Langhaarnetzwerk

Wir sagen "ja" zu langem Haar.
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 Betreff des Beitrags: Keraphlex
BeitragVerfasst: 21.08.2015, 14:56 
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Hallo ihr Lieben,

ich bin auf gerade auf Keraphlex in meinem Friseurbedarf des Vertrauens gestossen. Es soll angeblich so wirken wie Olaplex ist aber um einiges günstiger! Hat jemand selbst damit Erfahrung?
Hier ein Video: https://www.youtube.com/watch?v=q7eQlfjWNMk =D>

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 Betreff des Beitrags: Re: Keraphlex
BeitragVerfasst: 25.08.2015, 22:45 
Ich habe damit keine Erfahrungen, aber Irgendwie wird der Markt gerade überschwemmt mit solchen Mittelchen à la Olaplex, das ist bestimmt schon das vierte Produkt von dem ich höre. Oder ist das nur mein Eindruck? :-k


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 Betreff des Beitrags: Re: Keraphlex
BeitragVerfasst: 29.08.2015, 11:09 
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Bisher waren alle Dupes von Olaplex vollgestopft mit Silikonen um den Effekt ebenfalls zu vermitteln.

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 Betreff des Beitrags: Re: Keraphlex
BeitragVerfasst: 09.09.2015, 18:09 
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Huhu zusammen,

angefixt von dem gleichen Video habe ich mir (nach einem Experiment mit einer Micro-Menge Olaplex als Kur, weil man sich kaum mehr als 10 ml leisten kann ;)...) ein Keraphlex-Set bestellt. Die INCI hatte ich vorher online nicht gefunden und kann sie jetzt erst auf der Packung einsehen. Da vielleicht von Interesse, poste ich sie hier mal:


Step I: Aqua, Hydrolyzed Vegetable Protein PG-Propyl Silanetriol, Phenoxyethanol

Step II: Aqua, Setearyl Alcohol, Glycerin, Capric Trigliceride, Behentrimonium Methosulfate, Hydrolyzed Vegetable Protein PG-Propyl Silanetriol, Simodsia Chinesis Seed Oil, Hydrolyzed Wheat Protein, Tocopheryl Acetate, Prophylene Glycol, Quaternium-80, Cetrimonium Chloride, Panthenol, Sorbic Acid, Sodium Benzoate, Benzyl Alcohol, Parfum, Benzyl Salicylate, Butylphenyl Methylpropional, Hexyl Cinnamal, Linalool



Bei Olaplex ist ja scheinbar der aktive Wirkstoff dieses Bis-aminopropyl Diglycol Dimaleat. Beim Keraphlex kommt als spezieller Wirkstoff eigentlich nur das Hydrolyzed Vegetable Protein PG-Propyl Silanetriol in Frage - aber das steckt ja auch in diversen anderen Produkten, die deutlich günstiger sind als Keraphlex und bei mir bisher auch keine besonders positive Wirkung gezeigt haben. Ich frage mich also: Wie bitte soll denn Keraphlex so wie Olaplex wirken, das ja zumindest behauptet, durch seine spezielle Wirksubstanz seinen Effekt zu entfalten? Natürlich ist fraglich, was dieses Bis-aminopropyl Diglycol Dimaleate im Olaplex überhaupt kann; Aber wenn Keraphlex wirken soll, müsste man sich vom Hydrolyzed Vegetable Protein PG-Propyl Silanetriol eine ähnlich Wirkung erhoffen, wie beim Olaplex vom Bis-aminopropyl Diglycol Dimaleat - oder denke ich da falsch? Haben die beiden Substanzen chemisch eigentlich ähnliche Eigenschaften? Und wenn sie so ähnlich wirken, wie das Video suggeriert, und PG-Propyl Silanetriol schon länger patentfrei (?) in der Kosmetikindustrie verfügbar ist, frage ich mich, warum andere Drogerieprodukte das nicht entsprechend bewerben....

Aber jetzt, wo ich es nun einmal bestellt habe, werde ich das Keraphlex natürlich testen und dann mehr berichten (also falls Interesse besteht) :) !

