Langhaarnetzwerk

Wir sagen "ja" zu langem Haar.
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BeitragVerfasst: 03.04.2014, 22:46 
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*restauratorin auspack*
originaler bronzezeitlicher metallschmuck (aus raubgrabungen, was ja sowieso böse ist) wäre heute auch keine freude mehr in der frisur- die oberflächen sind durch die korrossion sehr rau, ausserdem brechen die alten sachen schnell durch.
*restauratorin wegpack*

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10,5 cm ZU? wann ist denn das passiert?
1c M ii
SSS 106 cm
Mittelmischblond


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BeitragVerfasst: 30.06.2014, 13:34 
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Hoffentlich bin ich hier richtig.
Ich bin auf der Suche nach 'alltagstauglichem', historischem Haarschmuck/Haartrachten. Zeitlich ab der Eisenzeit (Kelten, Germanen, Wikinger, Römer) bis hin ins Mittelalter. Es geht weniger darum ein Orginal zu besitzen, als ein Replikat nachzubauen/ zur Schau zu tragen. Ich bin nämlich in einer Mittelaltergruppe und die meisten Frauen haben da ihre Haare einfach offen und das ist ja irgendwie blöd, wo man sich doch so viel Mühe mit der Kleidung gibt. Die Jungs haben immerhin ihre tollen nadelgebundenen Mützchen auf bzw. die Mittelalterleutchens eben ihren Helm. Ich werd auch Dr. Google fragen, aber wenn sich hier jemand auskennt und mir ein paar Quellen geben kann, wäre das super :D

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Aktuell (03.01.17): 111cm = Klassiker / Abgeschlossen: Sariden zieht gegen Schuppen ins Feld
Flexi8 Größen - Sammelthread, wir suchen noch Helfer :)
Oliven-&Kokosfreie Seifenliste


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BeitragVerfasst: 01.07.2014, 01:44 
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Hier hab ich mal ein paar Haarnadeln gesehen: http://www.peraperis.com/
Kann dir aber leider auch nicht genau sagen, wie "a" das ist ;) , da müsst ich auch noch ein bissl recherchieren. Ich denke bzgl Römer kann man mit einer schlichten Knochennadel nicht viel falsch machen.

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2cC10 • 105 cm / ~ Preclassic • dunkelaschblondbraunirgendwas


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BeitragVerfasst: 01.07.2014, 08:23 
sariden hat geschrieben:
Ich bin nämlich in einer Mittelaltergruppe (...)

Dann bist du doch bestimmt auch häufiger auf Märkten unterwegs. Da hab ich schon diverse Hornforken, Knochenstäbe und Metallstäbe gesehen (kann aber mangels Fachwissen nicht sagen, ob die den damaligen Originalen ähnlich waren oder nur für die Touristen.)
Also einfach mal bei den Schmuckständen und den Schmieden schauen.


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BeitragVerfasst: 01.07.2014, 13:07 
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In Tell Abraq wurden ca. 10 Elfenbeinkämme aus der Umm an-Nar Zeit gefunden
2 hatten ein Tulpenmuster und werden als Importe aus dem Indus gedeutet
http://2.bp.blogspot.com/-Q2LBDMFeJQs/U ... ontana.jpg
Die anderen haben das normale "konzentrische Punktkreis" Muster (Also ein Kreis mit einem Punkt in der relativen Mitte...)

Leider hab ich grad kein hübsches Bild gefunden, aber bei Interesse einfach anschreiben, ich hab die Bilder aufm PC

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von 125 cm auf 113 cm zurückgeschnitten,von 7cm auf 9cm Umfang (don't know how), Hennarot
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Wunschlänge: Terminal


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BeitragVerfasst: 03.07.2014, 19:37 
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Mittelalter:
Ich gehe davon aus (wenn man sich Bildquellen betrachtet), dass viel mit Bändern gemacht wurde, also z.B. Zopfkronen o.ä. "genäht" wurden. Einfache Metall- und Horn/Knochen/Holznadeln halte ich auch für wahrscheinlich. Außerdem natürlich wichtig: Haube oder Schleier - offenes Haar geht eigentlich nur für junge, unverheiratete Adelige ;)

Haare nähen: https://www.youtube.com/watch?v=M_HPjg-f8iQ
Ist zwar römisch, erinnert aber an vieles auf mittelalterlichen Darstellungen.

