Langhaarnetzwerk

Wir sagen "ja" zu langem Haar.
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BeitragVerfasst: 11.10.2018, 17:41 
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Hallo allerseits,

@Andie,
willkommen in meinem Projekt. :) Brauchst nicht schleichen. Lass dich nieder und nimm dir eine Stulle und ein Schöfferhofer, wenn du magst. Mich hat die Furnivals-Helix gerade deshalb neugierig gemacht, weil sie mächtig ist, aber nicht zu lang. Meiner Erfahrung nach kommen dicke Forken auch häufig besser in kürzer, weil der Dutt dann kugeliger wird und also nicht so langgezogen. Hatte mir Kimi von Grahtoe damals auch bestätigt, als ich sie gefragt hatte, ob die Nutzlänge von 11 cm meiner Wunschforke für meine Haare nicht zu klein wäre. Und gerade Helixen stehen ja durch die Windungen der Zinken gerne hinten vom Dutt ab, da ist es besser, wenn sie kürzer als zu lang sind.

@Sarah,
ja, das habe ich schon früh festgestellt. In Tunesien werden Achate in rauen Mengen an Touristen verkauft und man sieht eigentlich sofort, dass dass sie gefärbt sind, zumeist mit diesem aufdringlichen Türkiston.

Ich hatte ja im letzten Beitrag die Forke von Mariya4Woodcarving erwähnt, wo mir der Leim den Stein derart entfärbt hat. Eigentlich hätte mich die Beschreibung "green stone" stutzig machen sollen. Aber euphorisch wie ich war ...

@Razzia,
schön, dass du wieder reinschaust. :) Ich sehe, die Furnivals-Helix haut richtig rein.

Warum eigentlich melde ich mich heute, wo doch gar kein Trimmtag ansteht? Dazu kommt noch, dass ich beim Haarewaschen etwas nachlässig war. Zumeist stehe ich früh vor allen anderen auf, um mir die Haare zu waschen. Was aber, wenn ich den ganzen Tag irgendetwas tun muss, wo mir die Haare, vor allem nass, nur im Wege sind? Richtig, ich stecke sie hoch. Ich lasse sie in solchen Fällen auch schon mal offen über Nacht trocknen. Dann sind sie am nächsten Tag zwar trocken, aber ich habe eben nicht mein Leave-In reingemacht, als die Haare noch fast trocken waren. Feuchte ich sie dann nachträglich etwas an, um den Condi zu verteilen, ist es nicht mehr dasselbe. Die Haare fühlen sich belegt und sperrig an, lassen sich nicht so gut kämmen. Die Folge - vermehrtes Haareausgehen beim Kämmen. :ugly: Jetzt aber genug gejammert.

Ich habe ein paar Frisuren gemacht, Haarschmuck umgearbeitet.

Mich hatte mal jemand hier gefragt, ob man mit dem Hairagami (vor allem mit meinem neongelben) auch Frisuren machen kann, wo man das Teil auch sieht. Klaro, kann man! Ich habe damit neulich beim Haaretrocknen einen megafetten Pferdeschwanz gemacht, wo man das Hairagami gar nicht spürt, dafür aber sehr gut sieht. :) Dabei macht man mit dem Hairagami einfach einen Kreis und steckt dann die beiden Enden über das Ende, wo die beiden Stäbe durch den Stoff zusammengehalten werden. Mit der kleineren, bei Claire's erhältlichen Version wird er bestimmt nicht ganz so fett, dafür aber sicherlich etwas fester. Wäre das Hairagami hier im Bild noch größer, dann würde es sicherlich rutschen, so wackelig wird es. Aber für den Hausgebrauch und wenn man nicht gerade außer Haus zum Headbangen geht, reicht es allemal.

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Geht das schon als aktuelles Längenbild durch? War nach dem Waschen und noch völlig ungekämmt.

Man kann mit dem Hairagami auch die Haare eine Rolle eindrehen und den Rest über dem Kreis herunterhängen lassen.
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Die Variante geht bei mir immerhin bis Steiß. Wenn man sich allerdings viel bückt, kommt der Ring mit den zuerst aufgewickelten Haaren zum Vorschein.

Damit das nicht passiert, kann man mit dem Haarschweif jetzt gut einen großen Renaissance-Dutt machen. Zu diesem Behufe nimmt man die Haare unterhalb des Hairagami-Kreises mit einer Spange zusammen, die man im Deckhaar oberhalb des Nackens verankert.
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Man kann die Spange jetzt leider nicht sehen, weil der Dutt so dick ist.

Dann teilt man den Haarrest in zwei Hälften, wickelt ihn gegenläufig um den eigentlichen Dutt, so dass man die Spange nicht mehr sieht, und klemmt die Enden mit ein paar Bobby-Pins fest. Bei mir hat eine größere gereicht, die man natürlich auch nicht unbedingt sehen sollte.

Und so sieht das Ganze aus:
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Es war schon ziemlich finster, als ich diese drei Bilder gemacht hatte, deshalb der Rotstich.