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Zuletzt geändert von nywele am 09.09.2015, 22:39, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Keraphlex
BeitragVerfasst: 09.09.2015, 21:19 
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Nja ob es genauso wirkt könnte dir nur ein chemisch-gewandter Mensch oder der Selbstversuch mit 12% Blondierung verraten :S Ein Vergleichsbild oder Vergleichsvideo ist eher unsinnig. Man kann ja nicht das Haar unterm Mikroskop sehen.
Interessant ist es natürlich trotzdem, für was willst du das Keraplex denn verwenden? Olaplex wird ja vorzugsweise als Puffer für chemische Haarveränderungen benutzt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Keraphlex
BeitragVerfasst: 09.09.2015, 22:36 
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Der Zusammenhang war mir nicht klar - Olaplex ist bloß ein Puffer :shock: ? Dann verstehe ich auch da nicht, wie es wirken soll.
Ich hatte eher gedacht, es könne eventuell wirklich Disulfid-Brücken wieder aufbauen, etwa so wie hier beschrieben.

Zu Keraphlex finde ich da nicht so viel. Hier bin ich aber noch auf Folgendes gestoßen:

Zitat:
Strengthening Protein
[...]
Increasing the strength of the hair is a two-fold strategy that must address both its inner flexibility along with the integrity of its surface layer. With an intermediate-range molecular weight of 1800, Keravis™ (INCI: Hydrolyzed Vegetable Protein PG-Propyl Silanetriol) addresses both of these issues by simultaneously penetrating the hair shaft to optimize moisture content and plasticity of the hair, while also forming a cross-linking film that coats the hair to lubricate, protect and reinforce the cuticle. Hair treated with the Keravis strengthening active shows a proven increase in hair strength as seen in Figure 2. This benefit is also realized from rinse-off systems. By adding this dual-action strengthening component to conditioning formulas, treated hair can demonstrate the increased resilience, flexibility and reduced breakage seen in healthy hair.


Ich habe also falsch gelesen und mir ein Komma ausgedacht :oops: , in Wirklichkeit scheint der Wirkstoff in Keraphlex "Hydrolyzed Vegetable Protein PG-Propyl Silanetriol" zu heißen und eben auch unter dem Namen "Keravis" bekannt zu sein. Ich werde also mal in die Richtung weiterrecherchieren. Und natürlich die INCI-Liste oben aktualisieren bzw. korrigieren. Sorry!!!

Was meine Verwednung von Keraphlex angeht: Erst einmal wollte ich nur eine Kur mit Keraphlex probieren und es in ein paar Wochen auch mal in eine Hellerfärbung hineinrühren. Du hast natürlich recht, freddyxxleo: Da ich bis jetzt gottseidank direkt nach dem Färben nie eine Schädigung habe feststellen können, wird man wohl kaum einen Unterschied bemerken, selbst wenn es funktioniert. Aber ich überlege eh, ob man nicht mal versuchen könnte, die in der Bürste hängengebliebenen Haare als Versuchsobjekte für alles Mögliche zu verwenden - wenn die eine Prozedur aushalten, werden es die "jüngeren" Haare wohl auch ;)....
Was ich mir vorstellen könnte, ist, dass der Effekt bzgl. der Haarstruktur (bei Olaplex beschreiben ja viele, dass die ursprüngliche Form wieder hergestellt wird) eine andere ist, da ja die Moleküllänge wahrscheinlich verschieden ist - auch wenn chemisch dann wahrscheinlich auch bei Keraphlex neue Disulfidbrücken geschlossen werden. Jedenfalls scheinen Verwandte des Wirkstoffes in Keraphlex auch in Relaxern enthalten zu sein (liest man hier über "Silanetriol"), wenn auch eher, um deren schädigende Wirkung zu begrenzen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Keraphlex
BeitragVerfasst: 14.09.2015, 13:20 
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Das mit den Bürsten-Haaren ist eine gute Idee.
Mit Puffer meinte ich, dass Schäden während sie entstehen gleich wieder ausgelöscht werden. Will man Schäden mit Olaplex reparieren, sollte man ein Spezial-Treatment nur mit Olaplex machen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Keraphlex
BeitragVerfasst: 16.09.2015, 14:09 
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Da das mein erster Post hier ist (ich habe die Diskussion über google gefunden) will ich mich erst kurz vorstellen:

Ich bin kein Friseur und kein Chemiker. Ich habe aber vor vielen Jahren ein Fach studiert, dessen Lehrinhalte zu 20% aus Chemie bestehen und habe auch einige Jahre in der chemischen Industrie gearbeitet (allerdings im Anlagenbau). Jetzt mach ich beruflich was ganz anderes.

