Langhaarnetzwerk

Wir sagen "ja" zu langem Haar.
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BeitragVerfasst: 04.06.2014, 07:46 
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Eine Bilderserie in der Süddeutschen fiel mir gerade ins Auge:

Weltmeisterschaft der Friseure - Wettkampf mit der Schere

Blättert Euch einfach mal durch. Die Ergebnisse sind teils haarsträubend, teils witzig, teils kreativ. Und teils, erlaubt mir das Wort, ziemlich vulgär.

Zwei Dinge jedoch kristallisieren sich bei mir heraus:

1. keine einzige Frisur ist alltagstauglich, sie sind allesamt theatralisch, und keine paßt zu einer Frau, die nicht 18 Jahre alt ist und Modelmaße hat - sprich, das sind keine Frisuren für normale Frauen mit Beruf und Alltag, sondern Inszenierungen - was vermutlich dem Anlaß geschuldet ist (obwohl eine Weltmeisterschaft der Friseure vielleicht noch was anderes widerspiegeln könnte als so eine Inszenierung??? vielleicht Eingehen des Friseurs auf seine Kundin, beste Abstimmung von Kundin und Frisur, andere Looks als nur crazy chick, wo bleibt schlichte Eleganz, Understatement oder andere Geschmäcker.....? oder erwarte ich Unmögliches von ehrgeizigen Friseuren?)

2. Haare sind ausnahmslos nichts weiter als Rohmaterial fürs Styling. Haare in ihrem Naturzustand sind nur dazu da, geschnitten, gezwirbelt, gefärbt, geglättet, toupiert, aufgerollt o.ä. zu werden. Haar, das einfach nur da ist, das gesund ist, das die natürlichen Farben ihrer Trägerin widerspiegelt, das über Jahre hinweg gut gepflegt wird - das interessiert keinen.

Friseure sehen ihr Metier, wenn ich aus dieser Weltmeisterschaft mal hypothetisch auf den Berufsstand schließe, der dort in seinen extremsten und theatralischsten Exemplaren repräsentiert wird, als möglichst weite Entfernung von der Natur.

Tendenziell sehen wir diese Werthaltung an den Köpfen um uns herum. Glattes muß aufgeplustert werden, Lockiges geglättet, Haare müssen gebändigt, verändert, unter Kontrolle gehalten werden. Als wären es wilde Tiere, die dressiert werden müssen - in alten Büchern findet man auch manchmal das Wort "dressieren" für frisieren.

Der Witz dabei: das Haar wird sorgfältig auf Wildheit dressiert. Stunden um Stunden werden investiert, um dem Haar ein Ansehen künstlicher Wildheit zu geben.

Es reicht, sich diese Frauen vorzustellen, wie sie nach der Präsentation der Meisterwerke unter der Dusche stehen und die ganzen Liter Stylingmittel auswaschen. Wie sie aussähen, wenn die Haare einfach an der Luft trocknen dürften. Und wie die einzelnen Haare unterm Mikroskop aussehen.

Versteht mich nicht falsch: es ist das gute Recht der Friseure, ihre Kreativität an Haaren auszutoben, so wie ich meine an Garn, Wolle und Halbedelsteinen austobe. Es ist auch das gute Recht eines jeden Menschen, auf dem Kopf einen regenbogenfarbigen Gecko oder einen Riesen-Wirbel zu tragen, der eine Hommage an William Turner darstellt. Das macht die Welt schön und interessant.

Aber wenn von diesen Trendsettern :-) die Einstellung ausgeht und sich per Osmose in der ganzen Gesellschaft verbreitet, daß nur noch diese Haltung, die "Haare-sind-Rohstoff-und-in-Naturform-häßlich"-Haltung akzeptiert und toleriert wird - dann hört bei mir das Verständnis auf.

Ich habe den Verdacht, daß aus dieser Haltung heraus manchmal Feindseligkeit entsteht, die dann wir zu spüren kriegen, die eben nicht gestyltes (und damit notwendigerweise nicht allzu langes) Haar wollen und tragen und hegen, sondern eben tendeziell langes, mehr oder weniger natürliches. Klar, auch ich färbe und jede bzw jeder von uns findet seinen ganz eigenen Schnittpunkt zwischen einem vollkommen unberührten Struwwelpeter oder aber den extremen nur-noch-gestylten Frisuren, die mit Kunsthaar mehr gemeinsam haben als mit ihrem eigenen natürlichen Zustand.