Dann gab es diese Woche einen Flechtdutt, gehalten von einer Forke von IanirasArtefacts auf Etsy, eine Banane (auch mit Rotstich, dieses Mal aber wegen des Lindgrünhintergrundes der Blätter - ihr seht, eine Ausrede hab ich immer. ;) ) mit Thal-Werkstatt-Kamm, sowie ein LWB mit Forke von Mariya4Woodcarving (auch Etsy). Merke, wenn man nur die mittlere Zinke einer Forke direkt in das Auge der Schlaufe einsteckt und wieder austreten lässt, kann man auch mit Forke eine Art Strich erhalten.
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Bild

Diese Forke hatte ich auf dem Mariya4Woodcarving-Gruppenbild im letzten Beitrag hier im PP glatt vergessen. Ich habe sie gestern von ihrem ursprünglichen, grünen Malachitstein befreit. Ich fand das Grün schon von Anfang an penetrant, aber die Form der Forke war einfach unschlagbar. Heute, wo ich sie trage, frage ich mich, wieso ich nicht schon früher dreizinkige Forken gekauft habe. Bislang habe ich ganze vier von der Sorte, naja zwei vierzinkige von Grahtoe gibt es auch noch. ;)

Hier die Metamorphose der Forke:
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Die Forke wurde kopfüber ins Wasserdampfbad gepackt, damit sich der Stein leichter rauspulen lässt. Hat auch geklappt. Die beiden Klipse sind dazu da, die Beinchen noch etwas gerader zu biegen, damit die Frisur nicht so aufspannt. Außerdem berührt der Stein dann nicht das Metall des Siebeinsatzes.

Dann hatte ich mir von einem Inder einen marquiseförmigen Markasit bestellt. Normalerweise kennt man Markasite als diese kleinen grünlich-gräulichen facettierten Steinchen, die in Silberschmuck verarbeitet werden. Als Cabochon sind sie doppelt so schön, finde ich. Ich hatte einfach die Maße des Original-Steins eingegeben und geschaut, was Ebay.com so ausspuckt. So habe ich den Stein gefunden. Dummerweise sind die Steine, die ich zu diesem Zweck bestelle, trotz genauen Ausmessens des ursprünglichen Steins immer einen Nü größer als die Steine, die ausgetauscht werden sollen. Also wurde nochmal die Höhlung angepasst, wurde dann doch zu groß, was mit Holzstaub aus der Forke, also Schleifrückständen und Leim korrigiert wurde. Bei der ursprünglichen Beschreibung stand Rauch-Birkenholz. Es muss sich dem Geruch nach, der sich beim Schleifen entfaltet hat, jedoch eher um Sandelholz handeln. Das hat das Arbeiten ungemein verschönert. Hinterher wurde alles natürlich noch mit Micromesh auf Hochglanz poliert. Für die Ornament-Höhlung hätte ich eigentlich Schwabbel gebraucht, aber mein Finger tut es zur Not auch.

So sieht die Forke jetzt aus:
BildBild
Und noch ein Draußen-Tragebild in der prallen Sonne, um die Lichteffekte besser einzufangen.

Dann habe ich etwas mit Fibeln herumexperimentiert, ja, genau mit den runden Dingern, die wie Gürtelschnallen aussehen und mit denen man Gewänder oder Schals schließen kann.
BildBild

Die Fibel mit den Labradoriten ist aus Bronze und schimmert auch schön roségoldfarben. Bei der Eisenforke habe ich den Dorn gekürzt. Der war mir viel zu spitz und zu lang und überhaupt war der Ring des Dorns nicht vollständig geschlossen, was mich geärgert hat. Ich habe deshalb sogar Preisnachlass erhalten, weil der Verkäufer auf Nachfrage behauptet hatte, er sei zu. Nunja, er hat sich über das Actionpic gefreut. Zukünftig weiß er aber Bescheid.

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Beides sind Diskbuns. Ich habe die Fibel zuerst in einen Pferdeschwanz gepackt, bei der Bronzefibel wurde es mangels Durchmesser nur ein größerer Halfup. Dann die Haare geteilt und gegenläufig um die Basis gewickelt. Ging sehr gut und hätte bei der Eisenfibel sogar noch besser gehalten, hätte ich die Enden noch mit Klemmen fixiert. Ist ja doch ziemlich schwer, das Teil.

Man sollte bei dieser Methode, die Fibeln im Haar zu verbauen, immer bedenken, dass der ZU zweimal durch das Rund muss - über den Dorn und dann wieder zurück. Also für die perfekte Passform den Flächeninhalt des ZU ausrechnen, diesen verdoppeln, dann aus dieser verdoppelten Fläche den neuen Umfang errechnen - müsste mit ein paar mm Zuschlag passen. Die Stahlfibel ist mir fast etwas zu groß, die Bronzefibel zu klein, um alle Haare unterzubringen. Vielleicht frage ich irgendwann mal nach einer CO.