Ich bin also irgendwo zwischen "Experte" und "interessiertem Laien", mit Tendenz eher zum interessierten Laien. Ich weiß also auch nichts genaues, denke aber, dass ich mir durchaus eine Meinung bilden kann.

Auf diese Wundermittel bin ich gestoßen, weil mein Friseur mich gefragt hat, ob ich irgendetwas darüber weiß. (Wusste ich nicht.)

Also habe ich mich mal durch die Patentschrift zu Olaplex gekämpft (langweilige Lektüre) und durch amerikanische Chemieforen (spannende Lektüre).

Die beiden Chemiker, die hinter Olaplex stehen sind keine Unbekannten: Das sind zwei Typen, die seit Jahren an der Idee arbeiten, Haare nicht nur von außen repariert aussehen zu lassen, sondern die tatsächlich in die Haarstruktur eingreifen wollen und Haare damit wirklich reparieren wollen.

Die bisherigen Früchte ihrer Arbeit waren ein paar recht spezielle Shampoos und Kuren, die u.a. mit Nanopartikeln arbeiten:

http://liqwd.com/de/

Das weckt zumindest an mir ein paar Zweifel an der rührenden Geschichte, von der man immer wieder liest, dass Olaplex ein Nebenprodukt der Krebsforschung ist. Aber ein bißchen Legenbildung gehört zu einem gutem Produkt auch dazu.

Auf der deutschen Webseite von Olaplex steht ein langer Text über die Wirkungsweise. Es wird erklärt, das Olaplex in der Lage ist, die Disulfidbrücken im Haar zu reparieren.
Klingt erstmal logisch, denn dass Olaplex (und die Folgeprodukte) funktionieren, steht ja inzwischen außer Frage.

Auf der amerikanischen Webseite ist die Formulierung deutlich vorsichtiger:
"The ORIGINAL chemistry that multiplies bonds and cross-links broken bond."

Es "multipliziert" die Bindung und "verkreuzt" gebrochene Bindungen.

Das kann viel bedeuten, auch das der Wirkstoff von Olaplex gar nicht die Disulfid-Brücken repariert, sondern z.B. anstelle der Keratinfasern das Haar verstärkt. "Multiplies bonds" macht mich da etwas misstrauisch, denn das bedeutet ja, das Olaplex neue Bindungen erschafft und nicht nur die aufgebrochenen wieder schließt.

Dazu sollte man auch bedenken, dass der Olaplex-Vertrieb in Deutschland über eine Agentur läuft und nicht über ein Chemie- oder Kosmetikunternehmen. Die sind vielleicht auch etwas kreativer in ihren Formulierungen.

Solange die nicht erklären, wie sie die Reparatur der Disulfidulfid-Brücken nachgewiesen haben, glaube ich erstmal gar nichts. Das dürfte nämlich gar nicht so einfach sein.

Die "Konkurrenz" ist da auch deutlich zurückhaltender.

Letztendlich ist das aber egal ob "Brücken repariert werden" oder "neue Verbindungen erzeugt werden". Das Zeug funktioniert und zwar erstaunlich gut.

Was mir persönlich Sorgen bereitet, ist etwas ganz anderes.
Es ist unmöglich genaueres über den Wirkstoff von Olaplex zu erfahren. Wenn man nach "Bis-aminopropyl Diglycol Dimaleat" sucht, findet man ausschließlich Olaplex und einige Diskussionen in englischer Sprache darüber, was das für ein Stoff sein könnte, wie er aussehen mag und was er bewirkt. Man findet auch keinen Hersteller (im Gegensatz zu Keravis, hinter dem ein bekanntes Chemieunternehmen steckt).

