Langhaarnetzwerk

Wir sagen "ja" zu langem Haar.
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BeitragVerfasst: 24.03.2020, 23:12 
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Hallo Nieves,

Ah, ich sehe und erkenne. :idea: Ich habe genau zwei solcher Haare auf der rechten Seite. Sie sind ganz dunkelbraun, glänzend, unregelmäßig geformt und haben einen rechteckigen Querschnitt. Vor einiger Zeit ist das dickere davon ausgegangen, da war ich echt traurig. Also von der Trichorrhexis gibt es ja mehrere Spielarten und Entstehungsweisen. Vielleicht findest du ja einen guten Hautarzt, der sich damit auskennt. Ich habe in meinem Leben nämlich noch keinen guten Hautarzt gefunden. :( Ich hatte das Gefühl, die probierten alle immer nur herum, waren sich aber nicht sicher (jetzt nicht wegen der zwei Hexenhaare) .

LG
Fornarina

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❤ Wenn du nicht weißt, welche Haarfarbe du hast, dann ist es Aschblond ;)


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BeitragVerfasst: 25.03.2020, 18:50 
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Das könnten Bandhaare sein, wenn sie (einseitig) abgeplattet sind, sodaß sich ein irgendwie nieren- bis birnenfömiger Querschnitt ergibt. Wenn das Haar axial verknickt ist, also (zumeist) in 90°-Winkel-Schritten längs verdreht, sind es eher Pseudoringelhaare, teils ist die Abgrenzung wohl schwierig (man findet das eine hin und wieder als Unterart des anderen). Vermehrt brüchig soll nichts davon sein, Bandhaare zeichnen sich dadurch aus, daß sie sich nur schwer in Lockenform bringen lassen. Dann gäbe es noch die Möglichkeit, daß die Haare im Innern eine (hohle) Medulla aufweisen, das haben i.d.R. nur dicke Haare, vor allem auch asiatische, die macht das Haar gerne brüchig. Nichts davon kann man irgendwie beheben, weil angeboren.

Nieves, vergessen: Ob das Haar rauh ist, kann man feststellen, indem man sich ein einzelnes Haar herausgreift und es von der Spitze zum Ansatz entlangfährt, das Haar dabei zwischen Daumen und Zeigefinger. Je stumpfer das Haar, umso rauher die Oberfläche. Aber so, wie Du das beschreibst, klingt das eher nach "Knubbeln", die dadurch fühlbar sind, weil das Haar dort in sich verknickt ist. Ein Anzeichen dafür ist, daß das Haar an genau diesen Stellen das Licht anders reflektiert bzw. die Abschnitte zwischen den "Knubbeln" die Farbe zu wechseln scheinen.
Und noch was: Die Proteinstrukturen, im Schaft und auch die der Schuppenschicht, verändern erst ihre ursprüngliche Form, weil sie sich nicht mehr von den alltäglichen Strapazen erholen, der Sonne, dem Licht ausgesetzt sind, was auch immer, und irgendwann zerfallen sie nach und nach. dadurch wird das Haar poröser, nochmal später bricht es halt ab. bei der Schuppenschicht ist zusätzlich zu beachten, daß sie eigentlich einen Lipidmantel besitzt, der sich auch nach und nach "verliert", dadurch liegen die Schuppen dann frei, stehen eher ab usw. Wichtig ist deshalb eine vom pH-Wert passende Pflege und auch der Versuch, die flötengehenden Proteine zu ersetzen, sprich das Haar mit einer Art Krücke zu versehen, daß es trotz defekter/ fehlender Schuppenschicht usw. weiter durchhält.

Ach, und Fornarina, danke nochmal für Deine Mühe! Deine Beschreibungen verdeutlichen mir, wie verschieden Haare sein können.

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2b/cM (seit Jan'18 in trockenem Zustand 2a), ZU 4,0-4,6 (chron. HA), Ringelhaare
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BeitragVerfasst: 25.03.2020, 19:34 
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@Silberelfe: Danke für die fundierte Auskunft! Bandhaare könnte zutreffen. Ich weiß zwar nicht, was das für die Pflege bedeutet, aber es ist interessant zu wissen. 8)
Das mit der hohlen Medulla kann auch sehr gut sein. Ich habe, wenn auch etwas zurückliegende, außereuropäische Vorfahren, die sich bei einzelnen aus meiner Familie aber stark zeigen, die haben alle sehr grobe Haare.
@Fornarina: Ein Hautarzt kann da wahrscheinlich auch nichts ausrichten, zumal ich auch nach jahrelanger Hautproblemodyssee leider auch noch nie einen guten getroffen habe. :?