Last but not least, meine drei neue Stein-im-Bretter sind angekommen:
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Die linke Forke ist aus Amaranth mit Labradorit. Ich wollte schon immer mal eine Amaranth-Forke haben und hier ist sie. Gesamtlänge (gerade gemessen) ist 17 cm,
Gesamtlänge (an der Wölbung gemessen) ist 18 cm. Die Nutzlänge (gerade) beträgt 13 cm und die gewölbte Nutzlänge ist 14,5 cm.

In der Mitte eine Ebenholz-Hakendran-Forke mit Larimar. Ich finde, der Larimar schimmert ganz geheimnisvoll in dem schwarzen Bett. Die Forke ist in der geraden Länge 15.5 cm, in der gebogenen Länge 16.5 cm lang. Nutzlänge beträgt in gerader Länge 14,5, in der Kurve 16 cm.

Ganz rechts eine Hakendran-Katalox-Forke mit Splint und einem Wassermelonen-Turmalin, die sehr gut zu den Rubin-Zoisit-Ohrringen passen wird, die rein zufällig gerade zu mir unterwegs sind. Schon aus diesem Grunde brauchte ich diese Forke. Sie ist insgesamt in der Kurve 19 cm lang, in gerader Länge sind es 17,8 cm. Die Nutzlänge beträgt in gerader Länge 17, in der Kurve 18 cm.

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"Über sieben Brücken musst du geh'n", singt Peter Maffay. Auf dem vorletzten Bild sind es immerhin drei.

Tragebilder gibt es später, wenn ich die Forken alle ausgeführt habe.

Euch noch eine schöne Restwoche! :winkewinke:

LG
Fornarina

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Zuletzt geändert von Fornarina am 12.10.2018, 14:59, insgesamt 9-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 11.10.2018, 17:50 
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Wow hast du schöne lange Haare und so schöne Frisuren. Dein Haarschmuck gefällt mir vorallem der filigrane aus Holz. Darf ich bei dir Mitlesen? Lg Schmetterlingsblond

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BeitragVerfasst: 11.10.2018, 20:38 
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Du machst es einem echt schwer, einen Favoriten herauszupicken... Vielleicht doch die Riesen-Banane oder doch lieber den nur-Haar-Dutt? Leider ja nicht der Malachit, aber naja... Ich hätte ehrlich gesagt Bedenken, daß ein Markasit zu stoßempfindlich ist - vielleicht gibt sich das auch mit mehr Masse?-, aber er sieht natürlich toll aus! Und der ganze andere Rest auch - wie gesagt, Du machst es einem nicht leicht....

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BeitragVerfasst: 12.10.2018, 12:43 
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Markasit kenne ich auch nur als Steinchen in älteren Silberringen (war früher, wie Jett und dunkler Granat, oft in "Trauerschmuck" mitverarbeitet, und meine Mutter sammelt seit gefühlt 100 Jahren auf Trödelmärkten Silberschmuck zusammen).
Toll, wie schön er gezeichnet ist!
Als Perle oder Cabochon kannte ich Markasit nicht. :)

Die Fibeln finde ich auch spannend, die Labradoritenfibel sieht zu deiner Haarfarbe einfach super aus!

Auf Tragefotos der Forken freue ich mich.

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BeitragVerfasst: 12.10.2018, 14:48 
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Oh, okay, na dann bleibe ich noch ein bisschen :mrgreen:
Hatte mich leider nicht näher mit Deinem Projekt beschäftigt (daher das Schleichen), aber Deinen tollen Haarschmuck, bzw. diesen in Kombi mit Deinen Haaren gesehen und musste meine Begeisterung einfach los werden :mrgreen:

Ist ja echt der Wahnsinn was Du mit Deinen Haaren alles zaubern kannst :shock: Okay, Du hast die Länge und auch die Masse, aber trotzdem... Und das sieht auch echt toll aus mit Deinem teilweise etwas mächtigeren Haarschmuck, der dann auch super zur Geltung kommt.

Die Fibeln sehen ja auch sehr interessant aus! Und der Dutt hält quasi nur damit, wow :shock:

Und ich bin ja schon sehr auf Tragefotos mit Deinen neuen SteinImBrett Stücken gespannt!
Da müsste mich meine Forke heute auch endlich Zuhause erwarten (gerade noch mal in der Sendungsverfolgung geguckt, juhu, ist zugestellt :yippee: )

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BeitragVerfasst: 12.10.2018, 17:07 
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Ich finde deine Haarfarbe wahnsinnig schön. Durch die Länge kommt das total gut zur Geltung. Liebe Grüße


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BeitragVerfasst: 13.10.2018, 12:35 
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Hallo allerseits,

@Schmetterlingsblond,
ich staune immer wieder, wie kreativ die neuangemeldeten User sind, sich schöne, originelle Namen zuzulegen, die einprägsam sind und keine Nummern oder Sonderzeichen beinhalten. Deiner ist mir sofort aufgefallen, als ich neulich im Neuanmeldungsthread gelesen habe. Natürlich kannst du hier mitlesen. :)

@Sarah,
Ich kenne Markasit auch aus alten Silberketten. Der Schmuck von Jette Joop arbeitet auch ziemlich viel damit. Ich hab auch ein Paar Ohrringe mit Markasit. Müsste dann ja einigermaßen gut zu der umgestalteten Forke passen. Danke. :) Fibeln habe ich jetzt jedenfalls erst einmal genug. Werde sie sicherlich auch gelegentlich ihrem eigentlichen Zweck zuführen.