"Bis-aminopropyl Diglycol Dimaleat" ist also ganz offensichtlich eine neuartige (und patentgeschützte) Substanz. Niemand weiß etwas darüber, außer das es beim Blondieren die Haare schützt.

Ich denke, jetzt wird es vor allem für Friseure interessant:
Was passiert eigentlich, wenn ich diese Substanz über Jahre jeden Tag mehrfach benutze? Dringt er in die Haut ein? Wird er vom Organismus aufgenommen? Reichert er sich an oder wird er abgebaut und was sind dann die Abbauprodukte? Gibt es eine Wirkung auf Föten? Viele Friseure sind Frauen und die werden nunmal auch schwanger. Oder was ist mit Spermien?
Contergan war auch mal ein hochgelobtes, weil gut verträgliches, Schlafmittel. Besonders empfohlen für Frauen.

Die Haarkosmetik-Branche hat schon so manche Flops erlebt: Dixan im Shampoo (heftige Allergien), Formaldehyd und Formaldehyd-Abspalter in Shampoo, Kuren und Spezialprodukten (Vergiftungen und Krebs).
Es ist noch gar nicht so lange her, dass einige deutsche Friseursalons Besuch vom Gesundheitsamt hatten, weil sie (unwissentlich) Haarglättungen mit Formaldehyd angeboten haben.

Nachdem Formaldehyd in Kosmetik verboten wurde, haben sich unseriöse Produzenten dadurch "gerettet", dass sie Produkte verkauft haben, die erst bei der Anwendung Formaldehyd abspalten und somit durch alle Produkttests gerutscht sind.
Für die Kunden dürfte das kein großes Problem gewesen sein. Für die Friseure, die den ganzen Tag in den Dämpfen standen schon eher.

Ich sage jetzt nicht, das "Bis-aminopropyl Diglycol Dimaleat" gefährlich ist, aber es ist ein neuer Stoff, der unmöglich auf Langzeitschäden getestet worden sein kann. Er kann harmlos sein (oder sogar z.B. vor Krebs schützen) aber man weiß es nicht. Es gibt absolut nichts darüber.
Und Kosmetika werden nicht mehr im Tierversuch getestet, nur der Produzent der Reinsubstanz macht noch Tests und ich bin sicher, das da keine Langzeitstests dabei sind. Wer wartet schon 20 Jahre, wenn er ein solches Knaller-Produkt hat? Zumal der Hersteller es ja nicht erfunden hat, sondern es - denke ich mal - nur im Auftrag produziert.

Und die Konkurrenzprodukte?
Die Konkurrenz setzt auf Weizen-Peptide und Silikone, um den gleichen Effekt zu erzielen (In einem US-Forum las ich den Verdacht, das "Bis-aminopropyl Diglycol Dimaleat" zwar kein Silikon ist, aber den Aufbau eines Silikones nachahmen könnte, was dann auch die Funktionsweise der Konkurrenzprodukte erklären würde).

Weizen-Peptide sind gesundheitlich unbedenklich und Silikone seit vielen Jahren auf dem Markt und - im Gegensatz zu dem, was in Beauty-Foren behauptet wird - biologisch völlig passiv und ebenfalls gesundheitlich unbedenklich.
Sie wandern auch nicht durch die Haut in den Organismus, ganz im Gegenteil: Arbeitsschutzcreme enthält Silikon, weil es eine zusätzliche Barriere auf der Haut aufbaut. Silikone sind auch oft (in Form von Polydimethylsiloxan) in Medikamenten oder als Gleitmittel auf Kondomen im Einsatz - eben weil sie unschädlich sind, auch und gerade für Schleimhäute.

Wir haben jetzt also zwei Produktfamilien, einmal bestehend aus einem völlig unbekannten, ungetesteten und neuem Wirkstoff und einmal bestehend aus bekannten, ausgetesteten und "alten" Wirkstoffen.

