Sie ist dem "hair taping" (hab noch keinen deutschen Begriff dafür gefunden) der Renaissance nachempfunden. Hier gibts Anleitung und "Beweismaterial" auf alten Gemälden aus der Zeit:
Für Leute, die's mit Englisch nicht so haben: Man näht sich die Zöpfe, kronenartig um den Kopf gelegt, mit einem breiten Band am Kopf fest.
Name: Renaissance Hair Taping
Schwierigkeitsgrad: einfach
Haarlänge: Taille (so, dass ein Zopf den ganzen Kopf umrundet)
Handwerkszeug:
- Zopfgummis
- Pins zum zwischendrin feststecken
- ein Band, etwa 3m lang
- Wollnadel, also eine große, stumpfe oder die Finger
- Schriftliche Anleitung - von eloa
- Wir flechten die Haare am Hinterkopf in einen Zopf. Oder, wenn der Taper groß ist, flechten wir besser in zwei Zöpfe, die gegenläufig um den Kopf herumgelegt werden. Man kann entweder normale Engländer flechten, oder aber Kordeln, die in dieselbe Richtung gekordelt sein sollten. Wessen Haare noch zu kurz für eine volle Runde sind, sollte ebenfalls zwei Zöpfe machen, die eher seitlich, aber noch hinter den Ohren beginnen.
- Das Band mittig um die Zopfbasis/basen festbinden.
- Den einen Zopf einmal um den Kopf wickeln. Bei zwei Zöpfen die Zöpfe an der Basis zunächst kreuzen, bevor man sie gegenläufig um den Kopf wickelt.
- Die Zopfenden zunächst mit Nadeln unter der Zopfbasis feststecken. Dann die Längen ebenfalls mit provisorischen Nadeln, Klemmen oder Krebsen am Kopf festtackern.
- Jetzt von hinten die Bänder in einer nicht zu engen, aber auch nicht zu weiten Spirale um die Zöpfe herum wickeln und dabei Haare direkt von der Kopfhaut aufnehmen, um die Zöpfe am Kopf festzunähen. Wichtig bei Kordelzöpfen: Die Bänder gegenläufig, also kreuzend, zur Kordelrichtung um den Zopf/die Zöpfe wickeln, damit das Band in den Kordelwindungen nicht versinkt, sondern klar darüber verläuft.
- Dasselbe von der anderen Seite machen, wenn man entweder kreuzende Bänder über den Zöpfen möchte, oder aber die Spiralwindungen bei dem ersten Band so groß angesetzt hat, dass die Windungen des gegenläufigen Bandes genau dazwischen gesetzt werden können.
- Sukzessive die Haarkrebse oder Nadeln wieder vom Kopf entfernen, was auch ein einfacheres Annähen der Zöpfe ermöglicht.
- Die Bänderenden nach Umrundung des Kopfes an der Basis festknoten und verstecken, oder nach Belieben damit Schleifen oder andere Verzierungen gestalten. Die Bänder sollten das ganze Kronengebilde ohne jede Hilfe (außer vllt. Zopfgummi an der Basis) alleine halten.
- Fertig!
- Varianten - von Eloa
- Ich habe zum Ersten einen seitlich angesetzter Kordelzopf gemacht, da meine Haare noch nicht ganz einmal rum reichen.
- Wer längere Haare hat, kann dann bequem im Nacken starten. Dies ist die "Sparversion" wenn ich nicht genug Zeit/Lust habe, zwei Zöpfe zu flechten. Hier habe ich auch das Band noch einmal vor den Zopf gelegt um den Kopf gewickelt, nachdem ich den Zopf festgenäht hatte.
- Bei meiner Version mit zwei Zöpfen habe ich die Zöpfe über der Stirn aufeinander gelegt und nicht nebeneinander - das macht noch mehr "Heiligenschein" (war ja schließlich Weihnachten). Diese Version ist wesentlich stabiler als die 1-Zopf-Variante und übersteht auch eine Nacht. Gut, es sieht dann am nächsten Morgen strubbelig aus, aber trotzdem noch schön.
- Wenn man ganz geschickt ist, müsste es auch funktionieren, wenn man die Haare gar nicht flechtet, sondern bloß eindreht... aber ohne Zofe weiß ich nicht, wie das gehen soll ^^
- Tipps/Tricks:
- Ich finde, ein Kordelzopf wirkt etwas voluminöser als ein Flechtzopf, aber flechten geht natüürlich auch.
Um die Zöpfe dicker wirken zu lassen, kann man sie im Anschluss auch pancaken.
Man kann zwei Zöpfe vor dem Annähen auch komplett übereinanderlegen statt nebeneinander, so dass die Zopfkrone noch erhabener wirkt.
- Ich finde, ein Kordelzopf wirkt etwas voluminöser als ein Flechtzopf, aber flechten geht natüürlich auch.
- Videos:
- von Torrin Paige
- von Loepsie
- von Jill Bearup Hair
- von Torrin Paige