@Andie,
ich verstehe, was du meinst. :knuddel: Ich selbst hatte einst vor Jahren in einem PP eine Frage gestellt und darauf wurde ziemlich beleidigt zurückgefragt, ob ich mir denn das PP nicht vorher angesehen hätte. Ja, hatte ich, allerdings umfasste das PP schon damals an die hundert Seiten und soviel kann sich nicht jeder einfach mal so durchlesen - bei aller Liebe und Interesse. Ich selbst kenne das, dieselbe Frage immer wieder zu beantworten, aber das ist nun einmal die Natur eines Forums.

Ja, der Dutt hält nur mit der Fibel. Allerdings habe ich schon ziemlich lange Haare mit viel Taper. Bei kürzeren, flutschigeren oder gar kantenlastigeren Haaren würde ich da nicht mehr meine Hand für ins Feuer legen, dass es nur mit der Fibel hält. Und es kommt auch immer auf die Frisur drauf an. Zweisträngige Frisuren wie der Diskbun sind für so etwas ideal, weil die beiden Stränge dünner sind und es so mehr Wickellagen gibt. Je mehr Wickellagen, desto stabiler der Dutt. Ansonsten sind diese Fibeln sehr robust und würden auch Haarnadeln oder Scroos mit silikonabgerundeten Ecken als zusätzliche unsichtbare Helfer sicherlich abkönnen.

@Silberelfe,
im letzten Beitrag hatte ich ja schon eine ziemliche Sinfonie in Grün am Start. :). Ich mag an sich viele Grüntöne von Mint über Blaugrün (kein Petrol) bis hin zu dunklem Tannengrün à la Murky Forrest, wer die Acrylfarbe von Eaduard Hairsticks noch kennt. Mir sind die kühleren Varianten der sog. warmen Farben häufig lieber als die warmen Varianten der kalten Farben. Gerade ist Grün bei mir schwer angesagt. Malachit jedoch ist einfach so ein richtig sattes, knalliges Grün und eine extreme Winterfarbe, die mich irgendwie erschlägt.
Wieso sollte denn Markasit stoßempfindlicher sein als andere Steine? Der Stein sah eigentlich ziemlich robust aus und fühlte sich auch so an. Ich hoffe doch schwer, dass mir die Forke nicht runterfällt. Sicherlich würde sie mit dem Stein zuerst nach unten fallen, so wie die Butterbrote mit der Schmiere auch. ;) Danke. :D



Und hier die schon angekündigten Tragebilder der SiB-Forken:

Zunächst die Amaranth-Forke mit Bämm-Labradorit.
BildBild
Es ist unschwer zu erkennen, dass ich damit einen keltischen Knoten gemacht habe.

Die Hakendran-Larimarforke hat mich gestern für längere Zeit nach draußen begleitet.
BildBild
Gemacht habe ich damit einen geflochtenen Chamäleon. Sieht der Larimar nicht wie ein Pool aus, durch dessen klares Wasser die Sonne auf den hellblauen Fliesengrund schimmert?

Und jetzt kann ich mal etwas zu den Trageeigenschaften dieser schönen Stücke sagen: Zu Beginn hatte ich ja etwas Bedenken, weil ich eigentlich noch nie solche langen und zugleich schmalen Forken gesehen, geschweige denn getragen hatte. Nun ist mir aber klar, dass sich Silberfischchen auch etwas dabei gedacht haben muss, so etwas zu produzieren und hier nun meine Erkenntnisse: Durch den geringen Abstand der Zinken voneinander eignen sich diese Storken hervorragend dazu, luftige Frisuren zu kreieren, die mehr Volumen vortäuschen, als eigentlich da ist. Das kommt daher, dass der geringe Zinkenzwischenraum die Haare quasi einklemmt und dabei noch viele Bereiche der Frisur miteinander verzahnt, wie das eine Forke tun sollte. Ich kann also den Dutt sehr fluffig machen und etwas pancaken. Würde man das mit normalen Forken mit breiterem Zinkenabstand machen, dann würde sich die Frisur unweigerlich auflösen - nicht so bei Storken von SiB! Die Storke wirkt wie ein gigantischer Bobby-Pin (Haarklemme), nur, dass sie nicht oben und unten hat, sondern dass beide Zinken nebeineinander im Haar liegen und es so fixieren. Ich komme nachträglich zu der Erkenntnis, dass es nicht unbedingt Geflochtenes sein muss, um solch eine fluffige Optik hinzubekommen, aber sicherer ist es allemal. Ich bin sowieso kein passionierter Festwickler und so kann ich sagen, dass man mit diesen Storken nicht nur größeres Volumen zaubern kann, sondern auch noch die Haarwurzeln schont und wer hier sorgt sich nicht darum?