Ganz unabhängig davon, welche Produktfamilie besser wirkt: Wäre ich Friseur, würde ich Olaplex nicht benutzen. Ich würde auf die Nachbauten setzen. Da weiß man wenigstens, was drin ist.

Ich will jetzt keine Panik verbreiten. Aber nach all dem, was in der Vergangenheit mit Kosmetikprodukten so alles passiert ist, wundert es mich - als Außenstehender - doch sehr, dass überall ein neuer Wirkstoff gefeiert wird, aber sich niemand die Frage stellt, ob der noch ganz andere (unerwünschte) Wirkungen hat.
Diese Kritiklosigkeit finde ich irritierend.


nywele hat geschrieben:
[...] spezieller Wirkstoff eigentlich nur das Hydrolyzed Vegetable Protein PG-Propyl Silanetriol in Frage - aber das steckt ja auch in diversen anderen Produkten, die deutlich günstiger sind als Keraphlex und bei mir bisher auch keine besonders positive Wirkung gezeigt haben. [...], frage ich mich, warum andere Drogerieprodukte das nicht entsprechend bewerben....


Das Geheimnis kann ich lüften, da ich an das Datenblatt des Herstellers gekommen bin ;)
Das Zeug ist unverschämt teuer und muss laut Datenblatt hoch dosiert werden (sieht man ja auch am Olaplex, der Step 1 ist trüb braun, also vermutlich auch extrem hoch dosiert und manche andere Produkte sind glasklar). Das Keravis selbst ist auch eine trübe braune Flüssigkeit.

Ich denke, es liegt damit auf der Hand, warum manche Produkte besser funktionieren und andere schlechter ;)

___
Sorry für den Doppelpost. Ich bin eher die Baumansicht gewohnt und da muss man einzeln antworten. Sonst gibt es Chaos.


Zuletzt geändert von Sebastian.K. am 20.09.2015, 14:50, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Keraphlex
BeitragVerfasst: 17.09.2015, 23:02 
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Vielen Dank für diese Ausführlichen Einschätzungen! Ich fand es bei meinen Recherchen auch ärgerlich, dass man aufgrund der Neuheit und vielleicht auch des Patentschutzes über den Olaplex-Wirkstoff so wenig "harte Fakten" findet - aber nun ja, das ist auf anderen Gebieten, wo es Innovation gibt, ja ähnlich. Auch wenn man mit Pharma-Innovationen vergleicht, sieht es ja nicht viel anders aus: Klar, die meiste Erfahrung und wohl auch die höchste Sicherheit hat man mit jenen Produkten, die schon sehr lange im Einsatz sind. Nur: Die lösen eben manche Probleme auch nicht. Und in der Haarpflege-Industrie ist eben das Problem, dass durch die ganzen Farbveränderungen die Haarfaser geschädigt wird und man etwas bräuchte, um sie wieder zu reparieren, auch ein mehr oder weniger ungelöstes Problem. Ein neuer Wirkstoff könnte, zumindest theoretisch, diese Lücke schließen, und er MUSS deshalb noch lange nicht zwangsläufig schädlich sein, auch wenn natürlich vor Langzeiterfahrungen dieses Risiko bei neuen Produkten immer gegeben ist....

Was das Keravis angeht: Ich habe ja das Keraphlex-Fläschchen (Step I) hier, und die Lösung darin ist ganz klar - das ist ja schon irgendwie seltsam. Ich denke aber auch, bei vielen (teuren) Substanzen ist das Problem, dass sie in den Endkunden-Produkten immer nur in Mini-Dosierungen vorhanden sind. Aber naja, da ja auch mit irgendwelchen Pflanzenölen geworben wird, die nur in homöopathischen Dosen dem ansonsten vollsynthetischen Produkten beigemengt werden, würde mich entsprechendes Marketing zumindest nicht wundern ;).

Ich habe zum Keraphlex inzwischen meine grausamen Haarsträhnen-Experimente gemacht und werde es morgen endlich mal auf meinem Kopf als Treatment testen - Bericht folgt :)...