Als Demonstration jedenfalls dessen, was Friseure (klar, nicht alle!!!!) als Ziel ihres Berufs sehen, finde ich die Bilderserie äußerst eindrücklich. Und darum ist sie für mich der beste Grund, einer Friseurs-Empfehlung gegenüber wohlwollende Distanz zu bewahren.

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BeitragVerfasst: 04.06.2014, 08:16 
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Friseure sind Handwerker :)
Unter diesem Aspekt verstehe ich die Frisuren durchaus.
Ansonsten tun mir die Haare (und die Frauen) leid.

Wer läuft denn damit nach der Veranstaltung rum?
So kann sich kaum jemand zuhause stylen. Also wird sicherlich alles wieder einheitlich überfärbt und in einen Kurzhaarschnitt verwandelt.
Irgendwie muss das Ungetüm auf dem Kopf ja alltagstauglich werden.

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Juli 2013: 85 cm; 2b Mii
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BeitragVerfasst: 04.06.2014, 16:59 
Ich finde das Meiste, was künstlerisch mit Haaren gemacht wird eigentlich schön. Aber von diesen Frisuren & Farben finde ich absolut gar nichts schön. Das sieht alles irgendwie.. tja, jede Frisur, jedes Haar schreit da nach Aufmerksamkeit.


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BeitragVerfasst: 05.06.2014, 01:53 
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Zu Matas zweitem Punkt - ich denke es kommt noch ein Faktor hinzu: Friseure wollen mit ihrem Beruf Geld verdienen (was ja auch legitim ist). An einem fransigen Stufenschnitt der "Bewegung reinbringt" (oder was da die buzzwords sind) und regelmäßig nachgeschnitten werden muss, oder einem kunstvollen Balayage-Ombre-Etwas das man nicht einfach selber nachfärben kann läßt es sich leichter verdienen als an Haar das "einfach nur da und gesund" ist.

Matas Gedanken bezüglich der "Haare-sind-Rohstoff-und-in-Naturform-häßlich"-Haltung kann ich allerdings sehr gut nachempfinden.
Nehmen wir als Beispiel einmal so etwas: https://www.youtube.com/watch?v=Jpt7TagYjt0 . Ja, das blau-lila-schwarz Farbenspiel sieht toll aus, das gebe ich zu. Ja, das kann man schon als Kunst bezeichnen. Nur, das Modell hat(te) schwarze Haare. Das heißt, um das ganze möglich zu machen musste erst einmal gnadenlos blondiert werden. So etwas macht man, wenn man Haare will die jetzt toll aussehen, nicht wenn man Haare will die noch in zehn Jahren und mit mehr als Schulterlänge toll aussehen.

Eben das finde ich am langfristigen Pflegen und Bewahren der (langen) Haare so sympathisch - es bedeutet, sich zumindest in einem Lebensbereich gegen die Kultur des sofortige-Befriedigung-Wollens zu entscheiden, und für Nachhaltigkeit, für Bewahren, für Geduld, für Achtung vor dem Tempo der Natur (Abschneiden und "stylen" geht jederzeit und sofort, das Wachsen der Haare dauert seine Zeit).

(Edith sagt, dass da ein Wort gefehlt hat.)


Zuletzt geändert von DancingRussandol am 05.06.2014, 12:28, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 05.06.2014, 07:14 
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DancingRussandol hat geschrieben:
Eben das finde ich am langfristigen Pflegen und Bewahren der (langen) Haare so sympathisch - es bedeutet, sich zumindest in einem Lebensbereich gegen die Kultur des sofortige-Befriedigung-Wollens zu entscheiden, und für Nachhaltigkeit, für Bewahren, für Geduld, für Achtung vor dem Tempo der Natur (Abschneiden und "stylen" geht jederzeit und sofort, das Wachsen der Haare dauert seine Zeit).


Das klingt so viel schöner als "Ich bin zu faul, jeden Morgen kurze Haare stylen zu müssen und Friseur war die letzten Jahre im Studentenbudget sowieso nicht drin"... :mrgreen:

Ich würde auf so eine Weltmeisterschaft aber in Hinblick auf "normale Friseure" auch nichts geben, natürlich ist das komplett abstrus und unpraktikabel. Wer hätte schon Lust, sich anzuschauen, wie ein Haufen Juroren aus zwanzig Mal Omidauerwelle oder schulterlangem Stufenschnitt die handwerklich solideste Variante aussuchen... :wink:

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BeitragVerfasst: 05.06.2014, 08:25 
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Hier gings auch schonmal darum: viewtopic.php?p=2174702#p2174702

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BeitragVerfasst: 05.06.2014, 08:53 
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In der Mode ist es doch dasselbe. Auf Haute-Couture-Schauen wird auch nur untragbares Zeug gezeigt, das nur die Kreativität der Designer zeigen soll. Im wahren Designprozess geht es eher darum, ein Kleidungsstück optimal an Körper und Stil der Trägerin oder des Trägers anzupassen und ihre/seine Vorzüge zu betonen und die Nachteile zu kaschieren (jedenfalls sollte es so sein). Als Kunstform können Haute-Couture-Schauen dann aber doch wieder interessant sein.