Für alle, die die lustigen, denglischen Beschreibungen im Shop nicht gelesen haben: Man sollte auch nicht zu eng flechten, da die Frisur ansonsten zerrig wird, weil die Storke dann nicht mehr so gut durchkommt. Zum Einführen der Storke an sich: Ich habe sie langsam und vorsichtig eingeführt und mit der rechten Hand auch immer nachjustiert und die Spitzen geführt, um zu garantieren, dass alles sitzt, wo und wie es soll, dass auch alle statikrelevanten Flechtpartien von der Forke erwischt werden, die Zinken ihren Abstand voneinander beibehalten. Geflochtener Chamäleon also - Spock wäre sicherlich auch mal zu probieren.

Und last but not least: Die Katalox-Wasserturmalin-Hakendran-Storke
Hier habe ich einen Disk-Bun gemacht, ebenfalls geflochten und ziemlich gepancaked.
BildBild

Und um die Frisurenvielfalt zu dokumentieren, die man mit diesem Traumstück zaubern kann, hier jetzt noch ein einfacher Flechtdutt und ein waagerechter Logroll als Nackenrolle.
BildBild
Zu der Nackenrolle werde ich später noch was im Logroll-Thread schreiben, da ich auch hier mit neuen Erkenntnissen aufwarten kann.

LG
Fornarina

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BeitragVerfasst: 13.10.2018, 13:25 
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Huhu Fornarina, ich würd mich gern dazu setzen und bei dir ein bisschen mitlesen :)
Meine Güte hast du eine tolle Mähne, wow! :shock: Und dein Haarschmuck ist so schööön :verliebt:

Ich glaub, hier bleib ich erstmal, wenn ich darf *sich ganz frech zu den anderen auf Sofa schmeiß*

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Ich sah der Menschen Angstgehetz; ich hört der Sklaven Frongekeuch. Da rief ich laut: Brecht das Gesetz! Zersprengt den Staat! Habt Mut zu euch! (Erich Mühsam)
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Hallo Prunkwinde,

aber gerne doch ... und danke für die lieben Worte. :) . Immer rauf auf das Sofa und lass dir den grünen Tee mit Chai schmecken. Dazu gibt es Mini-Tobleronen. :D

Gestern hatte ich einen Oval-Bun mit der Turmalin-Forke von SteinimBrett gemacht.
Bild
Der Einfachheit halber habe ich die beiden Zöpfe fürs Schlafen einfach so gelassen und erst am nächsten Tag geöffnet. Die Haare waren statisch aufgeladen und fühlten sich gar nicht gut an. Das mache ich so schnell nicht noch mal. Es wird höchste Zeit, dass meine Flexi-O von Lillarose ankommt, die mir als neue Nachtspange dienen soll, da mir bei meiner Aktendulli-Kombination mit der kaputten Schalspange häufig der Stab aus der Nachtrolle gleitet und dann muss ich den immer suchen ...

Also habe ich die Haare heute früh nur mit den Händen entwirrt, bevor ich sie geduttet habe. Und zwar so:

Bild
Das sind meine beiden chinesischen Silberstäbe mit Jade-Einlage im Cinnamon. Das Silber ist furchtbar weich und ich habe mit der Nutzlänge von 11 cm zu kämpfen. Ich trage diese Stäbe nur in Dutts mit Haargummibasis, damit sie sich nicht allzusehr verbiegen von dem Gewicht meiner Haare. Durch die Haargummis werden die Dutts aber auch immer sehr groß. Ein Dilemma für den Luxusproblemthread, schätze ich.

Ich hab jetzt auch eine Forke von Intarsi, bei der das Design der Forke von Lady Arctica Pate stand.

BildBild

Sie ist schön kopffreundlich gebogen, die Zinkenabstände und -form sind auch sehr ergonomisch. Sie wiegt fast nix und so sieht sie in meinen Haaren aus:
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Nutzlänge ist 14 cm. :)

Ich habe nach langer Abstinenz auch mal in den neuen unabhängigen Shop von Dragomira geschaut und ... eine Blue Steel-Forke aus Acryl ergattert. Diese Farbe hat mich ja schon seit einer Weile umgetrieben. Dass die Forke einfach so im Shop herumlungerte, wo ich sie in der Vergangenheit immer nur hier als lang erwartete CO bewundern durfte, grenzte für mich an ein Wunder - solange, wie ich nicht im Shop war. Nutzlänge mit 11 cm stimmte auch, also gekauft.