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 Betreff des Beitrags: Re: Keraphlex
BeitragVerfasst: 20.09.2015, 14:47 
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nywele hat geschrieben:
Ich habe ja das Keraphlex-Fläschchen (Step I) hier, und die Lösung darin ist ganz klar - das ist ja schon irgendwie seltsam.


Das war mein Fehler.
"Trüb" ist natürlich Unsinn. Olaplex und Keraphlex sind braun, nicht trüb. Das kann man auch in den Youtube-Videos erkennen. Und wenn ich eine bräunliche Flüssigkeit verdünne, wird sie eben irgendwann klar. Den Wirkstoff darf man dann aber immer noch auf die Inhaltsliste schreiben.

(Ich habe das oben mal so korrigiert, dass man meinen Fehler noch sehen kann.)


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 Betreff des Beitrags: Re: Keraphlex
BeitragVerfasst: 20.09.2015, 19:52 
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Also, ich habe das Keraphlex (nur Step I, weil da fast ausschließlich der Wirkstoff enthalten ist) ausprobiert.

1. Als Zusatz bei Blondierung:
Hierzu habe ich Teststrähnen mit einer billigen Drogerie-Blondierung behandelt, einmal mit und einmal ohne Keraphlex. Genaue Oxidationsstärke kann ich leider nicht genau angeben (wollte für die Spielerei nicht extra etwas kaufen und die Packung Blondierung flog noch bei uns in der WG herum), aber ich habe das Zeug jedenfalls ca. 1,5 h Stunden einwirken lassen, sodass beide Strähnen ziemlich "Wasserstoffblond" wurden. Zum Vergleich habe ich noch eine Strähne mit Hellerfärbung mit 9%-Entwickler behandelt, die wurde nur ein kleines bisschen heller. Habe auch noch mehrmals gewaschen und auch 1x lange in Haarkur eingeweicht, um zu gucken, wie langfristig das Ergebnis ist.
Ergebnis: Beide blondierten Strähnen waren deutlich stärker Angegriffen als die Strähne mit Hellerfärbung. Beide sahen dabei eigentlich sogar noch recht gut aus (Wollte eigentlich Fotos hochladen, aber darauf erkennt man kaum irgendeinen Unterschied), fühlten sich aber sehr rauh an. Im Wet-Assesment-Test konnte ich 0 Unterschied (bei keiner der drei Strähnen) feststellen, was aber vermutlich an meinen Haaren liegt - die tendieren nicht dazu, sich gummiartig auszuziehen, sondern brechen einfach schnell, weil sie eher trocken sind. Was die Rauhigkeit und damit auch Kämmbarkeit angeht, muss ich sagen, hat man bei der Keraphlex-Strähne einen deutlichen Unterschied gemerkt, bei dieser fühlt sich die Haaroberfläche viel glatter an und das Haar ist geschmeidiger. Die blondierte Strähne ohne Keraphlex ist außerdem viel "aufgequollener". Am Schönsten hinsichtlich Oberfläche und Kämmbarkeit ist, wenig überraschend, die Strähne mit der Hellerfärbung geworden - allerdings bei dieser natürlich mit 9% auf bereits alten Haaren auch farblich nicht viel passiert.
Fazit: Wenn man unbedingt blondieren will, lohnt sich das Produkt meiner Ansicht nach schon. Für die 50 ml Step I habe ich ungefähr 40 € bezahlt, da das aber für eine Menge Farbbehandlungen reichen sollte, scheint mir das Geld sinnvoll investiert zu sein. Trotzdem bleibt es dabei, dass, wer seine Haare auch mit Hellerfärbung schön hell bekommt (ist bei mir am Ansatz auf alle Fälle schon bei unter 9%-Oxidant der Fall), ist damit wahrscheinlich immer noch besser beraten als mit "gepimpter" Blondierung. Den Effekt auf Beimischung zur Hellerfärbung muss ich noch ausprobieren, dazu reichten mir meine Teststrähnen nicht ;).