Friseure verdienen an gesunden naturbelassenen Haaren Nichts. Deshalb wird die Feindschaft zwischen Langhaarigen und Friseuren sicher nie begraben werden.

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Länge=Rückenmitte (86cm nach SSS).
Ziel: Terminallänge.Pflege:selbstgerührte NK,
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BeitragVerfasst: 05.06.2014, 17:39 
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""Rapunzel war gestern": Die neuen Haarlängen reichen nur noch bis zur Schulter - oder eben kürzer, sagen die trendbewussten Friseure."
:roll:
Steht unter Bild 8. Na dann. Wir sind alle von gestern :lol:

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BeitragVerfasst: 05.06.2014, 18:44 
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Also ich bin schon seit vorgestern von gestern :-D

Wer richtet sich eigentlich nach so einem Kack??? Also wer sich vor ein paar Jahren, als "lang" und "Zöpfe" "In" waren, die Haare hat wachsen lassen, der hackt sie jetzt ab, weil das irgendwie total "out" ist?? Hm.

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BeitragVerfasst: 05.06.2014, 19:39 
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Als Kunstform finde ich es interessant und leid tun mir die Frauen auch nicht - wurden ja nicht an die Stühle gefesselt :ugly: :mrgreen:

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BeitragVerfasst: 06.06.2014, 11:47 
wuschlon extraordinaris hat geschrieben:
In der Mode ist es doch dasselbe. Auf Haute-Couture-Schauen wird auch nur untragbares Zeug gezeigt, das nur die Kreativität der Designer zeigen soll. Im wahren Designprozess geht es eher darum, ein Kleidungsstück optimal an Körper und Stil der Trägerin oder des Trägers anzupassen und ihre/seine Vorzüge zu betonen und die Nachteile zu kaschieren (jedenfalls sollte es so sein). Als Kunstform können Haute-Couture-Schauen dann aber doch wieder interessant sein.

Genau das. Diese Frisuren sind, genau wie die Kleider in den großen Modeschauen, völlig alltagsuntaugliche Kunstwerke. Das ein oder andere Detail daraus kann Trend werden - aber mehr erwartet auch keiner.


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BeitragVerfasst: 06.06.2014, 14:28 
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Ich ärgere mich über sowas nicht. Jeder wie ers will und wie bereits gesagt wurde, hier geht es halt nur noch um das Handwerk. Was ich aber nicht verstehe, wie diese Friseure außerhalb dieser Messen ihr Geld verdienen! Diese Kunstwerke die die da zaubern ist ja nix für den Alltag, ich hab jedenfalls noch nie so etwas auf der Straße gesehen! Bei den meisten Leuten läuft ein Friseurbesuch doch ganz unspektakular ab und das da wird auch nie ein Trend werden, in der Form.
Die meisten Leute gehen mehrfach im Jahr zum Friseur und trotzdem sieht man meist kaum ein Unterschied. Ein paar cm mehr oder weniger, ein bisschen Ansatz färben, mal ne neue Haarfarbe (das höchste der Gefühle ist meist rot, ansonsten "natürliche" Farben wie blond oder braun) etc..
Also die meisten Kunden ticken so wie wir und wollen, dass das Haar noch als Haar erkennbar ist!
Und mir scheint es als macht sich der Journalist selber ein bisschen darüber lustig... oder?