BildBild

Als ich sie mir zuhause ansah, stellte ich fest, dass mir der Topper nicht gefiel. Er sah aus, als müsse er eigentlich komplett rund sein, dann wäre da eine Scharte reingekommen und die habe man ausgewetzt, indem man rechts diese Delle reingeschliffen hat. Nun habe ich nichts gegen asymetrische Topper generell, aber dann müssen die Proportionen stimmen. Man hätte da so eine 1-Drittel/2-Drittel-Geschichte draus machen können, so dass die Delle etwas länger ist und harmonischer in die andere Seite übergeht. Aber einfach so den Topper teilen - naja, ich habe ihn jetzt symmetrisch geschliffen. Außerdem standen mir wieder einmal die Zinkenenden zu sehr zusammen. Auf dem Bild fällt das nicht so auf, weil das bauchige Ende da mehr Weite vortäuscht, als eigentlich ist. Beim Ausmessen ergab sich jedenfalls, dass der Abstand der Mittellinien der Zinken unterhalb des Toppers 2 cm beträgt, unten hingegen läppische 1,25 cm. Da sind Spannungen vorprogrammiert. Also habe ich 5 mm von den Zinkenenden abtragen müssen - von innen nach außen wieder einmal. Damit die Nutzlänge gleich bleibt, habe ich noch den Zinkenzwischenraum unterhalb des Toppers etwas ausgehöhlt. Der Topper ist jetzt also etwas kleiner, dafür beträgt die Nutzlänge jetzt ganze 11,2 cm - bombig, nicht wahr? ;)

Nach den Umbauten sieht die Forke jetzt so aus:

BildBild
Und ein Tragebild gibt es natürlich auch und zwar im Cinnamon Centerhold.

LG
Fornarina

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BeitragVerfasst: 16.10.2018, 21:19 
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Hallo, Fornarina!

Na, da haben wir ja immerhin etwas gemeinsam, denn ich habe auch einen zwar eher geheim ausgelebten, aber doch klaren Hang zu aquatischen Farben, also zu Mint, Aqua oder Türkis, aber auch zartes Smaragdgrün oder dunkles Petrol finde ich sehr schön.
Tja, der Markasit... Ich habe eben nochmal nachgesehen, für ihn wird immerhin eine Mooshärte von 6 - 6,5 angegeben, also gar nicht weit weg vom Amethyst, das Problem ist aber, daß er nicht nur spröde ist, sondern zerfällt, einfach so, über die Jahre hinweg, weshalb er eigentlich auch nicht mehr als Schmuckstein verwendet wird, sonder stattdessen der Pyrit (mit dem er früher in einen Topf geworfen wurde). Man findet ihn (oder doch den Pyrit?) zwar auf unzähligen Schmuckstücken im Antiquitätenhandel, jedoch sind diese Stücke allesamt überarbeitet, sprich (die) Markasiten ersetzt worden, denn spätestens wenn man z.B. solch einen Ring in der Weite verändert, zerspringen sie durch die Hitze (hat mir mal eine Antiquitätenhändlerin erzählt). Dennoch wünsche ich Dir natürlich möglichst lange Freude an dem Steinchen!

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Interessanter Einwurf! :gut:
Ich könnte mir aber vorstellen, dass so große Steine, zumindest in modernen Stücken, mit Harzen oä behandelt werden, das wird zum Beispiel auch bei Smaragd und Türkis, die ebenfalls zum Bröseln neigen, gemacht.
Ich finde den Artikel hier ganz gut verständlich: http://www.naturalgems.de/behandlung.html

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Hallo Fornarina,

immer wenn ich in Deinem PP stöbere komme ich mir vor, wie ein Kind im Süßigkeitenladen. Und was mich besonders beeindruckt ist Deine scheinbar nie zur Neige gehende Kreativität in allem, was Dir so in die Quere kommt, tollen Haarschmuck zu erkennen. (siehe Fibeln) :respekt:

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Hallo,

ich sehe, ich bin von wahren Steinexperten umgeben. :) Danke, @Silberelfe und Sarah für eure Beiträge. Ich hoffe doch, dass der Markasit mir lange erhalten bleibt. Er ist ja in dem Holzbett auch gut geschützt und sollte dort auch durch den Leim zusammengehalten werden, den ich nicht zu knapp verwendet habe.

Ich hoffe, @Sarah, dass du recht behältst und der Stein entsprechend behandelt wurde. Dein verlinkter Beitrag war für mich sehr informativ und vieles war für mich auch neu.

@Lotti,
mach es dir ruhig gemütlich im Süßigkeitenladen. :) Ein paar Erdbeerdrops, frisch geschlagen von der Zuckerstange, habe ich noch für dich. Wir waren im Sommer in Karl's Erdbeerhof in Elstal und dort haben wir zugesehen, wie diese Bonbons gemacht werden. Schön, wenn man immer mal wieder das innere Kind hervorholen darf und vor allem kann.

Meine Maple-Flexi XXL lefthander edition ist angekommen. Ich finde sie wunderschön. Die Farbzusammenstellung ist herbstlich, aber nicht zu grell oder zu warm. Das ist wirklich selten.