2. Als Kur:
Hierzu habe ich meine nur mit Shampoo gewaschenen, handtuchtrockenen Haare auf einer Seite mit 7ml Step I auf 80 ml Wasser benetzt (ist so vom Hersteller nicht vorgesehen, aber in Step II sind lauter konditionierende Stoffe, sodass man mit dem empfohlenen Treatment meiner Meinung nach nicht nur den Effekt von dem Hydrolyzed Vegetable Protein PG-Propyl Silanetriol getestet hätte. Das ganze habe ich 1/2 Stunde einwirken lassen und dann ausgespült.
Ergebnis: Naja, ohne Condi und überhaupt mit Shampoo (habe lange Zeit CO praktiziert ;)...) werden meine Haare immer schlimm, und so waren auch beide Seiten ziemlich schlimm frizzy und schlecht kämmbar. Aussehen war auch dieses mal ziemlich identisch, aber auch dieses mal hat man haptisch tatsächlich einen Unterschied feststellen können (hat mir auch mein Freund sozusagen "blind" bestätigt ;)). Auf der Keraphlex-Seite sind die Haare irgendwie kräftiger geworden: dickeres und beim Kämmen auch durchaus stabileres Einzelhaar, dabei aber ohne diesen "Wachs-Effekt", also nicht wie bei Volumen-Produkten, die einfach so ein Geschmiere um das Haar legen. Leider habe ich eh schon viel zu dicke Einzelhaare, die kräftig und störrisch genug sind, sodass ich den Effekt bei mir fast nachteilig finde- das Ergebnis erinnert mich sehr an den Zustand, den sonst zu viele Proteine und solche Produkte wie Redken extreme Cat bei mir hervorrufen. Nach mittlerweile 1,5 Tagen und mit ein wenig Öl gefallen mir aber beide Seiten inzwischen wieder ganz gut, von einem Vorteil der Keraphlex-Seite kann allerdings auch - bis auf etwas mehr Volumen vielleicht - nicht wirklich die Rede sein.
Fazit: Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass eine Keraphlex-Kur etwas für Menschen mit sehr feinen, dünnen und nicht-störrischen Einzelhaaren ist, oder auch für Leute mit Z.n. Blondierung, die unter diesem Gummi-Haar-Phänomen leiden. Für Leute wie mich wirkt es als Treatment auf den ersten Blick eher ungeeignet. Ich denke, ich werde es aber noch einmal mit dem Zeug als Zusatz zu einer vernünftigen, feuchtigkeitsspendenden Kur versuchen, wie ich sie sonst ja auch mache.

@Sebastian: Da bin ich ja beruhigt, dunkelgelb bis bräunlich ist die Lösung in meinem Fläschchen ;).

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Zuletzt geändert von elen am 23.09.2015, 01:48, insgesamt 1-mal geändert.
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 Betreff des Beitrags: Re: Keraphlex
BeitragVerfasst: 25.09.2015, 21:53 
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So ich habe mir jetzt Step 3 bestellt. Mein Haar ist derzeit sehr geschädigt und ich denke, es kann eigentlich nur besser werden. Mal schauen. Ich werde berichten :D

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 Betreff des Beitrags: Re: Keraphlex
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Nywele darf ich fragen wo du keraphlex step 1+2 gekauft hast? Finde das nur auf eBay und friseurversand.com, beim 2. ist es billiger aber ich weiß nicht ob man der Seite vertrauen kann?

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 Betreff des Beitrags: Re: Keraphlex
BeitragVerfasst: 02.10.2015, 07:29 
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Hallo Ellis, ich habe es hier gekauft: http://www.hair-store.de/keraphlex-set-1-von-elkaderm.html
Scheint leider in der kurzen Zwischenzeit schon teurer geworden zu sein, die Tabelle unten ist auch neu ;). Aber da ist das Angebot, das Du gefunden hast, ja auf jeden Fall besser - und die Seite sieht doch seriös aus, finde ich....

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 Betreff des Beitrags: Re: Keraphlex
BeitragVerfasst: 08.10.2015, 12:52 
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Ich habe keraphlex step 1+2+3 auch gekauft. Die Haare sind nach der Behandlung super! Leider hält bei mir dieser Effekt nicht lange an..nur wenn man Step 3 SEHR regelmäßig noch anwendet, das finde ich schade :cry:

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