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braun mit Rotstich und zunehmend silberweiß
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BeitragVerfasst: 24.07.2014, 04:54 
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Danke für den Link zum Vernähen im Faustina-Style.

Und ich dachte es sei was außergewöhnliches
als ich meiner Tochter als Sissi den Zopfteppich zusammennähte. :oops:
viewtopic.php?f=12&t=127&p=2280971#p2280971

Pin up-Einschlagfrisuren kenne ich auch mit Hornkämmen.
Hatte ich in meiner Jugend gerne weil es schnell ging.

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BeitragVerfasst: 20.09.2014, 15:25 
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Das geht jetzt ein bisschen am Thema vorbei, aber:

http://www.livescience.com/47875-ancien ... sions.html

Schon damals wurde geschummelt :D

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BeitragVerfasst: 21.11.2014, 17:47 
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In der Antike hat man weniger mit Haarnadeln festgesteckt, und mehr festgenäht, behauptet zumindest eine Friseurin, die sich der experimentellen Archäologie widmet: http://online.wsj.com/articles/SB100014 ... 2195339456


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BeitragVerfasst: 21.11.2014, 18:05 
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http://www.youtube.com/watch?v=eA9JYWh1r7U
spannende Frisur,sogar mit Knoten.

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BeitragVerfasst: 21.11.2014, 18:45 
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Vielen Dank für den Link zum Video.
Gefällt mir sehr gut, als eine Basis zum Abändern.
Ähnlich habe ich auch schon geflochten, aber mehr oder weniger improvisiert und einfach nur zweckgebunden.

Das Zusammenspiel der Abteilung, und der Paarungen, so wie die Wicklung sind sehr gut erkennbar.

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BeitragVerfasst: 24.11.2014, 08:06 
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Kann mir nicht vorstellen das die Frisur täglich gemacht wurde.
Mit genähten Haaren konnte man sicher schlafen gehen.

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BeitragVerfasst: 24.11.2014, 08:41 
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Bestimmt. Und außerdem hatten die wen für die Haare - und einfacherere Leute hatten sicher einfachere Frisuren. Zumindest nach den Reliefs. Hier Cornrows (?) und Wurschteldutts bei Kindern ;)
http://www.kinderzeitmaschine.de/antike ... ut1=8&ht=3
Und hier weit oben angesetzte Cinnamons
http://www.forumtraiani.de/frauen-in-der-antike/
Ich vermute, diese Frisuren sind mit Bändern oder einfachen Haarnadeln/Forken/Stäben aus Bein oder Holz gemacht, zumindest ist keinerlei Haarschmuck sichtbar. Solche (Bein-)Nadeln sind über Funde belegt, auch schickere Ausführungen in Bronze. Haarnetze und schön Haarstäbe waren auch beliebt, erinnert mich manchmal an SL:
http://www.roemermuseum-schwarzenacker. ... .php?id=56 (auf die Abbildungen klicken)

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BeitragVerfasst: 07.01.2016, 19:00 
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Beiträge: 646
Wohnort: Nähe Basel
Hallo zusammen,

ich habe kürzlich einen Film geschaut, der im Schottland des späten 18./frühenn 19. Jahrhunderts situiert ist ( "Jane Eyre", 2011). Auf dem Bonusmaterial der DVD schimpfen sich die Kostümbildner, besonderen Wert auf authentische Frisuren gelegt zu haben.
Die Kinder haben alle offenes Haar und die Frauen einen mit einer Horn/Holz/Metallforke festegsteckten, geflochtenen Cinnanmon (?).

LG Mindi

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1cMii, Dreadhead bei 75cm


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BeitragVerfasst: 22.03.2016, 08:13 
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Beiträge: 290
Als Schülerin habe ich mal in einem Freilichtmuseum (Pfahlbauten) gearbeitet; da gab es auch wunderschön gearbeitete Haarstäbe aus der Bronzezeit. Von der Farbe her sahen sie nach Bronze oder Messing aus (eine Kupferlegierung eben). Genaueres wusste ich über sie nicht da ich in einer anderen Abteilung gearbeitet habe, aber immer wenn ich in der Holzhütte war in der sie ausgestellt wurden kam ich ins Schwärmen :verliebt:

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2aMii (~8.5), über Taille hinaus
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