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Allerdings ist das Centerpiece wieder so schlampig aufgesetzt gewesen, so dass es sich zu einer Seite hinneigt, wenn sich die Flexi über dem Dutt krümmt.
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Kennt hier sowas noch jemand? Ich habe das Gefühl, das ist vor allem bei den Linkshändereditionen so. Kann es sein, dass sie das Centerpiece dann extra nochmal abmachen und verkehrtherum neu aufpfriemeln? Das ist jetzt nämlich bereits die zweite Linkshänderflexi, die derart bei mir ankam. Ich habe den Verschluss noch einmal aufgebogen und etwas ordentlicher draufgepackt. Dabei ist mir das goldene Ahornblatt abgesprungen. Ich habe es dann einfach wieder auf das roségoldfarbene drangeklebt, wo es auch gut hält. Dann sprang mir die kleine Kugel ab, die ich aber mit einer Zange wieder dranbeaden konnte, da der Rundverschluss nur aufgebogen war infolge meiner Arbeit.

Außerdem finde ich, dass die Kerben in dem Stab ziemlich eckig sind, so dass man die Haare ratschen hört, wenn man das Teil in die Haare einschiebt. Ich denke, da werde ich auch noch einmal etwas runder schleifen. Einrasten dürfte der obere Teil dann immer noch.

Trotz meines Geklebes und Gepfriemels ist noch genug Gebamsel dran, so dass die Flexi beim Laufen lebendig genug erscheint.

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Bei dem Bild von der Seite sieht man, wie sich das Centerpiece von der linken Seite abhebt. So ist Linkshänderedition doch aber eigentlich nicht gemeint, oder? Würde ich von der anderen Seite fotografieren, würde man vom Centerpiece gar nichts sehen außer einem Strich.

Und hier noch ein Draußenbild:
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Trotzdem bin ich ganz zufrieden. Das ist mal eine wirklich schöne Flexi!

Dann ist meine erste Zopfspange von SiB aus Thuja mit blauem Owyhee-Opal bei mir eingetroffen. :D Ich hatte ja anfangs überlegt, ob ich sie überhaupt kaufen soll, weil das Thuja-Holz auf den Bildern so orange aussah. Aber dann habe ich mir gedacht: Dieser Stein, der braucht das. Und meine Haare werden das dann abkönnen müssen. Gut, dass ich mutig gewesen bin. Denn das Thuja-Holz ist gar nicht sooo orange wie befürchtet. Die Spange ist matt geschliffen, so dass nix herausflutscht oder nach unten rutscht. Sie kam in einem hübschen Täschchen zusammen mit vier Silikonhaargummis verschiedener Größe und Farbe bei mir an. Letzteres kam mir sehr entgegen, besaß ich doch bislang überhaupt keine solchen Haargummis. Das ist wieder einmal eine dieser kleinen Großzügigkeiten von Fischli, wie ich sie schätze, um einen Kauf auch richtig rund und schön zu machen.

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Gemacht hatte ich damit ein Geflecht, dass ich unter dem Pferdeschwanz versteckt hatte.
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Ja, man kann zumindest in das größere Haargummi die Haare mehrmals einlegen.

Was gibt es sonst noch? Ich habe am Montag Haare gewaschen. Zwecks Trocknen habe ich eine Antlerforke zum extrem breiten Pferdeschwanzhalter umfunktioniert. Man muss dann von der offenen Seite eine Strähne über die anderen zur zuen Seite ziehen und dann hält das sehr gut.
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Nachdem die Haare, teils durch Fön, getrocknet waren, habe ich einen Chamäleon-Dutt gemacht. Um ihn besonders lang zu gestalten, habe ich die linke Schlaufe, die bei mir als erstes kommt, noch einmal in sich eine halbe Drehung gedreht, so dass sie länger wurde. So wurde der Dutt seeer lang und meine SiB-Forke mit Wassermelonenturmalin hat gut Halt gefunden.

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Ja, so sah der Chamäleon-Dutt am Montag gleich nach der Haarwäsche wirklich aus. Er macht seinem Namen also alle Ehre. Auf dem letzten Bild sieht man zumindest, wo die Zopfbasis ist, um die ich herumgewickelt habe. Sonst würde mir das ja kein Mensch glauben. Mir ist selbiges Aussehen übrigens auch einmal mit einem keltischen Knoten gelungen, was allerdings schon wieder eine Weile her ist.

Ich habe hier ja viel gelesen, dass das Frisurenmachen direkt nach der Haarwäsche schwierig sein soll. Bei mir ist eher das Gegenteil der Fall. Die Haare werden mit der Zeit flutschiger, so dass ich eigentlich am liebsten direkt nach der Haarwäsche dutte. Dann werden die Dutts auch immer besonders fluffig.