@raue Haare: Ich finde das total schwer zu differenzieren, ob sich die Oberfläche uneben anfühlt durch irgendwelche Verdickungen oder rau. Die Nicht-Bandhaare geben jedenfalls so ein quietischiges Geräusch ab, wenn ich Richtung Kopfhaut fahre. Irgendwer wollte hier doch einen Geigenbogen bauen :lol:

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aktuell: optisch Midback am Taper rauszüchten (~80cm SSS)
Ziel: Ansehliche Kante auf Highwaist-Hosenbund
letzter Schnitt 19.4.2020


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BeitragVerfasst: 25.03.2020, 20:40 
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Entwirren funktioniert bei mir nicht, da reiße ich Haare mit raus..
früher hab ich gerne gekämmt mit schönen harten Bürsten, das kann ich heute gar nicht mehr ab.
Im Moment stehe ich auf Kriegsfuß mit allem Kämmwerkzeugen,weil ich mir einfach ständig dabei unangenehm an den Haaren ziehe. Das nervt mich grad tierisch.
Habe jetzt mal eine weiche Naturhaarbürste benutzt die ich noch irgendwo zu liegen hatte.. Die hat grad richtig super funktioniert. Haare schön und weich, ohne Klett (und das trotz meines recht dicken ZU's).
Als ich die Bürste damals benutzt hatte, ging das garnicht, weil zu weich und heute nun das?!?
Woran mag das liegen.. An meiner Struktur hat sich eigentlich nix geändert


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BeitragVerfasst: 25.03.2020, 21:21 
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Nieves: Hmmm... Also für die Pflege ist es egal, ob Bandhaar oder nicht, würde ich meinen, Dauerwelle oder sowas ist halt recht aussichtslos ab einem bestimmten Anteil.
Das Quietschen kann mehreres bedeuten: sehr glattes Haar, weil sehr enganliegende Schuppenschicht oder weil die Schuppenschicht komplett runter ist, ggf. komplett entfettetes Haar. Bei mir quietscht es teils wie blöd....

Betty, wenn ein Kämm/Bürstwerkzeug anders funktioniert, hat sich vielleicht die Haarmenge verändert oder aber der Widerstand, den das einzelne Haar dem Werkzeug entgegenbringt? Wenn Du sagst, daß sich die Struktur nicht verändert hat?

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BeitragVerfasst: 26.03.2020, 10:03 
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Die Haarmenge ist gefühlt gleich.. Habe einmal meinen zu gemessen und nie wieder, aber die Gummis die ich nutze passen immer gleich... Aber in der Tat könnte sein das mit dem Widerstand.. Ich trage derzeit ausschließlich offen im Gegensatz zum letzten Jahr.. Das reibt natürlich auf den Klamotten und gerade bei filzigen Dingen wie wollpulli und Co.. Mensch bin ich blöd, da hätte ich auch selber drauf kommen können :-O


Nicht kämmen funktioniert bei mir auch ziemlich gut, wenn ich die Haare zwischendrin aufschüttel und sie nicht frisch gewaschen sind.. Je länger ich dabei nicht Wäsche, desto besser liegen sie dann...Hab ich ne weile so praktiziert jetzt nicht mehr will ich nun alle 4 Tage wieder wasche.. Ich mag einfach fluffige frische Haare am liebsten


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BeitragVerfasst: 06.05.2020, 22:43 
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Soooo, nächster Anlauf:
Ich habe mir überlegt, daß ich, wenn jeden Tag kämmen zuviel ist - das diagnostiziere ich mal für meine Haarlies -, gar nicht oder nur hin und wieder kämmen aber nicht klappt, es mal versuche mit "alle anderthalb Tage" oder so ähnlich, daß ich auf fünfmal die Woche kämmen komme und nicht mehr auf siebenmal. Und wenn ich kämme, dann nach Möglichkeit nicht das komplette Haar.
Mal gucken....

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BeitragVerfasst: 10.05.2020, 15:50 
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Das klingt doch nach einer guten Idee, Silberelfe. Ich habe das auch jahrelang so gehandhabt, bevor ich umgestiegen bin auf kaum-mehr-kämmen so wie jetzt. :) Ich hoffe, das klappt jetzt gut bei dir!

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2a/b Mii, ZU 9 - 10cm, dunkelbraun, glücklich bei +/- Klassiker irgendwo zwischen 110 und 115cm
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BeitragVerfasst: 20.07.2020, 09:26 
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Ich kämme auch schon recht lange nicht mehr. Nachdem ich gewaschen habe kommt Condi rein und wenn der ausgespült ist, nehme ich nur die Hände und entwirre die Locken leicht, damit sie besser runterhängen. Auch vor der Wäsche kämme ich nicht mehr. Allerdings habe ich nicht geglaubt, dass das funktioniert. Dadurch verknotet auch nichts mehr. Ich lasse sie jetzt einfach so, wie sie aussehen. :D
Und was mich auch fasziniert; das klappt sogar wenn ich über Kopf wasche. Für mich war das mit dem nicht kämmen und bürsten die beste Entscheidung. Nur wenn ich Microtrimms mache, wird gekämmt. Und das kommt so alle 4 bis 6 Wochen vor.

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Haartyp 2b Cii Start: 54 cm (2013)
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BeitragVerfasst: 20.07.2020, 10:20 
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Hallo Ommel,

das sind ja wunderbare Neuigkeiten. :) Du entwirrst dann mit den Fingern also immer nur nass. Dann ist das ja das beste, was du für deine Wellen tun kannst. Reicht ja auch aus, wenn man es gründlich genug macht.

LG
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