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BeitragVerfasst: 06.06.2014, 17:03 
Ich finde es befremdlich, wie sehr eine Kunstform von dir Mata verunglimpft wird. Worin besteht denn der Bedarf eines gesunden langen Haares an einem Friseur? Warum kannst du es nicht akzeptieren, dass das Können von Friseuren darin liegt mit Haaren zu arbeiten und sie in eine bestimmte Form zu bringen - Wer das am Besten kann und dabei noch ein Gespür für Schönheit hat, gewinnt. Das heißt noch lange nicht, dass die Friseure ausschließlich extreme Frisuren und Stylings können. Sie haben das Potential dazu, ja, also würden sie ein anderes, weniger aufwendiges Styling auch hinkriegen. Als ich überlegt hatte mir Stufen und einen Pony zu schneiden, sind für mich zwei Salons in Frage gekommen. Mein favorisierter Friseur hat auch an der Messe teilgenommen. Dennoch wäre ich, als Mitglied des LHN, die auch sämtliche Öko-Sachen kennt, dort hin gegangen. Warum? Weil ich weiß, dass er nicht nur 08/15-langweiligundlang kennt, sondern, dass er, weil er an solchen Sachen teilnimmt, andere Dinge sieht und einen anderen Blickwinkel auf Dinge hat wie ich. Ich bin zwar keine 18 mehr, möchte aber auch nicht altbacken aussehen. Ich würde zu keinem Friseur gehen, von dem ich vorher keine Arbeitsproben kenne. Dafür sind mir meine Haare zu wertvoll.
Mit besagtem Friseur habe ich übrigens auch schon über Öle und BBBs geredet :wink:


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BeitragVerfasst: 06.06.2014, 17:26 
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Verunglimpft :shock:

Lies Dir noch mal durch, was ich geschrieben habe.

Mein persönlicher Geschmack sind diese Frisuren nicht, ich finde sie zu auffällig und zu vulgär, aber ich habe doch dazugeschrieben:

Versteht mich nicht falsch: es ist das gute Recht der Friseure, ihre Kreativität an Haaren auszutoben, so wie ich meine an Garn, Wolle und Halbedelsteinen austobe. Es ist auch das gute Recht eines jeden Menschen, auf dem Kopf einen regenbogenfarbigen Gecko oder einen Riesen-Wirbel zu tragen, der eine Hommage an William Turner darstellt. Das macht die Welt schön und interessant.

Und dann habe ich meine Meinung dazu gesagt.

Was also ist das Problem?

Die Einstellung "Haare sind Rohstoff" ist die Mainstream-Meinung, die altbackenen (ist das nicht verunglimpfend?) wie ich sind Minderheitsmeinung.

Ich mag meinen Friseur auch, der immer staunt, womit ich mir die Haare färbe und wieso es kommt, daß ich keinen Spliß habe. Ich respektiere auch sein Können. Er schneidet sehr gut und ich bin froh, daß ich ihn gefunden habe. Er ist eben mehr auf der Styling-Schiene, ich auf der Pflege-Schiene.

Unter Kunst fallen die Erzeugnisse dieser WM für mich nicht, obwohl mein Kunstbegriff auch Erzeugnisse der kommerziellen visuellen Kultur umfaßt. Dafür sind sie zu sehr aufs Auffallen und Demonstrieren technischer Fertigkeiten konzentriert, meiner Einschätzung nach. Zu sehr unter Konkurrenzdruck entstanden.

Als Ausdruck persönlicher Vorlieben oder Verrücktheiten außerhalb von Wettbewerb und Medienrummel entstanden - würden mir die Frisuren schon eher in den Bereich von Kunst geraten. Aber so doch nicht.

Ich bin für eine Erweiterung des Kunstbegriffs, aber doch nicht SO weit. Es gibt zB bestimmt Kunstfingernagel-Gestaltungen, die ins Künstlerische gehen - wo jemand seine persönlichen Visionen in ein ungewöhnliches Medium gefaßt hat. Aber das macht noch nicht aus jedem Acrylnagel ein Kunstwerk.

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BeitragVerfasst: 24.06.2014, 23:26 
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Kennt jemand von euch "Über kurz oder lang"? Es geht um eben diesen Wettbewerb, und wie sich das für Filme dieser Art gehört, außerdem um jede Menge zwischenmenschliche Verwicklungen. Es mag kein großes Autorenkino sein, aber ich mag den Film sehr. Ein Film mit Alan Rickman und Bill Nighy ist ein Film mit Alan Rickman und Bill Nighy, und die sind nie völlig verunglückt. 8)
Klick
Was den Wettbewerb als solchen angeht: ich finde es faszinierend, auch wenn mich der Weebewerbsgedanke als solcher stört. Ich mag z.B. auch keine Chorwettbewerbe (noch so ein beliebtes Filmthema), da ich den Gedanken des um die Wette singens absurd finde, aber was soll's.

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Tobe, Welt, und springe,
ich steh hier und singe
(BWV 227)
Ich mach's öfter


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