich kontrolliert... hm.

Bulnesia ist das "unechte" Pockholz, a.k.a. Veraholz, was aber auch mit dem Synonym Palo Santo oder Lignum Vitae bezeichnet werden kann. Der Unterschied ist die Größe der Bäume und der Harzgehalt. Guajacum ist viel fettiger als Bulnesia. Seit wann Bulnesia wie weit geschützt oder kontrolliert wird weiß ich nicht... auswendig....

Bulnesia ist deutlich heller als Guajacum.
Das hier ist ein typisches Brettchen Bulnesia:
https://www.edelholzverkauf.de/Pockholz ... 22660.html

und so sieht Guajacum aus.
https://www.edelholzverkauf.de/Pockholz ... 29645.html

Hier die CITES-Liste
https://www.bfn.de/fileadmin/BfN/cites/ ... Aug-20.pdf
Da sind auch die diversen Synonyme drauf (für beide Arten auch das Synonym Palo Santo) und am Anfang steht auch dass die Liste nicht vollständig ist, weil es zu viele Bezeichnungen gibt. :ugly:

Bulnesia arborea ist z.B. nicht drauf.
Andere Bulnesia schon, genau wie Guaiacum auf Liste II.

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BeitragVerfasst: 31.12.2020, 18:29 
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Hallo SiFi,

Vielen Dank für die Erläuterungen. :) Da sollte ich Herrn Hassebrauk also immer fragen, welches Holz genau das ist.

Also mein Langhaarkamm ist deutlich öliger (vielleicht Guajacum) als der in der Mittelgröße (vielleicht Bulnesia). Was mir bei näherer Betrachtung gestern auch aufgefallen ist: Die Zinken von dem Langhaarkamm sind dicker, obwohl der Zinkenabstand dem von der Mittelgröße nahezu gleich ist, aber eben nicht ganz gleich, sondern die Zinken des Langhaarkammes sind minimal sich nach unten hin seitlich verbreiternd, während bei der Mittelgröße die Zinken wirklich oben und unten gleich dick sind. Das bedeutet, dass die Zinken am Kammschaft enger zusammenstehen als an den dünneren Spitzen. Es ist hingegen kein Problem, wenn die Zinken sich in der Tiefe, also von vorn nach hinten verbreitern. Ich hatte immer Probleme mit Kämmen, die solche sich seitlich verbreiternden Zinken hatten, egal welches Material. Wahrscheinlich, weil sie so mehr Haar aufnehmen, als unten dafür Raum ist.

Durch die größere Zinkenlänge des Langhaarkammes werden m. E. eh zu viele Haare gleichzeitig gegriffen, als für schonendes Kämmen gut wäre. Das, der Umstand, dass die Zinken generell dicker sind, das enorme Gewicht des Kammes, das zu schnellerem Kämmen verführt und die starke Öligkeit sind Minuspunkte beim Kämmen. Vielleicht ist die Öligkeit ja gut für Leute mit sehr trockenen Haaren, für NS/WOler wie mich momentan eher nicht. Das ist jetzt auch schon das dritte explizite Langhaarprodukt in meinem Haarleben, das im Vergleich zur nächstkleineren Größe schlechter abschneidet.

Guten Rutsch und

LG
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Die "konischen Zinken" sind in der Tat ein Punkt. Ich halte den Kamm allerdings nie so rum, dass die Haare sich im Zinkengrund sammeln sondern immer andersrum, dass sie notfalls flüchten können, wenn es ihnen zu eng wird.

Ich glaub allerdings nicht, dass das Fett wesentlich auf's Haar übertragen wird. Ich merk halt den Unterschied beim bearbeiten mit den Geräten und beim Schleifen, da kann man beide blind unterscheiden. :lol:
Guaiacum ist noch wasserfester als Bulnesia (was bei NW/SO natürlich grad egal ist :) )

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