Last but not least Do it yourself:

Neulich hat ein Nachbar im Treppenhaus einen Küchenrollenhalter aus Edelstahl hingestellt, so wie es in unserem Haus Mode geworden ist, wenn man sich von alten, aber noch brauchbaren Sachen trennen möchte. Ich sah ihn und dachte sofort, da könnte man ein paar tolle Forken draus machen. Also den Küchenrollenhalter mitgenommen und zersägt. Aus einem Stück habe ich mir eine Forke mit knapp 14 cm Gesamtlänge (in der Geraden) und einer Nutzlänge von 13 cm zurechtgefeilt.

Das Problem dabei war die Schichtung der Metalle. Oben ist das Teil verchromt, darunter ist eine Kupferschicht, die mich anfangs verwunderte, war doch die Schnittfläche nach Absägen komplett silbern gewesen. :o Wenn man aber genau hinguckt, kann man einen kupferfarbenen Ring unterhalb der Chrom-Ummantelung erkennen. Innendrin ist es dann aber Edelstahl. Nun hatte ich keine Lust, ewig an der Chrom- und später an der Kupferschicht herumzuschleifen, um entweder die Ringe an den Sägestellen oder aber andere Kratzer, die beim Sägen entstanden waren, loszuwerden. Kupfer als Obermaterial hätte mir zwar auch ganz gut gefallen, allerdings bekomme ich die Schleifung nicht so hin, dass es einheitlich wird. Sprich, wenn ich eine Region verkupfert habe, geht anderswo das Kupfer schon wieder runter.

An sich mag ich ja solche Roségold-Silber-Mix-Geschichten ganz gerne; also entschloss ich mich, aus der Not eine Tugend zu machen und habe an verschiedenen Stellen mit einer kleineren Rundfeile kleine Dellen in die Forke geschliffen, die die Kupferschicht durchdringen. An den Rändern dieser Dellen glänzte dann der Kupferrand hindurch. So entstand eine tolle Kupfermaserung - Mokume Gane für Arme sozusagen. Das Ganze wurde dann noch einmal glattgeschliffen ...
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und dann kam es auch schon in die Haare.
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War gar nicht so einfach, die Forke gut rauskommen zu lassen. Mein Handy ignoriert dezenten Haarschmuck gerne mal und konzentriert sich stattdessen lieber auf die Haare als solche. Die Forke selbst ist mit 3,5 mm Materialstärke übrigens äußerst robust und hält schon einiges oben, was Frisuren angeht.

Das wars wieder einmal von mir. Dann bis zum nächsten Mal! :)

LG
Fornarina

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BeitragVerfasst: 25.10.2018, 17:35 
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Registriert: 02.11.2017, 11:56
Beiträge: 807
Guten Abend Fornarina,

die Flexi ist wirklich schön und passt wunderbar zu deiner Haarfarbe (und natürlich zur Jahreszeit)!

Bei dem Geflecht mit der Holzspange könnte man fast meinen, du hättest kurze Haare, inkognito quasi :) Bzw Chamäleonisch, apropos, dein Chamäleon hätte ich jetzt auch nicht gleich als solchen erkannt :mrgreen: Aber das scheint ja die Eigenart dieses Dutts zu sein.

Das mit dem Küchenrollenhalter ist ja mal cool und die Metallfarben die du da rausgeschliffen hast geben dem Ganzen noch den letzten äähm..Schliff ;)

Finde ich ja toll, dass Leute ihren alten Kram zum Verschenken irgendwo hinstellen, statt ihn wegzuschmeißen, das ist bei uns im Haus auch so. Es wird sowieso zu viel weggeschmissen... Naja.. einige Nachbarn hier beschweren sich aber über den "Müll", den die Leute in den Hausflur stellen (dabei ist das meiste Zeug noch gut brauchbar und nur selten steht echter "Müll" dort). Naja, manche müssen halt immer meckern :mrgreen:

Ich wünsche dir noch einen schönen Abend!

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Ich sah der Menschen Angstgehetz; ich hört der Sklaven Frongekeuch. Da rief ich laut: Brecht das Gesetz! Zersprengt den Staat! Habt Mut zu euch! (Erich Mühsam)
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Auf dem Weg zur klassischen Länge
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BeitragVerfasst: 27.10.2018, 01:25 
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Registriert: 01.10.2016, 15:41
Beiträge: 3301
In dem Appartementhaus, indem ich früher gewohnt habe, ist das aber auch üblich: Bevorzugt stellen die Menschen die Sachen, die sie weggeben wollen, in einen Aufzug, habe ich auch schon gemacht, mitten in der Nacht, und nach nicht mal einer oder zwei Stunden war alles weg....
Die schlichte Forke ist auch sehr schön.
Spangen aus Plastik mit solchen Teilen kenne ich noch aus meiner Kindheit....

_________________
2b/cM (seit Jan'18 in trockenem Zustand 2a), ZU 4,0-4,6 (chron. HA), Ringelhaare
silberblond (Weiß mit Hell- bis Dunkelblondnuancen), Naturstufen/FTEs
Haare ganzheitlich denken

Okt '15 Schlüsselbein Dez '17 BSL Mai '19Taille optische Taille


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